Doppelkopf am Stammtisch

StammtischGames GmbH & Co. KG Karten

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Vorteile

  • Übersichtliche Bedienung erleichtert den Einstieg auch für Doppelkopf-Neulinge.
  • Mehrere Spielmodi sorgen für Abwechslung bei kurzen oder längeren Partien.
  • Automatische Kartenverteilung spart Zeit und verhindert Unklarheiten.
  • Spielstände und Rundenablauf bleiben jederzeit nachvollziehbar.
  • Ideal
  • um Regeln und Taktiken ohne großen Vorbereitungsaufwand zu üben.

Nachteile

  • Die Qualität der Mitspieler kann je nach Online-Runde stark schwanken.
  • Eine stabile Internetverbindung ist für viele Funktionen erforderlich.
  • Werbung kann den Spielfluss in der kostenlosen Version unterbrechen.
  • Fortgeschrittene Spieler vermissen möglicherweise zusätzliche Turnieroptionen.
  • Der Einstieg in spezielle Doppelkopf-Regeln braucht etwas Einarbeitungszeit.
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Wer Doppelkopf gern in einer geselligen Runde spielt, aber nicht immer drei Mitspieler am Tisch hat, bekommt mit Doppelkopf am Stammtisch eine angenehm unkomplizierte Möglichkeit für eine Partie zwischendurch. Ich habe das Spiel vor allem dann praktisch gefunden, wenn ich nicht erst eine Runde organisieren wollte, sondern einfach ein paar Minuten Karten spielen wollte. Es läuft offline, verlangt keine Anmeldung und ist kostenlos erhältlich. Genau diese Kombination macht es weniger zu einem großen Freizeitprojekt als zu einem verlässlichen digitalen Ersatz für eine spontane Runde.

Hinter dem Kartenspiel steht StammtischGames GmbH & Co. KG. Die Anwendung gehört zur Kategorie der Kartenspiele und richtet sich klar an Menschen, die Doppelkopf bereits kennen oder die Regeln in Ruhe ausprobieren möchten. Im Google-Play-Store liegt die durchschnittliche Bewertung bei 4,6 aus rund 7.100 Bewertungen; außerdem kommt das Spiel auf über 100.000 Installationen. Diese Zahlen passen zu meinem Eindruck: Es ist kein aufwendig inszeniertes Spiel, sondern ein fokussiertes Angebot für eine sehr bestimmte Spielidee.

Vom ersten Stich bis zur eigenen Spielroutine

Der Einstieg ist schnell, aber nicht völlig voraussetzungslos

Der größte Vorteil beim ersten Start ist die geringe Einstiegshürde. Ich muss kein Konto anlegen, keine Mitspieler suchen und keine Verbindung zu einem Online-Tisch herstellen. Gerade beim Kartenspiel ist das angenehm, weil ich sofort in eine Partie komme, statt mich zuerst durch Profile, Einladungen oder Lobby-Menüs zu arbeiten. Für eine kurze Pause, eine Zugfahrt ohne Netz oder einen ruhigen Abend auf dem Sofa ist das deutlich praktischer als viele moderne Multiplayer-Varianten.

Ganz ohne Vorkenntnisse ist Doppelkopf allerdings nicht automatisch selbsterklärend. Wer das Spiel nur vom Namen kennt, muss sich zunächst mit den Grundideen vertraut machen: Kartenwerte, Trumpf, Partnerschaften und die Frage, wann ein Stich sinnvoll gewonnen oder bewusst abgegeben wird. Die App nimmt einem zwar die technische Abwicklung ab, aber sie ersetzt nicht das Verständnis für die taktischen Zusammenhänge. Ich würde Anfängern deshalb empfehlen, die ersten Runden nicht als Leistungsprüfung zu sehen, sondern als Lernpartien.

Mein erster konkreter Tipp lautet: Versucht am Anfang nicht, jeden Stich zu gewinnen. Beim Doppelkopf ist ein hoher Kartenwert allein kein ausreichender Grund, eine Karte sofort einzusetzen. Wer zunächst beobachtet, welche Farben und Trümpfe bereits gespielt wurden, entwickelt schneller ein Gefühl für die Partie. Die digitale Umgebung eignet sich dafür gut, weil sie ohne Zeitdruck durch menschliche Reaktionen auskommt und man sich auf die eigenen Entscheidungen konzentrieren kann.

Frühe Ziele entstehen aus kleinen Entscheidungen

Das Spiel gibt mir kein großes Kampagnenziel und keine künstliche Geschichte vor. Der Anreiz entsteht direkt aus der jeweiligen Runde. Früh geht es darum, die eigene Hand zu lesen, mögliche Partnerkonstellationen einzuschätzen und die ersten Stiche nicht zu verschenken. Das klingt unspektakulär, ist aber genau die Stärke eines klassischen Kartenspiels: Jede Partie baut ihre Spannung aus den Karten auf, die tatsächlich auf der Hand liegen.

Für Einsteiger ist ein sinnvolles erstes Ziel nicht unbedingt der Sieg. Ich würde zunächst versuchen, die eigene Planung bis zum Ende einer Runde durchzuhalten. Habe ich eine starke Trumpfhand, muss ich überlegen, ob ich früh Druck mache oder wichtige Karten zurückhalte. Habe ich eine unsichere Hand, kann vorsichtiges Ausspielen wertvoller sein als ein spektakulärer Angriff. Diese kleinen Ziele geben auch verlorenen Partien einen Nutzen, weil man nicht nur auf das Endergebnis schaut.

Wer regelmäßig spielt, beginnt außerdem, typische Fehler schneller zu erkennen. Dazu gehört etwa, eine Farbe zu früh zu bedienen, obwohl man später noch eine bessere Möglichkeit zum Abwerfen gebraucht hätte. Ebenso kann es schaden, einen hohen Trumpf für einen kleinen Stich zu verbrauchen, nur weil der unmittelbare Gewinn verlockend aussieht. Solche Situationen sind nicht als separate Lernmissionen verpackt; sie entstehen organisch aus dem Spielverlauf. Für mich ist das motivierender als ein System, das ständig Belohnungen einblendet.

Fortschritt zeigt sich eher im Spielverständnis als in Freischaltungen

Bei diesem Spiel sollte niemand eine klassische Fortschrittsleiter mit Figuren, Kartenpaketen oder freischaltbaren Kapiteln erwarten. Die Entwicklung findet vor allem im eigenen Kopf statt. Am Anfang reagiere ich auf einzelne Stiche. Später achte ich stärker darauf, welche Karten noch im Umlauf sein könnten, wer vermutlich welche Farbe nicht mehr bedienen kann und wie sich eine Entscheidung auf die letzten Stiche auswirkt.

Das ist ein wichtiger Unterschied zu vielen anderen mobilen Kartenspielen. Dort wird Fortschritt oft durch neue Inhalte, tägliche Aufgaben oder sichtbare Ranglisten vermittelt. Hier ist der Fortschritt subtiler: Eine Partie fühlt sich besser an, wenn ich nicht nur Glück hatte, sondern meine Karten bewusster eingesetzt habe. Der eigentliche Freischaltmoment ist das wachsende Verständnis für die Hand, nicht ein neues Menü oder ein zusätzlicher Gegenstand.

Ich finde diese Form der Entwicklung besonders passend für Menschen, die Doppelkopf wegen des Spiels selbst mögen. Sie kann aber auch enttäuschen, wenn man nach jeder Runde eine dauerhafte Belohnung erwartet. Wer eine Sammlung aufbauen, Avatare verbessern oder ständig neue Herausforderungen erhalten möchte, findet in einem stärker spielifizierten Kartenspiel wahrscheinlich mehr sichtbare Motivation.

Die Schwierigkeit steigt durch Entscheidungen, nicht durch Inszenierung

Die erste Partie kann sich leicht anfühlen, weil die Regeln noch im Vordergrund stehen. Sobald ich mich nicht mehr auf die Bedienung konzentriere, wird deutlich, dass die Schwierigkeit aus der Bewertung unvollständiger Informationen entsteht. Ich kenne meine Hand, aber nicht die Karten der anderen. Deshalb muss ich Wahrscheinlichkeiten, beobachtete Züge und die eigene Position zusammenbringen. Das macht jede Runde anspruchsvoller, ohne dass die App dafür dramatische Effekte oder künstliche Zwischenziele benötigt.

Besonders knifflig wird es, wenn eine Hand mehrere scheinbar gute Möglichkeiten bietet. Ein starker Trumpf kann einen Stich sichern, aber vielleicht ist er später wichtiger, um eine gegnerische Serie zu unterbrechen. Eine niedrige Karte kann harmlos wirken und dennoch den richtigen Zeitpunkt markieren, um Informationen über die Verteilung zu sammeln. Solche Entscheidungen sorgen dafür, dass das Spiel auch nach vielen Partien nicht vollständig mechanisch wird.

Die Schwierigkeit wirkt dabei nicht wie eine klassische Kampagne mit klar markierten Stufen. Es gibt keinen festen Ablauf von leicht nach schwer, den ich einfach abarbeiten kann. Stattdessen hängt der Anspruch von meiner Erfahrung, der Kartenverteilung und der jeweiligen Spielsituation ab. Das ist authentisch für Doppelkopf, verlangt aber Geduld. Wer eine deutlich sichtbare Lernkurve mit Tutorialabschnitten und immer neuen Regeln bevorzugt, könnte den Einstieg als etwas trocken empfinden.

Warum Offline-Spiel und fehlende Anmeldung im Alltag zählen

Im Alltag ist die Offline-Funktion für mich mehr als ein Nebensatz. Ich kann das Spiel starten, wenn die Verbindung schlecht ist, und muss nicht darauf achten, ob gerade genügend andere Menschen online sind. Das macht es zu einer guten Begleitung für Wartezeiten oder Reisen. Eine typische Situation wäre für mich ein längerer Aufenthalt im Wartezimmer: Ich öffne die App, spiele eine Runde und lege das Smartphone danach wieder weg, ohne mich um eine laufende Online-Partie kümmern zu müssen.

Auch die fehlende Anmeldung verändert das Nutzungserlebnis. Ich werde nicht in ein Konto-System gezogen und muss keine Spielhistorie mit einem Profil verbinden, bevor es losgeht. Für jemanden, der nur gelegentlich Karten spielen möchte, ist das angenehm. Gleichzeitig bedeutet diese Schlichtheit, dass die soziale Seite des echten Stammtischs nicht vollständig ersetzt wird. Es fehlen mir beim digitalen Spiel die Gespräche, die spontanen Kommentare und die besondere Spannung, wenn bekannte Mitspieler am Tisch sitzen.

Genau hier liegt die wichtigste Abwägung: Als Ersatz für eine Runde mit Freunden funktioniert die App nur teilweise. Als Möglichkeit, die eigenen Entscheidungen zu üben oder eine freie Viertelstunde zu füllen, ist sie deutlich überzeugender. Wer unbedingt gegen reale Personen spielen, chatten oder sich mit einer festen Gruppe verabreden möchte, sollte eher nach einer Online-Plattform mit aktivem Mehrspielerbetrieb suchen.

Das Tempo ist angenehm, aber nicht für jeden motivierend

Ich mag, dass das Spiel nicht versucht, jede Sekunde mit Animationen oder Belohnungen aufzuwerten. Die Partie bleibt beim Wesentlichen: Karten ansehen, Entscheidung treffen, Stich auswerten und die nächste Situation planen. Dadurch entsteht ein ruhiger Rhythmus. Ich kann mir Zeit nehmen, bevor ich eine Karte spiele, und muss nicht ständig auf Ereignisse reagieren, die mit dem eigentlichen Kartenspiel wenig zu tun haben.

Dieses Tempo hat allerdings eine Kehrseite. Wenn eine Runde ungünstig läuft oder ich gerade keine interessante Entscheidung habe, fühlt sich der Ablauf länger an als bei einem schnellen Arcade-Kartenspiel. Es gibt keine spektakulären Wendungen, die jede Minute neu aufladen. Die Spannung kommt aus der eigenen Aufmerksamkeit. Wer beim Spielen gern ständig neue Ziele, Effekte oder Überraschungen bekommt, wird das reduzierte Tempo vermutlich als nüchtern empfinden.

Für mich funktioniert der Rhythmus am besten, wenn ich bewusst eine vollständige Partie spielen möchte. Für ganz kurze Momente, in denen ich nur eine schnelle Aktion suche, ist ein kleineres Solitärspiel oft geeigneter. Dafür kann ich bei Doppelkopf eher in einen konzentrierten Zustand kommen, statt nur nebenbei auf den Bildschirm zu tippen.

Die Motivation hält durch Wiederholung, nicht durch Druck

Das Spiel setzt offenbar nicht auf ein aggressives System, das mich täglich zurückholen muss. Es gibt keinen Grund, eine Runde nur wegen einer Serie oder eines zeitlich begrenzten Ereignisses zu starten. Das empfinde ich als angenehm, weil ich selbst entscheide, wann ich spielen möchte. Die Motivation entsteht aus der Frage, ob ich die nächste Hand besser einschätzen kann als die vorige.

Gleichzeitig ist diese Freiheit eine Grenze für die langfristige Bindung. Nach mehreren Partien kann der Ablauf vertraut wirken, besonders wenn ich keine persönliche Verbesserung mehr anstrebe. Dann hilft es, die eigene Spielweise bewusst zu verändern: einmal vorsichtiger spielen, einmal stärker auf das Zählen bereits gespielter Trümpfe achten oder sich vor einer Runde ein konkretes Lernziel setzen. So entsteht zusätzlicher Druck aus der eigenen Herausforderung statt aus einem externen Belohnungssystem.

Ein weiterer praktischer Hinweis betrifft die In-App-Käufe. Das Spiel ist kostenlos, im Google Play Store werden jedoch Käufe zwischen 0,99 Euro und 4,99 Euro angeboten. Ich würde vor dem Spielen prüfen, ob solche Zusatzoptionen für mich überhaupt relevant sind, statt sie automatisch als Teil des eigentlichen Spielerlebnisses einzuplanen. Für die Entscheidung, ob die kostenlose Grundidee zu mir passt, reicht es, zunächst einige Runden ohne zusätzliche Ausgaben zu spielen.

Bedienung und Konzentration im Kartenalltag

Bei einem Kartenspiel ist eine klare Darstellung wichtiger als dekorative Gestaltung. Ich möchte auf einen Blick erkennen, welche Karten noch spielbar sind und welche Aktion gerade von mir erwartet wird. Gerade auf einem Smartphone kann eine überladene Oberfläche schnell stören, weil die Handkarten wenig Platz haben. Deshalb lohnt es sich, das Spiel nicht nur nach dem ersten Eindruck zu beurteilen, sondern eine komplette Runde zu spielen und darauf zu achten, ob die Bedienung auch in komplizierten Situationen verständlich bleibt.

Mein konkreter Rat für neue Spieler: Spielt die ersten Runden langsam und kontrolliert vor jedem Zug, ob ihr wirklich die gewünschte Karte ausgewählt habt. Bei einem klassischen Kartenspiel ist ein versehentlicher Tipp besonders ärgerlich, weil eine einzelne falsche Karte den gesamten weiteren Verlauf beeinflussen kann. Wer unterwegs spielt, sollte außerdem bedenken, dass kleine Displays und wechselnde Lichtverhältnisse die Konzentration erschweren können. Zu Hause auf einem größeren Bildschirm wirkt die Hand meist übersichtlicher.

Das Mindestbetriebssystem ist Android 6.0. Damit richtet sich die Anwendung auch an Geräte, die nicht zu den neuesten Modellen gehören. Für mich passt das zum Charakter des Spiels: Es braucht keine moderne 3D-Inszenierung, um seinen Zweck zu erfüllen. Trotzdem bleibt die persönliche Erfahrung von Bildschirmgröße, Bedienkomfort und Geräteleistung abhängig.

Für wen sich die App besonders eignet

Ich würde sie vor allem Menschen empfehlen, die Doppelkopf bereits aus privaten Runden kennen und eine unkomplizierte Offline-Option suchen. Sie ist auch interessant für Spieler, die ihre Entscheidungen ohne den sozialen Druck eines echten Tisches wiederholen möchten. Wer eine neue Hand ausprobieren will, kann das in Ruhe tun und aus Fehlern lernen, ohne dass jemand auf den nächsten Zug wartet.

Auch Gelegenheitsspieler profitieren von der niedrigen organisatorischen Hürde. Es gibt keinen Termin mit Freunden, keine Suche nach einer passenden Runde und keine Abhängigkeit von einer Internetverbindung. Das macht die App zu einem brauchbaren digitalen Kartenspiel für einzelne freie Zeitfenster. Der kostenlose Einstieg erleichtert außerdem die Entscheidung, ob die Umsetzung zum eigenen Spielstil passt.

Weniger passend ist sie für Menschen, die hauptsächlich wegen der Unterhaltung mit anderen spielen. Der Name erinnert zwar an eine gesellige Runde, aber das Smartphone kann weder den Tonfall noch die Gespräche eines echten Stammtischs nachbilden. Ebenso sollten Fans von umfangreichen Fortschrittssystemen, täglichen Aufgaben oder ständig wechselnden Inhalten ihre Erwartungen zurücknehmen. Hier steht die Partie im Mittelpunkt, nicht eine langfristige Sammlung von Freischaltungen.

Vergleich mit den üblichen Alternativen

Gegenüber einem echten Doppelkopf-Abend gewinnt die App bei Verfügbarkeit und verliert bei Atmosphäre. Sie ist sofort bereit, läuft offline und lässt sich auch allein nutzen. Dafür fehlen die menschlichen Überraschungen: ein riskanter Zug eines Freundes, ein kurzer Kommentar nach einem Stich oder die gemeinsame Freude über eine ungewöhnliche Wendung. Wer das soziale Erlebnis sucht, sollte die App eher als Ergänzung betrachten, nicht als vollständigen Ersatz.

Im Vergleich zu Online-Kartenspielen mit echten Gegnern wirkt sie ruhiger und unabhängiger. Dort kann der Reiz aus unberechenbaren menschlichen Entscheidungen und einem fortlaufenden Wettbewerb entstehen. Hier liegt der Schwerpunkt stärker auf dem klassischen Ablauf und der eigenen Entscheidungsqualität. Das ist besser, wenn ich ohne Wartezeit und ohne Netzwerk spielen möchte, aber weniger aufregend, wenn ich mich regelmäßig mit anderen messen will.

Gegenüber Solitär-Varianten ist Doppelkopf anspruchsvoller im sozialen und taktischen Denken, obwohl ich allein am Gerät sitze. Ich plane nicht nur eine Kartenfolge, sondern muss die vermuteten Hände mehrerer Beteiligter mitdenken. Dafür ist der Einstieg weniger unmittelbar. Wer einfach abschalten und ohne Regelkenntnis loslegen möchte, findet in Solitär wahrscheinlich schneller seinen Rhythmus.

Technischer Rahmen und faire Erwartungen

Die App ist kostenlos, trägt die Altersfreigabe USK ab 0 Jahren und wurde am 1. Dezember 2012 veröffentlicht. Die aktuelle Version ist 5.4. Diese Angaben zeigen vor allem, dass es sich um ein etabliertes, langfristig gepflegtes Kartenspiel handelt, nicht um einen kurzlebigen Trendtitel. Ich würde trotzdem nicht automatisch erwarten, dass jede moderne Komfortfunktion anderer Kartenspiele vorhanden ist. Der Wert liegt hier in der konzentrierten Grundidee.

Die Zahl der Rezensionen liegt bei rund 2.300, während die Bewertung auf etwa 7.100 abgegebenen Bewertungen basiert. Für mich ist das ein Hinweis darauf, dass viele Spieler eine schnelle Gesamtbewertung hinterlassen, während ausführliche Rückmeldungen seltener sind. Deshalb würde ich die App nicht allein anhand der Sterne beurteilen, sondern sie an der eigenen Erwartung messen: Offline-Doppelkopf ohne Anmeldung oder umfangreiche digitale Spielplattform?

Mein Urteil zum langfristigen Spielwert

Die Progression funktioniert hier auf eine stille, klassische Weise. Es gibt keinen sichtbaren Ausbau des Kontos und keinen künstlichen Zwang, jeden Tag wiederzukommen. Stattdessen lerne ich, Karten besser zu lesen, Risiken früher zu erkennen und meine Entscheidungen über eine ganze Runde hinweg zu verbinden. Für ein traditionelles Kartenspiel ist das stimmig. Die App respektiert die Grundidee, anstatt sie mit unnötigen Systemen zu überladen.

Die Kehrseite ist ebenso klar: Wer nach einem festen Zielpfad, neuen Herausforderungen oder regelmäßigen Überraschungen sucht, kann nach einigen Partien den Eindruck bekommen, dass die Entwicklung stehen bleibt. Dann muss ich selbst für Abwechslung sorgen, etwa durch bewusst andere Spielweisen oder anspruchsvollere persönliche Ziele. Das ist weniger bequem als ein automatisch kuratiertes Fortschrittssystem, aber auch weniger aufdringlich.

Unterm Strich empfehle ich Doppelkopf am Stammtisch jedem, der das Kartenspiel unkompliziert, kostenlos und offline auf dem Smartphone spielen möchte. Ich sehe es als konzentriertes Trainings- und Gelegenheitsspiel, nicht als Ersatz für eine lebendige Runde mit Freunden. Die Stärken liegen im direkten Einstieg, der Unabhängigkeit vom Internet und dem taktischen Lernen über viele Hände hinweg. Wer genau das sucht, bekommt eine bodenständige Umsetzung, die ihren Zweck erfüllt. Wer dagegen soziale Online-Partien, starke Inszenierung oder sichtbare Freischaltungen erwartet, sollte eher eine andere Karten-App wählen.

Unknown

Was ist „Doppelkopf am Stammtisch“ und für wen eignet sich die App?

„Doppelkopf am Stammtisch“ ist eine digitale Umsetzung des bekannten deutschen Kartenspiels Doppelkopf. Die App richtet sich sowohl an erfahrene Spieler als auch an Einsteiger, die Regeln, Spielablauf und typische Varianten kennenlernen möchten. Besonders praktisch ist sie für Nutzer, die jederzeit online oder gegen computergesteuerte Mitspieler spielen wollen, ohne ein vollständiges Kartenspiel und drei weitere Personen organisieren zu müssen.


Kann man Doppelkopf am Stammtisch auch alleine gegen den Computer spielen?

Ja, die Anwendung bietet in der Regel die Möglichkeit, eine Partie mit computergesteuerten Mitspielern zu starten. Das ist hilfreich, wenn gerade keine Freunde verfügbar sind oder man zunächst in Ruhe üben möchte. Die künstliche Intelligenz übernimmt die fehlenden Plätze und ermöglicht vollständige Runden. Je nach Spielmodus und Version können sich Schwierigkeitsgrad, Spielstärke und verfügbare Einstellungen unterscheiden.


Welche Doppelkopf-Regeln und Spielvarianten werden unterstützt?

Vor dem Download sollten sich Nutzer informieren, welche Regeln tatsächlich enthalten sind, da Doppelkopf regional unterschiedlich gespielt wird. Üblicherweise stehen grundlegende Elemente wie Partnerschaften, Trumpfkarten, Ansagen und Punktewertung zur Verfügung. Manche Versionen erlauben zusätzlich Varianten oder individuelle Tischeinstellungen. Wer nach sehr speziellen Hausregeln spielt, sollte deshalb prüfen, ob diese in der App angepasst oder aktiviert werden können.


Ist „Doppelkopf am Stammtisch“ kostenlos und gibt es Werbung oder In-App-Käufe?

Die Download- und Preismodelle können je nach Plattform und aktueller Version unterschiedlich ausfallen. Häufig ist die App kostenlos erhältlich, finanziert sich dann aber durch Werbung oder optionale Käufe. Vor der Installation lohnt sich ein Blick auf die Angaben im Google Play Store oder im App Store. Dort finden sich auch Hinweise zu Premium-Funktionen, möglichen Abonnements und zusätzlichen Inhalten.


Benötigt die App eine Internetverbindung, um Doppelkopf zu spielen?

Ob eine Internetverbindung erforderlich ist, hängt vom gewählten Spielmodus ab. Partien gegen computergesteuerte Gegner lassen sich bei vielen vergleichbaren Apps auch offline starten, während Online-Spiele mit echten Personen normalerweise eine stabile Verbindung benötigen. Für Mehrspielerpartien über das Internet können außerdem ein Benutzerkonto oder bestimmte Berechtigungen notwendig sein. Die genauen Voraussetzungen sollten vor dem Download in der Store-Beschreibung geprüft werden.


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