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Vorteile

  • Übersichtliche Infos zu Tieren
  • Pflanzen und aktuellen Wilhelma-News
  • Praktische Orientierungshilfe für den Besuch vor Ort
  • Veranstaltungen und Sonderausstellungen schnell auffindbar
  • Hilfreiche Details für Familien und Menschen mit Einschränkungen
  • Kostenlos nutzbar und ohne komplizierte Einrichtung

Nachteile

  • Einige Inhalte setzen eine aktive Internetverbindung voraus
  • Nicht alle Informationen sind in mehreren Sprachen verfügbar
  • Die Navigation könnte an manchen Stellen intuitiver gestaltet sein
  • Aktualisierungen zu Öffnungszeiten können gelegentlich verzögert erscheinen
  • Für reine Tierbestimmung bietet die App nur begrenzte Funktionen
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Ein Zoobesuch klingt zunächst unkompliziert: Man kommt an, schaut sich Tiere an und lässt sich treiben. In der Wilhelma kann eine passende digitale Begleitung aber einen echten Unterschied machen, besonders wenn man mit Kindern, älteren Menschen oder Personen unterwegs ist, die einen Rundgang lieber vorher überschaubar planen. Genau hier setzt Wilhelma an. Die kostenlose Karten- und Navigations-App der contagt GmbH verbindet den Besuchsort mit einer interaktiven Orientierungshilfe und zusätzlichen Informationen. Nach meinem Eindruck ist sie weniger ein allgemeiner Stadtplan als ein Werkzeug für den konkreten Aufenthalt vor Ort.

Das klingt unspektakulär, ist im Alltag aber nützlich. Statt ständig zwischen Beschilderung, Papierplan und einer allgemeinen Karten-App zu wechseln, bleibt der Besuch stärker an einem Ort gebündelt. Die App ist ab USK 0 freigegeben und damit grundsätzlich auch für Familien interessant. Mit einer durchschnittlichen Bewertung von 3,6 aus rund 50 Bewertungen fällt das Bild ordentlich, aber nicht überwältigend aus. Ich würde sie deshalb nicht als unverzichtbare Universal-App bezeichnen, sondern als spezialisierte Hilfe, deren Wert stark davon abhängt, wie man die Wilhelma besucht.

Orientierung, Lesbarkeit und die Planung eines Rundgangs

Die wichtigste Stärke liegt für mich in der thematischen Konzentration. Eine gewöhnliche Karten-App zeigt Wege, Straßen und vielleicht den Standort, behandelt einen zoologisch-botanischen Garten aber letztlich wie jedes andere Gelände. Eine auf die Wilhelma zugeschnittene Anwendung kann dagegen besser dabei helfen, den Besuch als Rundgang zu denken: Wo bin ich, was liegt in meiner Nähe und welche Station möchte ich als Nächstes ansteuern? Gerade beim ersten Besuch reduziert das die mentale Arbeit.

Ich würde die App nicht erst am Eingang zum ersten Mal öffnen. Sinnvoller ist es, vorher kurz zu prüfen, welche Informationen und Orientierung man während des Tages braucht. Wer mit Kindern unterwegs ist, kann sich beispielsweise eine grobe Reihenfolge überlegen, statt spontan an jeder Abzweigung neu zu entscheiden. Das ist kein starres Programm, sondern eine Möglichkeit, den Besuch an die eigene Energie anzupassen. Bei einer Gruppe mit unterschiedlichen Interessen verhindert eine solche Vorbereitung außerdem, dass alle fünf Minuten eine neue Diskussion über die nächste Richtung entsteht.

Die Kartenfunktion ist besonders dann hilfreich, wenn man den Überblick verliert. In weitläufigen Anlagen wirken mehrere Wege oft ähnlich, und ein gedruckter Plan wird bei wechselnden Standorten schnell unhandlich. Die digitale Darstellung lässt sich leichter zusammen mit dem Smartphone verwenden, während man sich bewegt. Ich sehe darin einen praktischen Vorteil für Menschen, die visuelle Orientierung bevorzugen und lieber einen direkten räumlichen Bezug haben als lange Wegbeschreibungen zu lesen.

Gleichzeitig sollte man die Darstellung nicht mit einem vollständigen Navigationssystem für den Straßenverkehr verwechseln. Die App gehört in die Kategorie Karten und Navigation, ist aber auf den Wilhelma-Besuch zugeschnitten. Für die Anreise, den öffentlichen Nahverkehr oder die Suche nach einem Parkplatz bleibt eine normale Karten-App die bessere Ergänzung. Wer erwartet, mit einer einzigen Anwendung die komplette Reise von der Haustür bis zur letzten Station im Gelände zu organisieren, wird wahrscheinlich zusätzliche Werkzeuge benötigen.

Bei der Lesbarkeit kommt es stark auf das konkrete Smartphone an. Auf einem größeren Display lässt sich eine Karte meist entspannter betrachten als auf einem kleinen Gerät. Ich würde deshalb die Bildschirmhelligkeit vor dem Rundgang prüfen und die Schrift beziehungsweise Kartendarstellung nicht unnötig klein verwenden. Das ist kein spezieller Fehler der Anwendung, aber ein wichtiger Unterschied zwischen einer angenehmen Nutzung und ständigem Heranzoomen. Für Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen kann dieser Punkt entscheidend sein.

Ein weiterer praktischer Tipp: Die App sollte nicht die einzige Orientierungshilfe in der Gruppe sein. Wenn eine Person das Smartphone hält, kann sie nicht gleichzeitig jedes Detail vorlesen oder den Weg für alle erklären. Besser funktioniert es, wenn die Gruppe kurz gemeinsam auf die Karte schaut und danach wieder den eigentlichen Besuch genießt. So wird das Gerät zum Hilfsmittel und nicht zum Mittelpunkt des Tages.

Informationen helfen besonders bei unterschiedlichen Interessen

Die Kombination aus interaktiver Orientierung und Informationen ist für mich wertvoller als eine reine Standortanzeige. In einer Familie möchten nicht alle dasselbe sehen: Ein Kind interessiert sich vielleicht für ein bestimmtes Tier, während Erwachsene eher Pflanzen, Architektur oder eine ruhige Pause suchen. Eine informative App kann solche Unterschiede besser auffangen als ein Rundgang, der nur aus Pfeilen besteht.

Das ist auch für Besucher hilfreich, die sich vorab lieber ein Bild vom Gelände machen. Manche Menschen fühlen sich wohler, wenn sie wissen, was sie erwartet und wie sie bei Bedarf zu einem Ausgang oder zu einem anderen Bereich zurückfinden. Die Möglichkeit, den Besuch gedanklich in kleinere Abschnitte zu teilen, kann Stress reduzieren. Ich würde daher empfehlen, nicht nur nach Highlights zu suchen, sondern auch die Wege dazwischen mitzudenken. Ein kurzer, realistischer Rundgang ist oft angenehmer als der Versuch, alles an einem Tag abzuhaken.

Die App kann außerdem Gespräche in der Gruppe erleichtern. Statt dass eine Person allein die gesamte Planung übernimmt, kann man Informationen gemeinsam auf dem Display ansehen und Entscheidungen transparent treffen. Das ist eine kleine, aber wichtige Form von Zugänglichkeit: Orientierung wird nicht ausschließlich an eine besonders ortskundige Begleitperson delegiert.

Bedienung für verschiedene Fähigkeiten und Alltagssituationen

Bei unterschiedlichen körperlichen Voraussetzungen zählt nicht nur, ob eine Karte vorhanden ist. Entscheidend ist, wie viel Aufwand nötig ist, um sie zu lesen, zu bedienen und in eine konkrete Entscheidung umzusetzen. Für Personen mit eingeschränkter Feinmotorik können kleine Bedienelemente oder häufiges Zoomen anstrengend sein. Deshalb würde ich die App vor dem Rundgang kurz ausprobieren und die wichtigsten Ansichten bereits öffnen, anstatt sie erst in einer vollen Besuchergruppe zu erkunden.

Wer das Smartphone nicht sicher halten kann, kann die Orientierung mit einer Begleitperson teilen. Die App eignet sich dann als gemeinsames Werkzeug: Eine Person bedient das Gerät, die andere entscheidet, welcher Weg oder welche Information gerade gebraucht wird. Das funktioniert besser, wenn man nicht versucht, während des Laufens lange Texte zu lesen. Kurze Stopps an einer ruhigen Stelle machen die Nutzung sicherer und geben allen Beteiligten Zeit, die Umgebung wahrzunehmen.

Für Menschen mit Hörbeeinträchtigungen kann schriftliche Information grundsätzlich angenehmer sein als eine ausschließlich mündliche Erklärung durch eine Begleitung. Gleichzeitig würde ich mich nicht darauf verlassen, dass digitale Inhalte automatisch jede Form eines geführten Besuchs ersetzen. Wer auf Gebärdensprachdolmetschung, besonders aufbereitete Texte oder bestimmte Kontraste angewiesen ist, sollte die App als mögliche Ergänzung betrachten und die eigene Besuchsplanung nicht allein darauf stützen.

Auch bei Sehbeeinträchtigungen ist die Lage gemischt. Eine Karte kann räumliche Zusammenhänge sichtbar machen, hilft aber nicht automatisch, wenn Farben, Symbole oder kleine Beschriftungen schwer zu erkennen sind. Die Nutzung von Vergrößerungsfunktionen des Smartphones kann unterstützen, kostet jedoch Zeit und kann den Überblick über die gesamte Karte verschlechtern. Für Personen mit starker Sehbeeinträchtigung bleibt eine gut vorbereitete Begleitung wahrscheinlich wichtiger als die App selbst.

Für Familien mit kleinen Kindern sehe ich einen anderen Vorteil. Die Anwendung kann helfen, einen Rundgang nicht nur nach Entfernung, sondern nach Aufmerksamkeit zu planen. Ein Kind, das müde wird, braucht vielleicht nicht die nächste interessante Station, sondern eine überschaubare Pause und einen einfachen Weg zurück. Die App liefert dafür Orientierung, ersetzt aber nicht die Einschätzung der Erwachsenen. Gerade bei Kindern sollte man das Smartphone nicht dauerhaft als Beschäftigung einsetzen, sonst wird der Zoo-Besuch schnell zu einer Bildschirmrunde.

Ein realistischer Besuch mit gemischter Gruppe

Stell dir eine Familie vor, in der eine Person nicht lange laufen kann, ein Kind bestimmte Tiere sehen möchte und eine weitere Begleitperson zum ersten Mal in der Wilhelma ist. Ohne Vorbereitung entsteht leicht ein Rundweg, der zwar alles abdeckt, aber für die langsamste Person zu anstrengend wird. Ich würde in diesem Fall zuerst die wichtigsten Ziele auswählen, die Karte auf eine kurze Abfolge reduzieren und nach jedem Abschnitt prüfen, ob die Gruppe noch entspannt ist.

Der konkrete Vorteil besteht nicht darin, dass die App die Entscheidung abnimmt. Sie macht die Entscheidung sichtbarer. Man erkennt eher, ob ein Abstecher sinnvoll ist oder ob man besser in Richtung des nächsten bekannten Punkts geht. Für Menschen, die sich bei spontanen Änderungen unsicher fühlen, kann diese Übersicht beruhigend sein. Für die Person mit eingeschränkter Mobilität bleibt allerdings wichtig, ob Wege, Steigungen, Sitzgelegenheiten und zugängliche Einrichtungen tatsächlich ausreichend beschrieben sind. Eine Karte allein beantwortet solche Fragen nicht vollständig.

Ähnlich sieht es bei älteren Besuchern aus. Größere Schrift, ein gut ablesbares Display und eine ruhige Bedienung können helfen, doch die Belastung entsteht oft nicht nur durch das Finden des Weges. Lange Strecken, Sonne, viele Menschen und häufiges Anhalten spielen ebenfalls eine Rolle. Ich würde die Anwendung daher eher als Planungs- und Orientierungshilfe einsetzen, nicht als Beweis dafür, dass jeder Bereich für jede Person gleich bequem erreichbar ist.

Wann die App besonders sinnvoll ist

Am meisten würde ich sie drei Gruppen empfehlen. Erstens Erstbesuchern, die nicht einfach ohne Plan loslaufen möchten. Zweitens Familien, die Interessen und Kondition mehrerer Personen zusammenbringen müssen. Drittens Stammgästen, die ihren Besuch gezielt auf bestimmte Bereiche konzentrieren wollen, statt jedes Mal denselben Weg zu nehmen.

Auch für spontane kurze Besuche kann sie nützlich sein. Wer nur begrenzte Zeit hat, profitiert stärker von einer klaren Orientierung als jemand, der den ganzen Tag ohne Ziel durch das Gelände schlendern möchte. In diesem Fall würde ich vor dem Losgehen festlegen, was heute wirklich wichtig ist. Die App kann dann helfen, unnötige Umwege zu vermeiden und den Rückweg im Blick zu behalten.

Weniger passend ist sie für Personen, die bereits sehr vertraut mit dem Gelände sind und digitale Karten grundsätzlich vermeiden. Wenn du dein Smartphone beim Zoobesuch bewusst nicht verwenden möchtest, bringt dir die Anwendung naturgemäß wenig. Auch für die komplette Reiseplanung ist sie nicht die richtige Wahl. Eine allgemeine Karten-App bleibt für die Anfahrt, Verbindungen und Orte außerhalb der Wilhelma überlegen.

Ein weiterer Trade-off betrifft die Aufmerksamkeit. Je häufiger man auf das Display schaut, desto leichter übersieht man eine interessante Umgebung oder stört den eigenen Rhythmus. Ich empfehle deshalb einen einfachen Ablauf: Karte öffnen, Richtung prüfen, Smartphone wieder weglegen und erst am nächsten Entscheidungspunkt erneut nachsehen. Das ist angenehmer, sicherer und verhindert, dass die digitale Hilfe den eigentlichen Besuch verdrängt.

Technischer Rahmen und praktische Erwartungen

Die Anwendung ist kostenlos erhältlich und läuft ab iOS beziehungsweise Android 8.0. Für viele ältere Geräte ist das grundsätzlich eine niedrige Einstiegshürde, trotzdem sollte man vor dem Besuch prüfen, ob das eigene Smartphone noch ausreichend flüssig arbeitet und genug Akkuladung hat. Gerade Karten- und Standortfunktionen können unterwegs mehr Energie verbrauchen als eine einfache Text-App. Eine Powerbank ist bei einem langen Tag deshalb eine vernünftige Begleitung, unabhängig davon, welche Anwendung man nutzt.

Die aktuelle Version ist 1.9.5. Das spricht für ein Produkt, das weiter gepflegt wird, sagt aber allein nichts darüber aus, wie reibungslos jede einzelne Situation funktioniert. Ich würde vor einem wichtigen Ausflug nicht erst am Eingang ein Update oder eine erste Einrichtung beginnen. Besser ist ein kurzer Test zu Hause: App öffnen, Karte ansehen, die Bedienung mit einer vertrauten Person durchgehen und das Smartphone so einstellen, dass die Inhalte gut lesbar sind.

Mit über zehntausend Installationen ist die Anwendung sichtbar genutzt, bleibt aber ein spezialisiertes Angebot für einen bestimmten Ort. Das ist kein Nachteil an sich. Im Gegenteil: Eine kleinere, klar abgegrenzte Nutzerbasis kann sinnvoll sein, wenn die Inhalte genau auf den Besuch zugeschnitten sind. Man sollte nur nicht dieselbe Ausgereiftheit und Funktionsbreite erwarten wie bei großen, weltweit verwendeten Navigationsdiensten.

Die Bewertung von 3,6 zeigt für mich, dass die App nicht bei allen Nutzern gleichermaßen überzeugt. Ich würde daraus weder ein pauschales Abraten noch eine uneingeschränkte Empfehlung ableiten. Bei einer solchen Spezial-App hängt viel davon ab, ob die eigenen Erwartungen zur Aufgabe passen. Wer eine digitale Wilhelma-Karte mit Informationen sucht, kann einen klaren Nutzen haben. Wer umfassende Barrierefreiheitsangaben, Reiseplanung und universelle Navigation in einem Paket erwartet, sollte seine Anforderungen genauer prüfen.

Verbleibende Hürden im inklusiven Besuch

Die größte offene Frage in der Praxis ist für mich nicht die Existenz einer Karte, sondern die Tiefe der Informationen. Für einen wirklich barrierearmen Besuch wären Details zu Wegbeschaffenheit, Steigungen, Sitzmöglichkeiten, zugänglichen Toiletten, Ruhebereichen und möglichen Hindernissen besonders wertvoll. Eine interaktive Orientierung kann solche Bedürfnisse unterstützen, wenn sie entsprechend aufbereitet ist; aus der bloßen Kartenfunktion folgt das jedoch nicht automatisch.

Auch die Abhängigkeit von einem Smartphone kann zur Hürde werden. Ein leerer Akku, schlechte Sicht bei starkem Sonnenlicht oder eine Person, die Touchscreens nicht sicher bedienen kann, schränken den Nutzen ein. Deshalb sollte die App niemals die einzige Vorbereitung sein. Eine Begleitperson, ein vorher besprochener Treffpunkt und ein grober Plan bleiben sinnvoll. Das gilt besonders für Gruppen, in denen nicht alle dieselben körperlichen oder sensorischen Möglichkeiten haben.

Für Menschen mit kognitiven Belastungen kann eine klare, reduzierte Nutzung hilfreich sein, während eine überfüllte Karte eher überfordert. Ich würde deshalb nur die Informationen aufrufen, die im jeweiligen Moment gebraucht werden. Ein zu detaillierter Rundgang mit vielen Zwischenzielen kann genauso unpraktisch sein wie völlige Orientierungslosigkeit. Weniger Stationen und klare Entscheidungspunkte sind oft die bessere Lösung.

Bei Kindern mit besonderem Unterstützungsbedarf kann die App vor allem vor dem Besuch helfen: Man kann gemeinsam erklären, dass das Smartphone nur an bestimmten Stellen zum Einsatz kommt und der Rundgang jederzeit angepasst werden darf. Dadurch entsteht ein vorhersehbarer Ablauf, ohne dass der Tag vollständig durchgeplant sein muss. Für akute Reizüberflutung oder notwendige Rückzugsorte braucht es aber weiterhin die Beobachtung der Begleitpersonen und Informationen vor Ort.

Diese Grenzen schmälern den Nutzen nicht, sie setzen ihn nur in den richtigen Rahmen. Digitale Orientierung ist ein Baustein für Zugänglichkeit, kein Ersatz für zugängliche Wege, verständliche Beschilderung und persönliche Unterstützung. Genau mit dieser Erwartung würde ich die Anwendung installieren.

Mein inklusives Urteil zur Wilhelma-App

Nach meiner Einschätzung ist Wilhelma eine sinnvolle Begleitung für Menschen, die ihren Besuch besser strukturieren und Informationen direkt am Ausflugsort nutzen möchten. Ihre Stärke liegt in der Spezialisierung: Statt eine allgemeine Karten-App mühsam auf einen Zoobesuch zu übertragen, bekommt man eine auf die Wilhelma ausgerichtete Orientierung. Das kann Erstbesuchern, Familien und Gruppen mit unterschiedlichen Interessen spürbar helfen.

Besonders positiv finde ich den möglichen Nutzen für die gemeinsame Planung. Eine Person muss nicht allein den Weg kennen, und ein Besuch lässt sich leichter in überschaubare Abschnitte teilen. Das unterstützt unterschiedliche Tempi und kann Unsicherheit reduzieren. Für Menschen mit motorischen, visuellen oder kognitiven Einschränkungen ist das wertvoll, solange die App als Unterstützung und nicht als vollständige Barrierefreiheitslösung verstanden wird.

Meine Empfehlung fällt deshalb bewusst differenziert aus. Installieren würde ich sie vor allem dann, wenn du die Wilhelma zum ersten Mal besuchst, nur begrenzte Zeit hast oder mit einer Gruppe unterwegs bist, deren Bedürfnisse auseinandergehen. Plane den Rundgang vorab grob, stelle die Lesbarkeit des Displays passend ein und nutze die Karte nur an den nötigen Entscheidungspunkten. Für Anreise, Außenbereiche und allgemeine Navigation solltest du weiterhin eine gewöhnliche Karten-App bereithalten.

Überspringen kannst du sie, wenn du lieber vollständig analog unterwegs bist, das Gelände bereits gut kennst oder eine einzige Anwendung für sämtliche Barrierefreiheits- und Reiseinformationen erwartest. Als kostenlose, ortsbezogene Hilfe ist sie dennoch einen Versuch wert. Sie macht den Besuch nicht automatisch barrierefrei, kann aber dabei helfen, Wege, Erwartungen und Gruppeninteressen besser zusammenzubringen. Genau darin sehe ich ihren ehrlichsten Wert.

Unknown

Was ist die Wilhelma-App und wofür kann ich sie nutzen?

Die Wilhelma-App ist ein digitaler Begleiter für den Besuch des zoologisch-botanischen Gartens in Stuttgart. Sie kann dabei helfen, sich vor dem Besuch über Tiere, Pflanzen, Anlagen und aktuelle Informationen zu informieren. Je nach Version können außerdem Lagepläne, Hinweise zu Öffnungszeiten, Veranstaltungen oder besonderen Angeboten enthalten sein. Sie ersetzt jedoch nicht automatisch alle Informationen vor Ort.


Funktioniert die Wilhelma-App auch ohne Internetverbindung?

Ob die Wilhelma-App vollständig offline funktioniert, hängt von der jeweiligen Version und den angebotenen Inhalten ab. Grundlegende Informationen oder ein zuvor geladener Lageplan können möglicherweise auch ohne aktive Verbindung verfügbar sein. Für aktuelle Meldungen, digitale Inhalte, Navigation oder externe Links wird normalerweise eine Internetverbindung benötigt. Es ist daher sinnvoll, wichtige Informationen vor der Anreise zu öffnen.


Kann ich mit der Wilhelma-App Tickets kaufen oder Eintrittskarten vorzeigen?

Die App kann je nach Ausbaustufe Informationen zum Ticketkauf, zu Preisen und zu den Besuchsbedingungen bereitstellen. Ob Eintrittskarten direkt in der App gekauft, gespeichert oder als digitales Ticket vorgezeigt werden können, sollte vor dem Download beziehungsweise vor dem Besuch geprüft werden. Für bestimmte Ticketarten, Ermäßigungen oder Reservierungen können weiterhin offizielle Verkaufsstellen oder die Wilhelma-Website erforderlich sein.


Welche Funktionen sind für Familien und Kinder besonders nützlich?

Für Familien kann die Wilhelma-App besonders hilfreich sein, weil sie Orientierung auf dem weitläufigen Gelände erleichtert und Informationen zu Tieren, Pflanzen sowie verschiedenen Anlagen bündelt. Je nach Version können kindgerechte Inhalte, Entdeckungstouren, Hinweise zu Veranstaltungen oder Empfehlungen für familienfreundliche Bereiche vorhanden sein. Eltern sollten dennoch beachten, dass digitale Angebote nicht alle praktischen Fragen zu Wickelmöglichkeiten, Gastronomie oder Barrierefreiheit ersetzen.


Welche persönlichen Daten benötigt die Wilhelma-App und welche Berechtigungen sind erforderlich?

Vor der Nutzung sollte man prüfen, welche Berechtigungen die Wilhelma-App anfordert. Für eine Standortanzeige oder Navigation kann beispielsweise der Zugriff auf den Standort sinnvoll sein, während Benachrichtigungen optionale Hinweise zu Veranstaltungen oder aktuellen Informationen ermöglichen. Nicht jede Berechtigung ist zwingend notwendig. Wer möglichst datensparsam bleiben möchte, kann optionale Zugriffe ablehnen und die Datenschutzerklärung des Anbieters lesen.


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