VVS Mobil - Fahrplan & Tickets
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- Abfahrtszeiten und Verbindungen lassen sich schnell für viele Haltestellen abrufen.
- Tickets können direkt in der App gekauft und digital vorgezeigt werden.
- Favoriten erleichtern den Zugriff auf häufig genutzte Haltestellen und Strecken.
- Echtzeitinformationen helfen bei Verspätungen und kurzfristigen Änderungen.
- Die App verbindet Fahrplanauskunft und Ticketkauf in einer zentralen Anwendung.
Nachteile
- Für den Ticketkauf ist meist eine Registrierung mit persönlichen Daten erforderlich.
- Echtzeitdaten sind nicht bei allen Linien oder Verkehrsunternehmen verfügbar.
- Bei schwacher Internetverbindung können Fahrplanabfragen länger dauern.
- Die Vielzahl an Tarifoptionen wirkt für neue Nutzer teilweise unübersichtlich.
- Je nach Gerät und Systemeinstellungen kann der Akkuverbrauch spürbar steigen.
Wer im Raum Stuttgart regelmäßig Bus und Bahn nutzt, braucht im Alltag meist keine spektakuläre App, sondern eine, die in einem stressigen Moment schnell eine verständliche Verbindung und das passende Ticket zeigt. Genau dort setzt VVS Mobil an. Ich habe die App als Begleiter für Fahrpläne, Verbindungen, Tickets und Informationen im VVS-Gebiet betrachtet und dabei besonders darauf geachtet, wie gut sie sich in unterschiedlichen Alltagssituationen nutzen lässt: unterwegs, mit wenig Zeit, bei eingeschränkter Aufmerksamkeit oder wenn Lesen und Tippen gerade nicht leichtfallen.
Die Anwendung gehört zu den Karten- und Navigations-Apps und wird von der Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart GmbH entwickelt. Sie ist kostenlos erhältlich und richtet sich mit der Altersfreigabe USK ab 0 Jahren grundsätzlich an ein breites Publikum. Die aktuelle Fassung ist Version 1.0.5.2728128; veröffentlicht wurde sie am 06.06.2025. Im Store kommt sie auf einen Durchschnitt von 4,1 bei rund 3.800 Bewertungen und mehr als 100.000 Installationen. Für mich ist das ein Hinweis auf eine bereits sichtbare Nutzung, aber nicht automatisch ein Beweis dafür, dass jede Verbindung oder jeder Bedienweg für alle Menschen gleich gut funktioniert.
Lesbarkeit und Navigation im täglichen Gebrauch
Der wichtigste Weg bleibt schnell auffindbar
Die Stärke von VVS Mobil liegt in der klaren Grundidee: Start und Ziel eingeben, Verbindung prüfen, bei Bedarf ein Ticket auswählen und die Fahrt beginnen. Das klingt selbstverständlich, ist aber gerade bei einer regionalen Verkehrs-App entscheidend. Ich möchte nicht erst durch allgemeine Kartenfunktionen, touristische Hinweise oder überladene Menüs gehen, wenn ich morgens zur Arbeit muss. Die Anwendung konzentriert sich auf den öffentlichen Verkehr im VVS-Gebiet und wirkt dadurch zweckmäßiger als eine allgemeine Karten-App, die neben Bus und Bahn auch Autofahrten, Geschäfte und viele andere Informationen gleichrangig präsentiert.
Für neue Nutzer ist hilfreich, dass die App nicht nur als Fahrplan gedacht ist. Der praktische Ablauf verbindet die Suche mit der Frage, wie ich tatsächlich weiterfahre. Wer nur eine Abfahrtszeit nachsehen will, kann die App entsprechend knapp verwenden. Wer unterwegs ein Ticket benötigt, bleibt dagegen im selben Umfeld. Diese Verbindung zwischen Information und Handlung spart im besten Fall einen zusätzlichen Wechsel zu einer anderen Anwendung.
Ich würde trotzdem empfehlen, die wichtigsten Suchangaben bewusst zu prüfen. Ein Ziel kann mehrere Haltestellen mit ähnlichen Namen haben, und gerade in Stuttgart ist die Kombination aus S-Bahn, Stadtbahn, Bus und Umstiegen nicht immer auf den ersten Blick selbsterklärend. Ein kurzer Blick auf Haltestellenname, Richtung und Umsteigeort verhindert mehr Missverständnisse als ein blindes Vertrauen in die erste vorgeschlagene Verbindung.
Lesbarkeit ist mehr als große Schrift
Bei einer Fahrplan-App zählt nicht nur, ob Text grundsätzlich lesbar ist. Wichtig ist auch, ob ich schnell erkenne, was gerade relevant ist: Abfahrtszeit, Linie, Richtung, Gleis oder Haltestelle und mögliche Umstiege. VVS Mobil ist besonders dann angenehm, wenn die Darstellung diese Informationen nicht mit nebensächlichen Details konkurrieren lässt. Für Menschen, die mit kleinen Schriften oder dicht gepackten Listen Schwierigkeiten haben, kann die konkrete Bildschirmdarstellung allerdings stärker vom verwendeten Smartphone und dessen Systemeinstellungen abhängen.
Wer eine größere Systemschrift benötigt, sollte nach der Einrichtung direkt testen, ob Suchfelder, Verbindungsdetails und Ticketansichten noch vollständig verständlich bleiben. Das ist ein sinnvoller Schritt vor der ersten wichtigen Fahrt, nicht erst am Bahnsteig. Eine App kann mit vergrößerter Schrift besser lesbar werden, während einzelne Inhalte gleichzeitig mehr Platz benötigen. Für mich gehört dieser Test deshalb zur Vorbereitung genauso wie das Speichern einer vertrauten Verbindung.
Auch sprachliche Klarheit spielt eine Rolle. Verkehrsbegriffe wie Umstieg, Richtung oder Tarif können für regelmäßige Fahrgäste selbstverständlich sein, für Besucher und gelegentliche Nutzer aber nicht. VVS Mobil ist am stärksten, wenn man bereits grob weiß, wie der regionale Nahverkehr funktioniert. Wer zum ersten Mal im VVS-Gebiet unterwegs ist, sollte die vorgeschlagene Route nicht nur nach der Uhrzeit beurteilen, sondern auch nach der Zahl der Wechsel und der Verständlichkeit des Weges.
Ein realistischer Morgen mit wenig Zeit
Stell dir vor, ich verlasse an einem regnerischen Morgen die Wohnung und muss zu einem Termin in der Innenstadt. Ich öffne VVS Mobil, suche die Verbindung ab meiner nahegelegenen Haltestelle und vergleiche nicht nur die schnellste, sondern auch eine Route mit weniger Umstiegen. Danach prüfe ich, ob ich das benötigte Ticket direkt in der App erledigen kann. Dieser Ablauf ist für mich überzeugender als die Nutzung einer allgemeinen Karten-App, weil Fahrplan und Fahrschein in einem regional passenden Zusammenhang stehen.
Der entscheidende Tipp ist, nicht erst beim Einsteigen mit der Suche zu beginnen. Wenn ich die Verbindung noch in Ruhe auswähle, kann ich bei ähnlichen Haltestellennamen, knappen Umstiegszeiten oder einer ungewohnten Linienführung genauer hinsehen. Für Menschen mit Konzentrationsproblemen, geringer Ortskenntnis oder Stress unterwegs ist dieser kleine Vorlauf besonders wertvoll. Er reduziert nicht jede Unsicherheit, verschiebt die schwierigen Entscheidungen aber in einen ruhigeren Moment.
Motorische und sensorische Anforderungen
Weniger Tippen kann einen großen Unterschied machen
Eine Fahrplan-App wird oft mit einer Hand und unter ungünstigen Bedingungen bedient: im Stehen, mit Tasche, Handschuhen oder während man gleichzeitig auf den Bahnsteig achtet. VVS Mobil ist deshalb dann gut zugänglich, wenn die wichtigsten Aktionen mit wenigen, eindeutig erkennbaren Eingaben erreichbar sind. Die Suche nach Start und Ziel sollte möglichst nicht verlangen, dass ich lange Texte exakt eintippe. Für häufige Wege lohnt es sich, vertraute Ausgangspunkte und Ziele auf die Weise vorzubereiten, die die App anbietet, statt jedes Mal komplett neu zu beginnen.
Wer motorisch eingeschränkt ist oder ungern kleine Schaltflächen trifft, sollte die Ticketstrecke vor einer echten Fahrt ausprobieren. Ein Ticketkauf ist kein Bereich, in dem ich mich auf spontane Experimente verlassen möchte. Die App ist zwar kostenlos, ein Fahrschein innerhalb der Anwendung kann dennoch eine bewusste Auswahl und eine korrekte Eingabe erfordern. Ich würde vor dem Losfahren klären, welche Angaben gebraucht werden und an welcher Stelle die endgültige Bestätigung erfolgt.
Das ist auch für ältere Menschen oder Nutzer mit wenig Smartphone-Erfahrung wichtig. Ein übersichtlicher Start hilft, aber die eigentliche Hürde entsteht manchmal erst beim Wechsel von der Verbindungssuche zum Ticket. Eine App, die Fahrplan und Ticket zusammenführt, spart zwar den App-Wechsel, verlangt dafür aber, dass man beide Aufgaben in derselben Bedienlogik versteht.
Sehen, hören und gleichzeitig orientiert bleiben
Für Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen ist eine reine Abfahrtszeit nicht ausreichend. Entscheidend ist, ob die gesamte Fahrt nachvollziehbar bleibt: Wo steige ich ein, welche Linie nehme ich, wo wechsle ich und wann muss ich aufmerksam werden? Ich würde Verbindungsdetails deshalb immer vollständig öffnen und nicht nur die kurze Zusammenfassung verwenden. Eine Route mit einer Minute weniger Fahrzeit kann im Alltag schlechter sein, wenn sie einen zusätzlichen oder schwer verständlichen Umstieg enthält.
Wer auf Screenreader, stärkere Kontraste oder eine bestimmte Bedienungshilfe des Betriebssystems angewiesen ist, sollte VVS Mobil mit diesen Einstellungen praktisch testen. Ich würde daraus keine allgemeine Zusage ableiten, dass jede Ansicht gleich gut unterstützt wird. Gerade dynamische Fahrplaninformationen und Ticketdialoge können sich anders verhalten als statische Texte. Für eine wichtige Fahrt ist es sinnvoll, eine vertraute Verbindung vorher einmal mit den eigenen Einstellungen durchzugehen.
Menschen mit Hörbeeinträchtigung profitieren grundsätzlich davon, dass wichtige Reiseinformationen nicht ausschließlich akustisch vermittelt werden. In einer lauten Umgebung, in der Durchsagen schwer verständlich sind, kann eine schriftliche Kontrolle in der App zusätzliche Sicherheit geben. Sie ersetzt aber nicht automatisch die Aufmerksamkeit für Anzeigen am Bahnhof oder Änderungen vor Ort. Ich würde VVS Mobil als ergänzende Informationsquelle nutzen, nicht als einzigen Kanal, wenn die Situation unübersichtlich ist.
Farben, Stress und kognitive Last
Farben und Symbole können Verbindungen schnell erfassbar machen, dürfen aber nicht die einzige Orientierung sein. Nutzer mit Farbsehschwäche sollten prüfen, ob Linien, Statusangaben und Hervorhebungen auch über Text und Position verständlich bleiben. Das ist ein persönlicher Praxistest, den ich bei jeder Verkehrs-App ernst nehme, weil eine farbliche Unterscheidung auf dem eigenen Bildschirm anders wirken kann als in einer idealen Darstellung.
Auch kognitiv kann eine App entweder entlasten oder überfordern. VVS Mobil ist für mich dann am nützlichsten, wenn ich eine konkrete Frage stelle: Wie komme ich von A nach B, wann fährt die nächste passende Verbindung, und welches Ticket brauche ich? Schwieriger wird es, wenn ich während einer Störung mehrere Alternativen vergleichen muss. In diesem Moment hilft es, nur zwei realistische Routen gegenüberzustellen und die Zahl der Umstiege sowie die Wegführung einzubeziehen, statt ausschließlich auf die kürzeste Reisezeit zu schauen.
Unterwegs, offline und in besonderen Situationen
Die App passt gut zum regionalen Pendelalltag
Für regelmäßige Fahrten im VVS-Gebiet ist die regionale Ausrichtung ein echter Vorteil. Eine allgemeine Karten-App kann zwar ebenfalls öffentliche Verbindungen anzeigen, behandelt den Nahverkehr aber häufig als eine von mehreren Möglichkeiten. VVS Mobil setzt den Schwerpunkt dort, wo Pendler, Schüler, Studierende, Besucher und Gelegenheitsfahrer ihn brauchen: bei Fahrplänen, Tickets und regionalen Verkehrsinformationen.
Ich finde die App besonders sinnvoll für Menschen, die zwischen mehreren Verkehrsmitteln wechseln und nicht jedes Mal eine andere Quelle öffnen möchten. Ein typischer Fall ist die Kombination aus einem kurzen Busweg, einer Stadtbahn und einem anschließenden Fußweg. Eine reine Ticket-App wäre dafür zu eng, eine reine Karten-App möglicherweise zu allgemein. VVS Mobil liegt genau dazwischen und verbindet die Reiseplanung mit dem Fahrschein.
Für Touristen oder Personen, die nur gelegentlich in Stuttgart sind, ist die App ebenfalls interessant, sofern die Fahrt vollständig im VVS-Kontext liegt. Wer regelmäßig über Verbundgrenzen hinweg reist, sollte dagegen genau prüfen, ob die gewünschte Strecke und das Ticket zur eigenen Reise passen. Für solche Fahrten kann die App des jeweiligen Verkehrsunternehmens oder eine überregionale Bahn-App die bessere Ergänzung sein. VVS Mobil ist keine universelle Lösung für jede Reise durch Deutschland.
Was ich vor dem Losfahren erledigen würde
Vor einer wichtigen Fahrt würde ich zuerst die App öffnen, Start und Ziel mit den vollständigen Haltestellennamen eingeben und eine Route mit überschaubaren Umstiegen auswählen. Danach würde ich den Ticketbereich prüfen, statt erst am Automaten oder im Fahrzeug darüber nachzudenken. Dieser Ablauf ist nicht nur bequem, sondern auch inklusiver: Menschen, die langsamer lesen, weniger sicher tippen oder in Menschenmengen schnell den Überblick verlieren, gewinnen dadurch Zeit.
Ich würde außerdem einen Screenshot der wesentlichen Verbindungsdetails nur als persönliche Notiz betrachten, nicht als Ersatz für aktuelle Informationen. Fahrpläne können sich ändern, und ein statisches Bild verliert schnell an Wert. Für Nutzer mit schwacher Datenverbindung oder leerem Akku bleibt deshalb eine kleine analoge Reserve sinnvoll: Haltestelle, Linie und Ziel kurz notieren. Die App kann die Reiseplanung stark vereinfachen, aber sie nimmt dem Smartphone nicht seine Abhängigkeit von Strom und einer funktionierenden Verbindung.
Gerade für blinde oder sehbehinderte Nutzer ist die Vorbereitung noch wichtiger. Eine vertraute Route lässt sich leichter mit den eigenen Hilfsmitteln bewältigen als eine spontane Verbindung mit mehreren unbekannten Wechseln. Ich würde vor der Fahrt prüfen, ob die ausgewählten Informationen mit der bevorzugten Assistenztechnik zugänglich sind, und bei einem neuen Weg eine Begleitperson oder zusätzliche Orientierung einplanen, wenn die Umgebung selbst schwierig ist.
Ticketkauf und Verantwortung bei der Auswahl
Dass VVS Mobil Tickets anbietet, ist im Alltag praktisch, bringt aber eine wichtige Verantwortung mit sich: Ich muss das richtige Ticket für Strecke, Zeitraum und Personengruppe auswählen. Die App kann den Prozess führen, aber sie kann mir die persönliche Prüfung nicht abnehmen. Besonders bei Kindern, Ermäßigungen, mehreren Reisenden oder besonderen Fahrtanlässen würde ich die Angaben langsam lesen und nicht einfach die erstbeste Option bestätigen.
Für Menschen mit eingeschränkter Feinmotorik ist der digitale Kauf möglicherweise angenehmer als ein kleiner Automat mit vielen Tasten. Für andere kann gerade die Eingabe von Zahlungs- oder Personendaten die größere Hürde sein. Deshalb sehe ich den Ticketbereich nicht pauschal als barriereärmer an. Er ist eine zusätzliche Möglichkeit, die je nach Person besser oder schlechter funktioniert als ein Automat, ein Kundenzentrum oder der Kauf über eine andere etablierte Verkaufsstelle.
Verbleibende Barrieren und sinnvolle Alternativen
Wo die App nicht die ganze Reise abdeckt
Die größte Einschränkung ist für mich die regionale Bindung. Wer ausschließlich im VVS-Gebiet unterwegs ist, erhält eine fokussierte Lösung. Wer aber häufig über die Verbundgrenze fährt, Fernverkehr einbezieht oder komplexe Reisen mit mehreren Tarifsystemen plant, braucht wahrscheinlich eine zusätzliche Anwendung. Eine überregionale Bahn-App kann bei solchen Strecken die bessere Übersicht bieten, während VVS Mobil für den lokalen Abschnitt weiterhin nützlich bleibt.
Auch die App selbst kann nicht jede Barriere der Umgebung lösen. Eine verständliche Verbindung hilft wenig, wenn der Weg zur Haltestelle nicht zugänglich ist, ein Aufzug ausfällt oder der Bahnsteig vor Ort schwer auffindbar bleibt. Ich würde deshalb bei Mobilitätseinschränkungen nicht nur auf die Fahrzeit achten, sondern auf die Zahl der Wechsel, die Länge der Fußwege und die Vertrautheit der Haltestellen. Wenn ein Weg körperlich oder sensorisch zu anspruchsvoll ist, ist die vermeintlich schnellste Verbindung nicht automatisch die beste.
Für Nutzer ohne Smartphone, mit leerem Akku oder ohne sichere digitale Zahlungsmöglichkeit bleibt der klassische Zugang wichtig. VVS Mobil ersetzt weder Beratung noch alle analogen Verkaufswege. Das ist kein spezieller Fehler dieser App, aber eine klare Grenze des digitalen Ansatzes. Eine inklusive Verkehrsplanung braucht mehrere Zugänge, und ich würde niemandem empfehlen, sich ausschließlich auf eine einzelne App zu verlassen.
Wann ich eine andere Lösung wählen würde
Ich würde eine allgemeine Karten-App bevorzugen, wenn ich neben dem Nahverkehr auch einen sehr genauen Fußweg, einen Treffpunkt oder eine Adresse außerhalb des regionalen Verkehrsnetzes planen muss. Für eine reine Fernverkehrsreise wäre eine überregionale Bahn-Anwendung naheliegender. Für Menschen, die bereits eine gut funktionierende Assistenzlösung mit einer anderen App nutzen, kann ein Wechsel ebenfalls mehr Aufwand als Nutzen bringen.
VVS Mobil ist dagegen die passendere Wahl, wenn der Schwerpunkt auf alltäglichen Wegen innerhalb des VVS-Gebiets liegt und Fahrplan, Ticket und regionale Orientierung zusammengehören. Die App muss nicht alles können, um nützlich zu sein. Ihr Wert entsteht gerade durch diese Konzentration. Der entscheidende Trade-off lautet: weniger universell als eine große Kartenplattform, dafür näher am regionalen Nahverkehr und an den Aufgaben, die dort tatsächlich anfallen.
Mein inklusives Urteil
Ich empfehle VVS Mobil vor allem Menschen, die im VVS-Gebiet regelmäßig oder gelegentlich mit Bus und Bahn fahren und eine kostenlose, regionale Kombination aus Fahrplanauskunft und Ticketfunktion suchen. Die App kann Wege vereinfachen, weil sie die wichtigsten Verkehrsschritte in einem Werkzeug bündelt. Für Pendler ist sie praktisch, für Besucher zugänglich genug, um eine konkrete Fahrt vorzubereiten, und für viele Nutzer angenehmer als der Wechsel zwischen allgemeiner Karten-App und separatem Ticketangebot.
Bei unterschiedlichen Fähigkeiten fällt mein Urteil positiv, aber bewusst vorsichtig aus. Die regionale Fokussierung, die Möglichkeit zur Vorbereitung und die schriftliche Kontrolle von Verbindungen können Menschen in verschiedenen Situationen unterstützen. Gleichzeitig sollte niemand aus der Existenz dieser Funktionen automatisch auf vollständige Barrierefreiheit schließen. Größere Schrift, Screenreader, Farbkontraste, motorische Bedienung und komplexe Ticketauswahl müssen mit dem eigenen Gerät und den persönlichen Bedürfnissen ausprobiert werden.
Mein konkreter Rat lautet: Installiere die App nicht erst in dem Moment, in dem du bereits am Bahnsteig stehst. Suche eine bekannte Strecke in Ruhe, prüfe die Lesbarkeit mit deinen Systemeinstellungen, öffne die vollständigen Verbindungsdetails und spiele den Ticketkauf einmal gedanklich oder praktisch durch. Wenn das funktioniert, kann VVS Mobil im Alltag viel Druck herausnehmen. Wenn du regelmäßig über das VVS-Gebiet hinausfährst, auf eine spezielle Assistenztechnik angewiesen bist oder komplexe Reisen planst, solltest du sie eher als regionale Ergänzung und nicht als alleinige Lösung betrachten.
Unterm Strich ist VVS Mobil für mich eine zweckmäßige Verkehrs-App mit einem klaren regionalen Nutzen. Sie gewinnt nicht durch unnötige Extras, sondern dadurch, dass sie die Fragen beantwortet, die unterwegs wirklich zählen. Die beste Nutzung entsteht, wenn du die App zur Vorbereitung und Orientierung einsetzt, aber deine eigene Prüfung der Route und die Bedingungen vor Ort nicht aus der Hand gibst.
Unknown
Was ist VVS Mobil – Fahrplan & Tickets und wofür kann ich die App nutzen?
VVS Mobil ist die offizielle App des Verkehrs- und Tarifverbunds Stuttgart. Sie können damit Verbindungen für Busse und Bahnen im VVS-Gebiet suchen, Abfahrtszeiten prüfen, Haltestellen in der Nähe finden und je nach Verfügbarkeit Tickets direkt über das Smartphone kaufen. Besonders praktisch ist die Kombination aus Fahrplanauskunft, Echtzeitinformationen und digitalem Ticket in einer Anwendung.
Kann ich mit VVS Mobil Tickets direkt in der App kaufen?
Ja, die App bietet den Kauf verschiedener VVS-Fahrscheine direkt auf dem Smartphone an. Welche Ticketarten verfügbar sind, hängt unter anderem von Strecke, Tarif, Nutzerkonto und aktuellen VVS-Angeboten ab. Vor dem Kauf sollten Sie die Angaben zu Gültigkeitsbereich, Startzeit, Preis und persönlichen Voraussetzungen sorgfältig kontrollieren. Ein gekauftes digitales Ticket sollte während der Fahrt auf dem Gerät verfügbar sein.
Wie zuverlässig sind die Fahrplan- und Echtzeitinformationen in VVS Mobil?
Die App greift auf Fahrplandaten des VVS zurück und zeigt, sofern entsprechende Daten vorliegen, auch aktuelle Informationen zu Verspätungen, Ausfällen oder Änderungen an. Trotzdem sollten Sie beachten, dass Echtzeitdaten nicht immer vollständig oder sofort verfügbar sind. Bei wichtigen Terminen lohnt es sich, die Verbindung kurz vor der Abfahrt erneut zu prüfen und mögliche Baustellen oder Störungen zu berücksichtigen.
Benötige ich ein Benutzerkonto, um VVS Mobil zu verwenden?
Für grundlegende Funktionen wie die Fahrplanauskunft oder das Anzeigen von Haltestellen ist normalerweise nicht zwingend ein persönliches Konto erforderlich. Für den Ticketkauf, die Verwaltung von Zahlungsdaten oder bestimmte personalisierte Funktionen kann jedoch eine Registrierung beziehungsweise Anmeldung notwendig sein. Je nach Ticketart können außerdem zusätzliche Angaben verlangt werden. Die konkreten Voraussetzungen werden während des Kaufvorgangs angezeigt.
Funktioniert VVS Mobil auch ohne Internetverbindung und was sollte ich vor der Fahrt beachten?
Für eine aktuelle Verbindungssuche, Echtzeitdaten und den Ticketkauf benötigen Sie in der Regel eine Internetverbindung. Bereits geladene Informationen oder ein digitales Ticket können teilweise weiterhin angezeigt werden, allerdings sollten Sie sich nicht ausschließlich darauf verlassen. Öffnen Sie das Ticket vor Fahrtbeginn, laden Sie Ihr Smartphone ausreichend auf und stellen Sie sicher, dass Display und App bei einer Kontrolle schnell verfügbar sind.







