VLC Remote
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- Steuert VLC bequem vom Sofa aus per WLAN.
- Unterstützt grundlegende Wiedergabe- und Lautstärkefunktionen.
- Schneller Zugriff auf Pause
- Titelwechsel und Suchleiste.
- Praktisch für Laptop
- Desktop-PC oder Mediencenter.
- Spart den Gang zum Computer während der Wiedergabe.
Nachteile
- VLC muss auf dem Computer korrekt für Fernzugriff eingerichtet werden.
- Die Verbindung kann bei instabilem WLAN gelegentlich abbrechen.
- Nicht jede VLC-Funktion ist über die Fernbedienung verfügbar.
- Je nach Version können Einrichtung und Oberfläche veraltet wirken.
- Für mehrere VLC-Installationen kann die Verwaltung umständlich sein.
Bewertung von VLC Remote Appcracy
Wer VLC am Computer nutzt, kennt den kleinen Umweg: Der Film läuft bereits, aber zum Pausieren, Spulen oder Regeln der Lautstärke muss man trotzdem aufstehen und zur Tastatur greifen. Genau an dieser Stelle setzt VLC Remote von Hobbyist Software Ltd an. Die App verwandelt das Smartphone in eine Fernbedienung für den VLC Media Player auf Mac, PC oder Linux. Das klingt zunächst nach einer kleinen Bequemlichkeit, wird im Alltag aber erstaunlich schnell zu einer festen Gewohnheit.
Ich habe die Anwendung vor allem unter dem Gesichtspunkt betrachtet, ob sie nach dem ersten Aha-Moment dauerhaft nützlich bleibt. Eine Fernbedienungs-App ist schließlich nur dann ihr Geld wert, wenn sie zuverlässig funktioniert, schnell erreichbar ist und nicht selbst mehr Aufmerksamkeit verlangt als der Rechner. Mein Eindruck: Für Menschen, die regelmäßig VLC am Computer verwenden, kann sie diesen Platz verdienen. Wer dagegen nur gelegentlich ein Video abspielt oder eine vollständig automatische Streaming-Lösung erwartet, wird den Nutzen deutlich begrenzter finden.
Vom praktischen ersten Eindruck zur festen Gewohnheit
Warum die Idee sofort überzeugt
Die Stärke liegt in der Klarheit. VLC Remote versucht nicht, den Media Player neu zu erfinden, sondern verlagert die wichtigsten Bedienvorgänge auf das Gerät, das ohnehin neben mir liegt. Statt den Laptop aufzuklappen oder eine drahtlose Tastatur zu suchen, kann ich die Wiedergabe aus einiger Entfernung steuern. Gerade beim Fernsehen über einen angeschlossenen Rechner, bei einem Filmabend oder beim Abspielen von Musik im Hintergrund ist das angenehmer als die Bedienung direkt am Computer.
Die App gehört damit eher zu den spezialisierten Videoplayer- und Bearbeitungswerkzeugen als zu einer allgemeinen Medienplattform. Sie spielt Inhalte nicht als eigener Streamingdienst ab und ersetzt auch nicht VLC auf dem Desktop. Ihr Zweck ist enger, dafür verständlicher: Der vorhandene VLC Media Player wird aus der Distanz bedient. Diese Einschränkung ist kein versteckter Nachteil, sondern die wichtigste Voraussetzung dafür, dass man die Anwendung richtig einschätzt.
Die Einrichtung wirkt am überzeugendsten, wenn der Computer und das Smartphone bereits im selben Netzwerk zusammenarbeiten. Dann ist der Abstand zwischen „App installiert“ und „Wiedergabe steuerbar“ angenehm kurz. Trotzdem sollte man sich nicht von der schlichten Idee täuschen lassen: Eine Fernbedienung braucht eine funktionierende Verbindung zum Rechner. Wenn der VLC-Player nicht vorbereitet ist oder die Netzwerkkommunikation blockiert wird, kann die App nicht einfach zaubern.
Ein realistischer Abend mit der App
Ein typisches Beispiel ist für mich ein Filmabend im Wohnzimmer. Der Rechner steht am Fernseher, der Film läuft, und ich sitze einige Meter entfernt. Bei einer normalen Tastatur müsste ich entweder aufstehen oder ein zusätzliches Eingabegerät griffbereit haben. Mit VLC Remote kann ich die Wiedergabe anhalten, wenn jemand etwas sagen möchte, später weiterlaufen lassen und die Lautstärke anpassen, ohne den Filmplatz zu verlassen.
Der Vorteil zeigt sich besonders bei kleinen Unterbrechungen. Für einen einzelnen Film wäre das Aufstehen kein großes Problem. Bei längeren Wiedergabelisten, Musik im Hintergrund oder mehreren kurzen Videos summiert sich die Bequemlichkeit jedoch. Die App nimmt nicht eine spektakuläre Aufgabe ab, sondern viele kleine Handgriffe. Genau solche unscheinbaren Erleichterungen entscheiden oft darüber, ob eine App dauerhaft verwendet wird.
Auch beim Abspielen eigener Videodateien am Schreibtisch ist die Fernsteuerung sinnvoll. Ich kann den Rechner an einen größeren Bildschirm anschließen und trotzdem das Smartphone als Bedienoberfläche nutzen. Das ist eine andere Erfahrung als bei modernen Smart-TV-Apps, die bereits eine integrierte Fernbedienung besitzen: Hier bleibt VLC die zentrale Wiedergabeumgebung, während das Mobilgerät nur die Kontrolle übernimmt.
Was man beim Start praktisch beachten sollte
Wer die Anwendung zum ersten Mal einrichtet, sollte nicht nur auf dem Smartphone suchen. Entscheidend ist, dass VLC auf dem Computer für die Fernsteuerung erreichbar ist und beide Geräte sich gegenseitig finden können. Eine aktive Sicherheitssoftware, ein getrenntes Gastnetzwerk oder ein Wechsel zwischen WLAN und mobilen Daten kann die Verbindung stören. Wenn die App zunächst nicht reagiert, liegt das deshalb nicht automatisch an einem Fehler in der Bedienoberfläche.
Mein sinnvollster Tipp ist, die Einrichtung zu Hause dort zu testen, wo die App später hauptsächlich genutzt wird. Ein kurzer Test mit Pause, Wiedergabe und Lautstärke zeigt sofort, ob die Verbindung stabil genug ist. Wer den Rechner regelmäßig an unterschiedlichen Orten verwendet, sollte außerdem daran denken, dass die Netzwerkumgebung wichtiger ist als bei einer klassischen Infrarot-Fernbedienung. Das Smartphone muss nicht nur in Reichweite sein, sondern den VLC-Rechner auch erreichen können.
Die Anwendung kostet 3,19 Euro. Für mich ist das eine faire Entscheidung, wenn VLC bereits ein fester Bestandteil des eigenen Medienalltags ist. Wer nur neugierig ist und den Media Player selten am Fernseher oder aus der Entfernung bedient, sollte dagegen überlegen, ob eine kostenlose Tastatur- oder Mauslösung denselben Zweck erfüllt.
Der Wert im zweiten Monat und darüber hinaus
Warum der Nutzen nicht nur vom ersten Aha-Moment lebt
Viele Fernbedienungs-Apps wirken am ersten Tag beeindruckend und verschwinden dann aus dem Alltag. Bei VLC Remote hängt die Haltbarkeit weniger von neuen Reizen ab, sondern von der Häufigkeit einer wiederkehrenden Situation. Wenn ich regelmäßig Medien über VLC auf dem Computer abspiele, muss die App nichts weiter tun, als zuverlässig verfügbar sein. Gerade diese Bescheidenheit ist ihre langfristige Stärke.
Nach einiger Zeit wird die Anwendung nicht mehr als eigenständiges Produkt wahrgenommen, sondern als Teil des Wiedergabeablaufs. Ich öffne sie nicht, um eine besondere Funktion auszuprobieren, sondern weil sie schneller ist als der Weg zum Rechner. Das ist ein gutes Zeichen für eine Fernbedienung. Ihr Erfolg zeigt sich nicht in langen Sitzungen innerhalb der App, sondern darin, dass sie im richtigen Moment ohne Nachdenken funktioniert.
Das gilt besonders für Haushalte, in denen ein Computer als Medienzentrale dient. Vielleicht steht ein älterer Rechner am Fernseher, vielleicht werden lokale Dateien gesammelt, vielleicht wird VLC genutzt, weil er unterschiedliche Videoformate zuverlässig abspielt. In solchen Fällen kann die Fernbedienung mehrere kleine Geräte ersetzen: die Suche nach der Tastatur, das Aufstehen zum Computer und die Unterbrechung des laufenden Inhalts.
Für wen sich die Investition dauerhaft lohnt
Ich würde VLC Remote vor allem drei Gruppen empfehlen. Erstens eignet sich die App für Menschen, die VLC häufig am großen Bildschirm verwenden. Zweitens ist sie interessant für Nutzer, die lokale Medien abspielen und keine Lust auf eine zusätzliche Hardware-Fernbedienung haben. Drittens profitieren Personen davon, die Musik oder Videos am Computer laufen lassen und die Wiedergabe aus dem Raum heraus kontrollieren möchten.
Weniger passend ist sie für jemanden, der fast ausschließlich Netflix, YouTube oder andere Apps direkt auf einem Smart-TV nutzt. Dort bringt eine VLC-Fernbedienung keinen zusätzlichen Vorteil, weil VLC gar nicht die Wiedergabe übernimmt. Auch wer nur selten einen Computer mit dem Fernseher verbindet, wird den Kauf wahrscheinlich nicht als notwendig empfinden. In diesem Fall reicht oft die vorhandene Tastatur, eine Maus oder die Bedienung am Rechner.
Ein weiterer wichtiger Unterschied betrifft die Erwartung an die Medienverwaltung. Die App ist keine vollständige Bibliothek mit eigener Inhaltsauswahl, kein Ersatz für die VLC-Oberfläche am Computer und keine allgemeine Steuerzentrale für jedes Gerät im Haushalt. Wer eine einzige App für Fernseher, Streamingbox, Musiksystem und verschiedene Player sucht, ist mit einer universellen Fernbedienung möglicherweise besser bedient.
Konkrete Arbeitsabläufe, die im Alltag Zeit sparen
Ein unterschätzter Einsatz ist das Arbeiten mit längeren Wiedergabelisten. Wenn ich mehrere Videos nacheinander abspiele, möchte ich nicht jedes Mal zum Computer gehen, um zum nächsten Titel zu springen. Die Fernbedienung ist hier weniger ein Komfortspielzeug als eine praktische Begleitung für einen Ablauf, bei dem der Rechner bewusst außer Reichweite steht.
Auch beim Vorführen eigener Aufnahmen kann sie hilfreich sein. Der Computer bleibt am Bildschirm angeschlossen, während ich mich im Raum bewege und die Wiedergabe an passenden Stellen unterbreche. Das wirkt deutlich ruhiger, als ständig zur Tastatur zurückzukehren. Für private Präsentationen oder das gemeinsame Anschauen von Material ist diese Distanzbedienung ein konkreter Vorteil, selbst wenn die App ansonsten kaum genutzt wird.
Ein weiterer Tipp betrifft die Platzierung des Smartphones. Ich würde die App nicht erst im Moment einer Unterbrechung öffnen, sondern sie vor Beginn des Films starten und die Verbindung prüfen. Dadurch vermeidet man den ungünstigsten Fall: Der Inhalt läuft bereits, das Telefon ist gesperrt, und die App muss erst eine Verbindung neu aufbauen. Die zusätzliche Vorbereitung dauert nur kurz, macht den Ablauf aber spürbar verlässlicher.
Wie sie sich gegen gewöhnliche Alternativen schlägt
Gegen eine drahtlose Tastatur gewinnt VLC Remote vor allem bei der Einfachheit. Eine Tastatur bietet mehr Kontrolle und ist für die Bedienung des gesamten Computers überlegen. Sie nimmt aber mehr Platz ein und fühlt sich im Wohnzimmer weniger selbstverständlich an. Wenn es nur um Wiedergabe, Pause und Lautstärke geht, ist das Smartphone oft das angenehmere Werkzeug.
Gegen eine Maus hat die App einen ähnlichen Vorteil: Die Maus funktioniert zwar gut am Schreibtisch, ist aber aus einiger Entfernung unpraktisch. Eine klassische Fernbedienung kann wiederum schneller reagieren und braucht keine App-Oberfläche. Dafür muss sie vorhanden, kompatibel und geladen sein. VLC Remote ist besonders interessant für Nutzer, die bereits ein Smartphone zur Hand haben und keine weitere Hardware anschaffen möchten.
Universelle Fernbedienungs-Apps sind flexibler, können aber komplizierter wirken. Wenn der einzige relevante Player VLC auf einem Computer ist, erscheint mir eine spezialisierte Lösung sinnvoller als ein Werkzeug mit vielen ungenutzten Geräteprofilen. Der Tausch ist klar: weniger Breite, dafür ein direkterer Zweck. Genau deshalb sollte man die App nach dem eigenen Setup beurteilen und nicht nach dem Funktionsumfang allgemeiner Fernbedienungen.
Wartung, Reibung und die kleinen Gründe für Ermüdung
Was im laufenden Betrieb Aufmerksamkeit verlangt
Der größte Wartungsaufwand liegt nicht in der täglichen Bedienung, sondern in der Verbindung zwischen Smartphone, Netzwerk und VLC. Wenn sich die Adresse des Computers ändert, der Rechner in einem anderen Netzwerk landet oder VLC anders konfiguriert ist, kann die Fernbedienung ihre Verbindung verlieren. Das ist bei netzwerkbasierten Lösungen grundsätzlich eine zusätzliche Fehlerquelle, die eine einfache Tastatur nicht hat.
Für die meisten Nutzer dürfte diese Arbeit überschaubar bleiben, solange der Computer dauerhaft am selben Ort und im selben Heimnetz läuft. Wer jedoch häufig zwischen WLANs wechselt, den Rechner unterwegs verwendet oder mehrere Computer mit VLC steuern möchte, muss mit mehr Einrichtung und gelegentlicher Auswahl rechnen. Der Komfort ist dann nicht weg, aber er ist weniger unsichtbar.
Die aktuelle Version ist 5.60 (5138), und die Anwendung ist für Geräte ab Android 7.0 vorgesehen. Das macht sie auch für ältere kompatible Android-Geräte interessant, sofern diese Version unterstützt wird. Für mich ist das ein praktischer Punkt: Eine Fernbedienung muss nicht auf dem neuesten Smartphone laufen, um ihren Zweck zu erfüllen. Entscheidend bleibt vielmehr, ob das Gerät im Alltag schnell entsperrt und griffbereit ist.
Wo die Geduld auf die Probe gestellt wird
Die größte Frustration entsteht, wenn eine Aktion nicht sofort sichtbar ausgeführt wird. Bei einer Fernbedienung erwartet man eine direkte Reaktion. Netzwerkverzögerungen, ein eingeschlafener Computer oder eine unterbrochene Verbindung können diesen Eindruck schwächen. Selbst wenn die Ursache außerhalb der App liegt, erlebt der Nutzer zunächst nur: Die Pause hat nicht funktioniert.
Eine zweite Ermüdungsquelle ist die Abhängigkeit vom Smartphone. Das Telefon muss geladen, entsperrbar und verfügbar sein. Wenn es gerade für einen Anruf, eine Navigation oder eine andere Aufgabe gebraucht wird, ist die Fernbedienung weniger bequem als ein separates Gerät. Dieser Nachteil fällt bei kurzen Filmabenden kaum auf, wird aber bei häufiger Nutzung sichtbar.
Außerdem sollte man keine Steuerung erwarten, die sich wie eine physische Fernbedienung in völliger Dunkelheit anfühlt. Auf dem Smartphone muss ich zunächst die richtige App öffnen und die Oberfläche erkennen. Das ist immer noch angenehm, aber nicht ganz so unmittelbar wie ein blind ertasteter Knopf. Wer maximale Direktheit sucht, könnte mit einer Hardwarelösung zufriedener sein.
Wie sich die App langfristig pflegeleicht nutzen lässt
Ich würde die Fernbedienung möglichst einem festen Computer und einem festen Einsatzort zuordnen. Je weniger sich die Umgebung ändert, desto weniger muss ich später korrigieren. Vor einem längeren Abend lohnt sich ein kurzer Verbindungstest. Falls die App nicht reagiert, prüfe ich zuerst, ob VLC läuft, ob das Smartphone im richtigen WLAN ist und ob der Rechner erreichbar bleibt. Diese Reihenfolge spart mehr Zeit, als sofort die App neu zu installieren.
Es hilft auch, das Smartphone nicht als dauerhafte Medienzentrale zu behandeln. Die App soll einzelne Bedienvorgänge erleichtern, nicht den gesamten Computer ersetzen. Wenn ich sie nur für die Kontrolle verwende und die eigentliche Auswahl der Inhalte weiterhin am Rechner erledige, bleibt der Ablauf übersichtlich. Wer versucht, jede Medienaufgabe über das Telefon abzuwickeln, wird die Grenzen des Konzepts schneller spüren.
Mit einer durchschnittlichen Bewertung von 4,7 aus rund 2.100 Bewertungen und mehr als 50.000 Installationen wirkt die Anwendung für ihre spezielle Aufgabe etabliert. Diese Zahlen ersetzen keine Prüfung des eigenen Netzwerks, zeigen aber, dass die Idee nicht nur als kurzfristiger Versuch genutzt wird. Die Altersfreigabe USK ab 0 Jahren passt zum unproblematischen Zweck als Steuerungswerkzeug.
Die Rolle des Entwicklers und der Produktreife
Hobbyist Software Ltd steht hier nicht für eine große Medienplattform, sondern für ein klar abgegrenztes Werkzeug. Das beeinflusst meine Erwartung: Ich bewerte die App nicht danach, ob sie ständig neue Inhalte oder soziale Funktionen liefert, sondern danach, ob sie ihre eine Aufgabe über längere Zeit ordentlich erfüllt. Bei einer solchen Anwendung ist stabile Bedienbarkeit wertvoller als ein überladener Funktionskatalog.
Die App wurde am 10.05.2010 veröffentlicht und hat damit eine lange Geschichte hinter sich. Für eine Fernbedienung ist das relevant, weil der Nutzen nicht an einen kurzfristigen Trend gebunden ist. Gleichzeitig bedeutet ein langjähriges Produkt nicht automatisch, dass jede moderne Geräteumgebung perfekt abgedeckt wird. Ich würde deshalb vor dem Kauf besonders auf die eigene Kombination aus Android-Gerät, VLC-Rechner und Netzwerk achten.
Mein langfristiges Urteil nach dem Gewöhnungseffekt
Nach dem ersten Reiz bleibt bei VLC Remote eine nüchterne, aber echte Stärke: Sie entfernt einen wiederkehrenden kleinen Ärger aus dem Medienalltag. Sobald VLC am Computer regelmäßig aus einiger Entfernung bedient wird, fühlt sich die App nicht mehr wie ein Zusatz an, sondern wie die naheliegende Fernbedienung. Das ist genau die Art von Nutzen, die langfristig Bestand haben kann.
Ich würde sie nicht jedem VLC-Nutzer empfehlen. Wer den Player ausschließlich am Schreibtisch verwendet, braucht sie wahrscheinlich nicht. Wer überwiegend Streamingdienste oder Smart-TV-Apps nutzt, sollte ebenfalls eine andere Lösung wählen. Und wer eine universelle Steuerung für viele Geräte erwartet, wird mit einer breiter angelegten Fernbedienung besser aufgehoben sein.
Für den passenden Nutzer ist der Preis von 3,19 Euro jedoch leicht zu rechtfertigen. Die App spart keine großen Arbeitsstunden, aber sie verbessert viele kleine Momente: eine Pause ohne Aufstehen, ein nächster Titel aus dem Sessel, eine Lautstärkeänderung während eines Gesprächs oder eine Präsentation ohne Griff zur Tastatur. Ihr dauerhafter Wert entsteht durch wiederholte Bequemlichkeit, nicht durch spektakuläre Zusatzfunktionen.
Mein Rat an dich ist deshalb einfach: Wenn VLC dein bevorzugter Player am Mac, PC oder Linux-Rechner ist und dieser Rechner regelmäßig an einem entfernten Bildschirm läuft, ist VLC Remote eine sinnvolle Ergänzung. Richte die Verbindung einmal sorgfältig ein, teste sie am tatsächlichen Einsatzort und behalte eine Tastatur als Ausweichmöglichkeit. Dann kann die App über Monate hinweg genau das leisten, was sie verspricht: den VLC-Player aus der Entfernung angenehm steuerbar machen.
Für mich verdient sie damit durchaus einen festen Platz, allerdings nur in einem klar definierten Setup. Sie ersetzt keine Medienplattform und keine allgemeine Fernbedienung. Als spezialisierte Begleiterin für VLC bleibt sie aber überzeugend, weil sie ein konkretes Problem löst und sich nach der Eingewöhnung weitgehend aus dem Weg nimmt. Genau diese unaufdringliche Alltagstauglichkeit ist der Grund, warum ich sie Freunden mit einem passenden VLC-Setup empfehlen würde.
FAQ
Was ist VLC Remote und wofür kann ich die App verwenden?
VLC Remote ist eine Fernbedienungs-App, mit der sich der VLC Media Player auf einem Computer oder kompatiblen Gerät bequem über ein Android- oder iOS-Smartphone steuern lässt. Nach der Einrichtung können Sie unter anderem die Wiedergabe starten und pausieren, Titel wechseln, die Lautstärke anpassen, durch Videos spulen und häufig auch Wiedergabelisten verwalten, ohne direkt am Computer sitzen zu müssen.
Wie wird VLC Remote mit dem VLC Media Player verbunden?
Für die Verbindung müssen sich das Smartphone und der Computer normalerweise im selben WLAN befinden. Auf dem Computer wird VLC entsprechend für Fernsteuerung eingerichtet; je nach App-Version kann zusätzlich ein Hilfsprogramm oder eine bestimmte Schnittstelle erforderlich sein. Anschließend sucht VLC Remote nach verfügbaren Geräten oder Sie geben die Netzwerkdaten manuell ein. Eine Firewall oder ein Gastnetzwerk kann die Verbindung blockieren.
Funktioniert VLC Remote auch außerhalb des heimischen WLANs?
VLC Remote ist in erster Linie für die Steuerung innerhalb eines lokalen Netzwerks gedacht. Außerhalb des heimischen WLANs funktioniert die Verbindung nicht automatisch, da der Computer aus dem Internet erreichbar sein müsste. Eine Nutzung über das Mobilfunknetz kann zwar mit VPN oder einer sorgfältig konfigurierten Fernzugriffslösung möglich sein, erfordert jedoch zusätzliche Kenntnisse und sollte aus Sicherheitsgründen nicht ohne Schutzmaßnahmen eingerichtet werden.
Welche Funktionen bietet VLC Remote im Alltag?
Im täglichen Gebrauch bietet VLC Remote vor allem die wichtigsten Wiedergabesteuerungen an einem zentralen Ort. Dazu gehören Play, Pause, Vor- und Zurückspulen, Lautstärkeregelung, Stummschaltung und das Wechseln zwischen Medien. Je nach Version lassen sich außerdem Dateien auswählen, Untertitel oder Audiospuren ändern und Wiedergabelisten durchsuchen. Der genaue Funktionsumfang kann sich zwischen Android, iOS und verschiedenen VLC-Versionen unterscheiden.
Ist VLC Remote kostenlos und worauf sollte ich vor dem Download achten?
Ob VLC Remote kostenlos erhältlich ist, hängt von der konkreten App-Version und der jeweiligen Plattform ab. Vor dem Download sollten Sie deshalb den Namen des Entwicklers, Bewertungen, Aktualisierungsdatum und Angaben zu Berechtigungen im offiziellen App Store prüfen. Wichtig ist außerdem, dass die App allein keinen vollständigen VLC-Player ersetzt: Für die Fernsteuerung benötigen Sie in der Regel einen separat installierten und korrekt eingerichteten VLC Media Player.







