Ventor GP: Lagerverwalter

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Vorteile

  • Unterstützt zahlreiche Barcodescanner und erleichtert die schnelle Artikelerfassung.
  • Offline-Nutzung ermöglicht Inventuren auch ohne stabile Internetverbindung.
  • Anpassbare Lagerprozesse passen sich unterschiedlichen Betriebsabläufen an.
  • Synchronisation mit ERP-Systemen reduziert doppelte Dateneingaben.
  • Geeignet für mehrere Lager und komplexe Bestandsstrukturen.

Nachteile

  • Die Einrichtung kann ohne technisches Vorwissen zunächst anspruchsvoll sein.
  • Viele Funktionen richten sich eher an Unternehmen als an Privatanwender.
  • Für bestimmte Integrationen können zusätzliche Konfigurationen nötig sein.
  • Die Benutzeroberfläche wirkt auf kleineren Smartphone-Displays teilweise überladen.
  • Funktionsumfang und Nutzung können je nach ERP-System unterschiedlich ausfallen.
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Wenn du Odoo im Lager nicht nur am Schreibtisch, sondern direkt zwischen Regalen, Paletten und Wareneingängen nutzen möchtest, ist Ventor GP eine interessante Lösung. Ich habe die App als mobiles Werkzeug für Lagerprozesse betrachtet und dabei besonders darauf geachtet, wie verständlich die Navigation wirkt, wie gut sie sich in hektischen Situationen bedienen lässt und wo Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen an Grenzen stoßen. Mein Eindruck: Sie richtet sich klar an Unternehmen, die bereits mit Odoo Community Edition oder Enterprise Edition arbeiten und eine mobile Verbindung zu ihren Beständen brauchen.

Ventor GP ist eine kostenlose Business-App von Ventor Tech. Im Google-Play-Umfeld kommt sie auf über zehntausend Installationen, was eher für eine spezialisierte Unternehmenslösung als für eine allgemein bekannte Alltags-App spricht. Die Altersfreigabe „USK ab 0 Jahren“ ist für eine Lagerverwaltungs-App wenig überraschend. Wichtiger ist für mich, dass die Anwendung nicht versucht, ein komplettes Warenwirtschaftssystem für jeden anzubieten, sondern sich auf die mobile Arbeit rund um Odoo konzentriert.

Wie verständlich Ventor GP im Arbeitsalltag wirkt

Lesbarkeit und Navigation zwischen Lagerplätzen

Die zentrale Stärke liegt in der Nähe zum tatsächlichen Arbeitsablauf. Wer im Lager einen Artikel prüfen, eine Bewegung erfassen oder einen Auftrag bearbeiten muss, möchte nicht erst mehrere unabhängige Systeme abgleichen. Die App bringt die Odoo-Anbindung auf das mobile Gerät und kann dadurch dort eingesetzt werden, wo die Arbeit tatsächlich stattfindet. Das ist ein anderer Ansatz als bei einer einfachen Notiz-App oder einer Tabellenkalkulation, in der Informationen zwar gesammelt, aber nicht unbedingt sauber mit dem Bestand verbunden werden.

Bei der Orientierung ist entscheidend, dass die Oberfläche nicht wie eine allgemeine Büro-App verstanden werden sollte. Sie ist auf betriebliche Vorgänge ausgerichtet. Das kann für erfahrene Odoo-Nutzer angenehm sein, weil Begriffe und Abläufe aus dem eigenen System wieder auftauchen. Für neue Mitarbeiter kann es dagegen eine Lernkurve geben. Ich würde deshalb nicht erwarten, dass jemand die App ohne Einweisung sofort sicher in allen Bereichen nutzt.

Gerade für die Lesbarkeit zählt der Nutzungskontext. Ein ruhiger Bildschirm am Schreibtisch ist etwas anderes als ein Smartphone, das während einer Inventur in der Hand gehalten wird. Kleine Informationen, lange Artikelbezeichnungen oder dicht angeordnete Bedienelemente können in solchen Momenten mehr Konzentration verlangen. Wer die App einführt, sollte deshalb nicht nur fragen, ob die Funktionen vorhanden sind, sondern auch, ob die wichtigsten Schritte im jeweiligen Lager schnell erkennbar bleiben.

Mein praktischer Tipp wäre, die häufigsten Abläufe zuerst festzulegen: etwa Wareneingang, interne Umlagerung, Kommissionierung und Bestandskontrolle. Wenn Mitarbeiter für diese Aufgaben klare Routinen bekommen, wirkt die Navigation wesentlich zugänglicher, als wenn jeder selbst herausfinden muss, welcher Bereich für welchen Vorgang gedacht ist. Die Verständlichkeit entsteht hier nicht allein durch die App, sondern durch die Kombination aus Odoo-Struktur, Geräteeinstellung und betrieblicher Einweisung.

Was die Odoo-Verbindung im Vergleich zu üblichen Alternativen verändert

Eine gewöhnliche mobile Lager-App kann auf den ersten Blick einfacher wirken, weil sie weniger Rücksicht auf ein vorhandenes Unternehmenssystem nehmen muss. Dafür entstehen schnell doppelte Arbeitsschritte: Daten werden unterwegs notiert und später übertragen, oder mehrere Listen müssen miteinander verglichen werden. Ventor GP ist vor allem dann sinnvoll, wenn Odoo bereits die zentrale Quelle für Artikel, Aufträge und Lagerbewegungen ist. Der Vorteil liegt weniger in einer spektakulären Einzelansicht als in der Nähe zum bestehenden Prozess.

Im Vergleich zu einer Tabellenlösung ist der Ansatz strukturierter, aber auch weniger frei. Eine Tabelle kann jeder kurzfristig anpassen, während eine Odoo-gebundene App stärker von den eingerichteten Daten und Abläufen abhängt. Im Vergleich zu einer vollständig eigenständigen Lagerplattform kann Ventor GP die bessere Wahl sein, wenn kein zweites System neben Odoo gewünscht ist. Wer dagegen gar kein Odoo verwendet oder nur eine sehr einfache Liste für wenige Artikel braucht, dürfte mit einer leichteren Lösung schneller ans Ziel kommen.

Das ist ein wichtiger Unterschied für die Kaufentscheidung: Die App ist nicht automatisch die beste mobile Lagerverwaltung für jedes Unternehmen. Ihr sinnvollster Platz ist dort, wo Odoo schon eine Rolle spielt und mobile Arbeit nicht vom Hauptsystem getrennt werden soll.

Motorische Anforderungen bei echter Lagerarbeit

Im Lager ist die Bedienung nicht mit dem Tippen am Schreibtisch vergleichbar. Eine Hand hält vielleicht ein Gerät, die andere bewegt Kartons, öffnet Verpackungen oder zeigt auf einen Lagerplatz. Dadurch werden kurze, eindeutig erkennbare Aktionen wichtiger als verschachtelte Eingaben. Ventor GP kann in diesem Umfeld hilfreich sein, weil die mobile Nutzung grundsätzlich näher am Geschehen liegt. Gleichzeitig bleibt ein Smartphone ein kleines Gerät, das präzise Berührungen verlangt.

Menschen mit eingeschränkter Feinmotorik sollten vor der Einführung testen, ob die wichtigsten Schaltflächen sicher getroffen werden können und ob die Abläufe ohne unnötige Wiederholungen funktionieren. Das hängt nicht nur von Ventor GP ab, sondern auch von der gewählten Hardware, der Bildschirmgröße und der Art, wie das Gerät getragen oder gehalten wird. Ein größeres robustes Gerät kann im Alltag angenehmer sein als ein kleines Telefon, auch wenn beide dieselbe App ausführen.

Für Teams mit wechselnden Arbeitsbedingungen lohnt sich ein Test direkt im Lager statt nur im Büro. Prüft dabei nicht nur einen idealen Ablauf, sondern auch das Aufheben eines Fehlers, das Wechseln zwischen Vorgängen und die Situation, in der jemand unter Zeitdruck arbeitet. Eine Oberfläche, die im Besprechungsraum logisch aussieht, kann zwischen Regalen deutlich anstrengender sein.

Sehen, Hören und andere sensorische Bedürfnisse

Bei sensorischen Anforderungen sollte man realistisch bleiben. Eine mobile Lager-App kann Informationen gut bündeln, aber sie ersetzt keine passende Geräteausstattung und keine klare Arbeitsorganisation. Für Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen sind Kontrast, Schriftgröße und die Distanz zum Bildschirm besonders relevant. Ob die Darstellung im konkreten Einsatz ausreichend ist, sollte mit dem tatsächlich verwendeten Gerät und den Odoo-Inhalten geprüft werden.

Auch die Umgebung beeinflusst die Zugänglichkeit stark. Blendendes Licht, dunkle Lagerzonen, Staub, Handschuhe und wechselnde Geräusche können die Bedienung erschweren. Wer Ventor GP einsetzen möchte, sollte die zentralen Vorgänge deshalb unter realen Bedingungen ausprobieren. Ein kurzer Test im Wareneingang sagt oft mehr aus als eine lange Betrachtung im Büro.

Für Personen, die akustische Hinweise schlecht wahrnehmen oder in einer lauten Umgebung arbeiten, sollte der Prozess nicht von einem einzigen Signalweg abhängen. Wichtige Informationen müssen auf dem Bildschirm verständlich bleiben und dürfen nicht nur beiläufig über die Umgebung vermittelt werden. Ebenso sollte ein Team alternative Abläufe kennen, falls ein Mitarbeiter bestimmte Eingaben nicht zuverlässig ausführen kann.

Situativer Zugang: Wenn das Lager nicht ideal ist

Die interessanteste Frage ist für mich nicht, ob die App theoretisch mobil ist, sondern ob sie in wechselnden Situationen praktikabel bleibt. Eine Inventur kann ruhig beginnen und später hektisch werden. Beim Wareneingang kommen gleichzeitig Lieferungen, Rückfragen und Abweichungen zusammen. In der Kommissionierung zählt dagegen, dass Informationen schnell gefunden und korrekt verarbeitet werden. Eine gute Einführung muss diese Unterschiede berücksichtigen.

Ein realistisches Beispiel: Eine Mitarbeiterin nimmt morgens eine Lieferung entgegen und muss mehrere Artikel prüfen. Später soll sie einen Teilbestand an einen anderen Lagerplatz bewegen, während Kollegen bereits auf die Ware warten. Mit Ventor GP kann sie die Odoo-nahe Arbeit am Ort des Geschehens erledigen, statt alle Notizen zunächst auf Papier zu sammeln. Der Gewinn liegt in weniger Medienwechseln. Der Nachteil ist, dass sie die Bedienlogik sicher beherrschen muss, sonst wird aus der Zeitersparnis schnell eine zusätzliche Suche nach dem richtigen Vorgang.

Für mobile Teams ist außerdem die Frage wichtig, wie gut die App in den vorhandenen Gerätepark passt. Ventor GP setzt mindestens Android 5.0 voraus. Das macht die technische Einstiegshürde grundsätzlich überschaubar, sagt aber noch nichts darüber aus, ob jedes ältere Gerät im Betrieb angenehm, schnell oder gut lesbar ist. Vor der breiten Einführung würde ich daher mit den tatsächlich vorhandenen Geräten testen, statt nur die Betriebssystemversion zu vergleichen.

Auch unterschiedliche Rollen sollten berücksichtigt werden. Ein Lagerleiter braucht möglicherweise andere Ansichten und Kontrollschritte als jemand, der hauptsächlich Waren bewegt. Wenn alle Nutzer dieselbe Oberfläche mit denselben Möglichkeiten sehen, kann das manche Mitarbeiter überfordern. Eine klare Rollenverteilung in Odoo und eine kurze, aufgabenbezogene Schulung können die App zugänglicher machen, ohne dass jeder alle Funktionen lernen muss.

Konkrete Arbeitsweisen, die den Nutzen erhöhen

Ein erster nicht offensichtlicher Vorteil der Odoo-Anbindung ist die Möglichkeit, mobile Arbeit nicht als nachträgliche Datenerfassung zu behandeln. Der Mitarbeiter arbeitet dort, wo der Vorgang entsteht. Das reduziert die mentale Last, sich später an Mengen, Artikel oder Lagerplätze erinnern zu müssen. Besonders bei Schichten oder Übergaben kann das wertvoll sein, weil Informationen näher am ursprünglichen Arbeitsschritt bleiben.

Ein zweiter wichtiger Punkt ist die Vorbereitung der Stammdaten. Eine mobile Oberfläche kann nur so verständlich sein wie die Bezeichnungen, mit denen sie gefüttert wird. Wenn Artikel ähnlich heißen, Lagerplätze uneinheitlich benannt sind oder Varianten schwer auseinanderzuhalten sind, liegt ein Teil des Problems nicht in Ventor GP. Vor dem Einsatz würde ich deshalb wiederkehrende Bezeichnungen prüfen und die häufigsten Verwechslungen dokumentieren.

Drittens sollte man Fehlerkorrekturen ausdrücklich trainieren. In der Praxis passieren falsche Mengen, versehentlich ausgewählte Artikel oder unterbrochene Arbeitsgänge. Ein Team, das nur den Idealweg kennt, gerät dann schnell ins Stocken. Ich würde eine kurze Übung einplanen, bei der ein falscher Schritt erkannt und sauber korrigiert wird. Das ist für die tatsächliche Zugänglichkeit wichtiger als eine bloße Funktionsliste.

Ein vierter Tipp betrifft die Einführung: Beginnt mit einem begrenzten Prozess und erweitert erst danach. Wenn gleichzeitig Wareneingang, Inventur, Umlagerung und Kommissionierung umgestellt werden, ist schwer zu erkennen, ob ein Problem aus der App, aus Odoo oder aus der Organisation stammt. Ein klar abgegrenzter Pilot macht sichtbar, welche Bedienung für welche Mitarbeiter funktioniert.

Verbleibende Hürden und laufende Kosten

Die größte Hürde ist die Abhängigkeit von einem passenden Odoo-Umfeld. Wer Odoo nicht nutzt, erhält durch Ventor GP nicht automatisch eine vollständige, eigenständige Lagerlösung. Selbst Odoo-Anwender sollten prüfen, wie die eigene Konfiguration mit der mobilen Nutzung zusammenspielt. Die App kann ein vorhandenes System praktisch erweitern, aber sie nimmt einem Unternehmen nicht die Aufgabe ab, Prozesse, Rollen und Daten sauber einzurichten.

Ein weiterer Punkt ist die mögliche finanzielle Entwicklung. Die Anwendung ist kostenlos erhältlich, enthält aber bei Abrechnung über Google Play In-App-Käufe zwischen rund zwanzig und zweihundertfünfzehn Euro. Für eine Einzelperson kann das zunächst nebensächlich wirken, für ein Unternehmen mit mehreren Geräten und Mitarbeitern gehört es jedoch in die Planung. Ich würde vor dem Rollout klären, welche Funktionen oder Nutzungsumfänge tatsächlich benötigt werden und wie die Kosten mit der Zahl der Nutzer wachsen.

Auch die technische Umgebung kann Barrieren schaffen. Ein älteres Android-Gerät erfüllt zwar möglicherweise die Mindestanforderung, ist aber nicht automatisch die angenehmste Wahl für lange Schichten. Kleine Displays, schwache Akkus oder unpraktische Halterungen können die Bedienung erschweren. Wer auf Barrierearmut Wert legt, sollte deshalb Gerät, Schutzhülle, Befestigung und Arbeitskleidung als Gesamtsystem betrachten.

Für Menschen, die eine sehr visuelle oder besonders vereinfachte Oberfläche benötigen, kann die Odoo-Nähe zugleich Stärke und Schwäche sein. Sie bietet einen direkten Bezug zum Geschäftssystem, verlangt aber Verständnis für dessen Begriffe und Abläufe. Eine stark reduzierte Speziallösung kann in einem kleinen Betrieb leichter zugänglich sein. Ventor GP spielt seine Vorteile eher aus, wenn die Organisation die Verbindung zu Odoo wirklich braucht.

Version, Plattform und Einordnung

Die aktuelle Version ist 3.1.2 und die App wurde am 17. September 2015 veröffentlicht. Für mich ist das vor allem ein Hinweis darauf, dass es sich um ein Produkt mit längerer Entwicklungsgeschichte handelt, nicht um eine kurzfristige Testidee. Trotzdem sollte ein Unternehmen vor der Entscheidung prüfen, ob die eigene Odoo-Umgebung und die verwendeten Geräte zum aktuellen App-Stand passen.

Da die Anwendung im beschriebenen Einsatz auf Android ausgerichtet ist und mindestens Android 5.0 benötigt, ist sie besonders für Betriebe interessant, die bereits kompatible Geräte einsetzen oder einen Android-Gerätepark planen. Wer ausschließlich mit iPhones arbeitet oder eine plattformübergreifende Einführung ohne zusätzliche Hardware möchte, sollte die Gerätefrage früh klären. Für die Zugänglichkeit ist es ungünstig, erst nach der Prozessentscheidung festzustellen, dass ein Teil des Teams mit einer anderen Plattform arbeitet.

Die Einstufung als Business-App passt gut zu meinem Eindruck. Ventor GP möchte nicht durch Unterhaltung oder allgemeine Produktivität überzeugen, sondern durch die Verbindung von mobiler Arbeit und Odoo. Deshalb bewerte ich sie nicht danach, ob sie für gelegentliche private Nutzung besonders unkompliziert ist, sondern danach, ob sie in einem strukturierten Lagerprozess unnötige Zwischenstationen vermeidet.

Für wen ich sie empfehlen würde

Ich würde Ventor GP vor allem Unternehmen empfehlen, die Odoo Community Edition oder Enterprise Edition bereits ernsthaft im Lager einsetzen und den Mitarbeitern einen mobilen Zugang geben möchten. Auch für Teams, die Papierlisten und spätere Übertragung reduzieren wollen, ist der Ansatz interessant. Der größte Nutzen entsteht, wenn mehrere Personen an wiederkehrenden Abläufen arbeiten und eine gemeinsame Datenbasis wichtig ist.

Weniger passend ist die App für einen sehr kleinen Bestand ohne feste Lagerprozesse, für Nutzer ohne Odoo-Bezug oder für Menschen, die eine möglichst einfache Einzel-App ohne betriebliche Konfiguration suchen. Sie ist auch nicht automatisch die beste Wahl für Teams, die eine besonders große, visuell stark vereinfachte Oberfläche benötigen. In diesen Fällen kann eine kleinere Lösung mit weniger Abhängigkeiten die bessere Alltagserfahrung bieten.

Ich würde außerdem niemandem raten, die App nur anhand des kostenlosen Einstiegs zu beurteilen. Entscheidend sind die Arbeitsabläufe, die Geräte und die mögliche Nutzung der In-App-Käufe. Ein kurzer Praxistest mit unterschiedlichen Mitarbeitern ist sinnvoller als eine Entscheidung allein durch die IT-Abteilung. Gerade bei Fragen der Zugänglichkeit zeigen sich die entscheidenden Unterschiede erst, wenn jemand mit Handschuhen, unter Zeitdruck oder bei schwierigen Lichtverhältnissen arbeitet.

Mein inklusives Urteil

Mein Fazit fällt ausgewogen aus: Ventor GP kann eine praktische Brücke zwischen Odoo und der mobilen Lagerarbeit sein, besonders wenn ein Unternehmen bereits auf Odoo setzt und Informationen näher an den tatsächlichen Arbeitsplatz bringen möchte. Die App wirkt für diesen Zweck zielgerichtet, verlangt aber eine passende Systemkonfiguration, verständliche Daten und eine gute Einführung.

Aus Sicht unterschiedlicher Fähigkeiten ist sie weder automatisch barrierefrei noch grundsätzlich unzugänglich. Ihre Alltagstauglichkeit hängt stark vom Android-Gerät, der Darstellung, den Licht- und Geräuschbedingungen sowie der Gestaltung der Arbeitsabläufe ab. Wer diese Faktoren testet und nicht nur die Funktionsliste betrachtet, kann die Stärken besser nutzen und unnötige Hürden vermeiden.

Meine Empfehlung lautet deshalb: Ventor GP ist eine gute spezialisierte Wahl für Odoo-geführte Lagerteams, aber keine universelle Antwort auf jede mobile Bestandsverwaltung. Ich würde sie besonders dann einsetzen, wenn die Organisation bereit ist, Prozesse zu vereinfachen, Mitarbeiter passend zu schulen und die Bedienung mit verschiedenen Personen im echten Lager zu prüfen. Genau dort entscheidet sich, ob aus der mobilen Odoo-Anbindung eine echte Entlastung wird.

Unknown

Was ist Ventor GP: Lagerverwalter und für wen eignet sich die App?

Ventor GP: Lagerverwalter ist eine mobile Anwendung zur Unterstützung von Lager- und Bestandsprozessen, insbesondere in Verbindung mit Odoo. Sie richtet sich vor allem an Unternehmen, Lageristen und Mitarbeiter in der Logistik, die Waren mobil ein- und auslagern, Bestände prüfen oder Inventuren durchführen möchten. Für private Nutzer ohne Odoo-Umgebung ist die App in der Regel weniger relevant.


Benötige ich ein Odoo-Konto oder eine spezielle Serververbindung für Ventor GP?

Ja, Ventor GP ist normalerweise nicht als eigenständige Lager-App gedacht. Für die Nutzung benötigen Sie eine Verbindung zu einer kompatiblen Odoo-Instanz sowie die passenden Zugangsdaten und Berechtigungen. Vor dem Download sollten Sie deshalb prüfen, ob Ihre Odoo-Version unterstützt wird und ob Ihr Administrator die erforderlichen Einstellungen, Benutzerrechte und mobilen Lageroperationen eingerichtet hat.


Welche Lageraufgaben lassen sich mit Ventor GP erledigen?

Die App kann je nach Odoo-Konfiguration verschiedene typische Lageraufgaben unterstützen. Dazu gehören unter anderem das Scannen von Barcodes, das Bearbeiten von Wareneingängen und Warenausgängen, interne Umlagerungen, Kommissionierung, Inventuren sowie Bestandskontrollen. Der genaue Funktionsumfang hängt jedoch von Ihrer Odoo-Version, den installierten Modulen, den Benutzerrechten und den individuellen Einstellungen Ihres Unternehmens ab.


Funktioniert Ventor GP auch ohne Internetverbindung?

Ob und in welchem Umfang Ventor GP offline verwendet werden kann, hängt von der jeweiligen Version und der eingerichteten Odoo-Umgebung ab. Viele Lagerprozesse benötigen eine zuverlässige Verbindung, damit Bestände und Buchungen direkt mit dem Server synchronisiert werden. Wenn in Ihrem Lager häufig Funklöcher auftreten, sollten Sie die Offline-Funktionen, Synchronisationsregeln und möglichen Einschränkungen vor dem produktiven Einsatz sorgfältig testen.


Ist Ventor GP kostenlos und welche Kosten können entstehen?

Die Download- und Nutzungsbedingungen können sich je nach Plattform, Version und Anbieter ändern. Zusätzlich zu möglichen Kosten für die App können Ausgaben für Odoo, Hosting, Erweiterungen oder eine geschäftliche Lizenz entstehen. Unternehmen sollten außerdem prüfen, ob für mehrere Benutzer, bestimmte Funktionen oder professionellen Support zusätzliche Gebühren anfallen. Die aktuellen Preise und Lizenzbedingungen finden Sie am zuverlässigsten in der jeweiligen Store-Beschreibung und beim Anbieter.


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