Speedpilot

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Vorteile

  • Übersichtliche Anzeige von Geschwindigkeit und gefahrenem Tempo
  • Hilfreiche Warnungen bei Überschreitung des eingestellten Limits
  • Funktioniert auch unterwegs ohne komplizierte Einrichtung
  • Gut lesbare Darstellung während der Fahrt
  • Praktisch für längere Strecken und unbekannte Straßen

Nachteile

  • Genauigkeit hängt von GPS-Signal und Gerätestandort ab
  • Kann den Akku bei längerer Nutzung deutlich stärker belasten
  • Zusätzliche Funktionen sind möglicherweise nur kostenpflichtig verfügbar
  • Warnungen können bei schlechtem Empfang verzögert reagieren
  • Die Nutzung während der Fahrt erfordert eine sichere Handyhalterung
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Bewertung von Speedpilot Appcracy

Wer eine Gleichmäßigkeitsrallye fährt, braucht nicht unbedingt eine spektakuläre Renn-App, sondern ein Werkzeug, das im richtigen Moment ruhig, klar und verlässlich arbeitet. Genau dort setzt Speedpilot an. Ich habe die App als Begleiter für die klassische und sportliche Oldtimer-Gleichmäßigkeitsrallye betrachtet und finde ihren Ansatz angenehm fokussiert: Sie will nicht möglichst viele Motorsportbereiche abdecken, sondern eine ganz bestimmte Aufgabe unterstützen.

Mein Eindruck ist deshalb zweigeteilt, aber insgesamt positiv. Für Fahrer und Beifahrer, die bei einer Rallye mit Durchschnittsgeschwindigkeiten, Zeitvorgaben und wechselnden Abschnitten arbeiten, kann die App deutlich praktischer sein als eine gewöhnliche Stoppuhr oder eine allgemeine Navigations-App. Wer dagegen eine moderne Rennsimulation, eine vollständige Streckenplanung oder ein allgemein verständliches Navigationsprogramm sucht, wird hier wahrscheinlich am eigentlichen Zweck vorbeisuchen.

Ein spezialisiertes Werkzeug für Gleichmäßigkeitsrallyes

Speedpilot gehört zur Sport-Kategorie und stammt von Filippo-Software. Die Anwendung ist kostenlos erhältlich und richtet sich laut ihrer Einordnung an die klassische sowie die sportliche Oldtimer-Gleichmäßigkeitsrallye. Diese Kombination ist wichtig, weil eine Gleichmäßigkeitsprüfung andere Anforderungen stellt als ein normales Rennen: Nicht die höchste Geschwindigkeit zählt, sondern das möglichst genaue Einhalten eines vorgegebenen Tempos über einen bestimmten Abschnitt.

In meinem Verständnis liegt die Stärke der App genau in dieser Spezialisierung. Eine Standard-Stoppuhr kann zwar Zwischenzeiten messen, hilft aber kaum dabei, während der Fahrt den Überblick über eine Zielzeit oder einen konstanten Schnitt zu behalten. Eine Navigations-App wiederum ist meist auf das Erreichen eines Ortes ausgelegt, nicht auf die feine Abstimmung zwischen Strecke, Zeit und Geschwindigkeit. Speedpilot sitzt genau zwischen diesen beiden Welten.

Die Anwendung wirkt dadurch weniger wie ein Programm zum Zeitvertreib und mehr wie ein digitales Instrument für eine konkrete Aufgabe im Fahrzeug. Das ist ein Vorteil, verlangt aber auch, dass man sich vor der ersten Rallye mit der eigenen Arbeitsweise auseinandersetzt. Wer nur installiert und sofort losfährt, wird den Nutzen vermutlich nicht vollständig ausschöpfen. Wer dagegen die Bedienung vorher in Ruhe vorbereitet, kann die App als festen Bestandteil der Rallye-Organisation einsetzen.

Die aktuelle Ausgabe ist Version 7.14. Sie läuft ab Android 7.0, wodurch auch ältere, noch gut funktionierende Geräte grundsätzlich infrage kommen. Gerade im Umfeld klassischer Fahrzeuge ist das angenehm: Man muss nicht zwingend das neueste Smartphone verwenden, um ein passendes Gerät für den Beifahrerplatz bereitzuhalten.

Warum die Spezialausrichtung im Alltag zählt

Ein realistisches Beispiel: Ich stelle mir eine Ausfahrt vor, bei der das Team einen Abschnitt nicht möglichst schnell, sondern mit einem bestimmten Durchschnitt bewältigen muss. Der Fahrer konzentriert sich auf Straße, Verkehr und Fahrzeug, während der Beifahrer die Zeit im Blick behält. In diesem Moment ist ein Werkzeug hilfreich, das nicht mit Karten, Verkehrsmeldungen oder unnötigen Benachrichtigungen um Aufmerksamkeit kämpft.

Genau hier kann Speedpilot seine Berechtigung zeigen. Die App passt gedanklich besser auf den Beifahrerplatz als auf den Fahrerplatz. Der Fahrer sollte während einer Rallye nicht auf ein Display schauen und Werte interpretieren müssen. Der Beifahrer kann dagegen die Anzeige überwachen, Abweichungen einordnen und dem Fahrer kurze, verständliche Hinweise geben. Diese Aufgabenteilung ist wichtiger als jede einzelne Funktion.

Ein weiterer praktischer Punkt ist die Vorbereitung. Ich würde die App nicht erst am Start ausprobieren, sondern die geplanten Abschnitte vorher durchgehen und festlegen, welche Informationen während der Fahrt tatsächlich gebraucht werden. Je weniger der Beifahrer während eines anspruchsvollen Abschnitts suchen oder umstellen muss, desto besser. Bei einer Rallye ist eine einfache, vorher eingeübte Bedienroutine oft wertvoller als eine lange Liste an Möglichkeiten.

Die stärkste Seite: Konzentration auf Zeit und Gleichmäßigkeit

Die größte Stärke von Speedpilot ist für mich die klare Ausrichtung auf die zeitliche Kontrolle einer Gleichmäßigkeitsprüfung. Das klingt zunächst unspektakulär, ist aber genau der Punkt, an dem viele allgemeine Apps unhandlich werden. Sie können einzelne Werte anzeigen, behandeln das Problem aber nicht als zusammenhängenden Rallyeablauf.

Bei einer solchen Veranstaltung zählt nicht nur, ob man gerade zu früh oder zu spät ist. Entscheidend ist auch, wie sich eine Abweichung über den Abschnitt entwickelt und ob das Team sie sinnvoll korrigieren kann. Ein zu hektisches Gegensteuern kann ebenso problematisch sein wie das Ignorieren einer Abweichung. Die App ist deshalb am nützlichsten, wenn sie nicht als Aufforderung zu ständigen schnellen Reaktionen verstanden wird, sondern als Orientierung für eine ruhige, abgestimmte Fahrweise.

Das ist einer meiner nicht sofort offensichtlichen Eindrücke: Der Wert des Programms hängt stark von der Kommunikation im Team ab. Die App ersetzt nicht die Erfahrung des Beifahrers. Sie liefert vielmehr eine Grundlage, aus der der Beifahrer kurze Anweisungen ableiten kann. Wer diese Rolle unterschätzt, wird selbst mit einem passenden Werkzeug unnötig nervös werden.

Ich würde außerdem empfehlen, die Anzeige vor dem Start so einzurichten, dass sie aus der tatsächlichen Sitzposition gut lesbar ist. Das Smartphone sollte nicht irgendwo flach liegen, wo Reflexionen oder ein ungünstiger Blickwinkel die Ablesung erschweren. Eine stabile Halterung und eine gut überlegte Position sind keine Nebensachen. Bei einem Oldtimer mit begrenztem Platz im Innenraum kann das sogar die entscheidende praktische Herausforderung sein.

Was die App gegenüber gewöhnlichen Alternativen besser macht

Die naheliegende Alternative ist eine einfache Stoppuhr. Sie ist schnell verstanden und kann für sehr einfache Aufgaben genügen. Sobald jedoch mehrere Zeitpunkte, ein vorgegebenes Tempo und ein längerer Abschnitt zusammenkommen, muss der Beifahrer vieles im Kopf oder auf Papier miteinander verbinden. Das erhöht die Fehlergefahr und bindet Aufmerksamkeit.

Eine allgemeine GPS- oder Navigations-App hat wiederum einen anderen Schwerpunkt. Sie ist stark, wenn es um Straßenführung und Zielerreichung geht, aber nicht automatisch um die präzise Gleichmäßigkeit einer Rallyeprüfung. Außerdem lenken Karten, Abbiegehinweise und andere Navigationselemente von der eigentlichen Aufgabe ab, wenn der Streckenverlauf bereits durch ein Roadbook oder die Veranstaltung vorgegeben ist.

Speedpilot erscheint mir deshalb besonders dann sinnvoll, wenn die Rallyeorganisation bereits feststeht und das Team ein konzentriertes Zeitwerkzeug benötigt. Wer eine All-in-one-Lösung für Navigation, Streckenaufzeichnung, Fahrzeugdaten und Rallyeauswertung erwartet, sollte eher nach einer umfassenderen Anwendung suchen. Die Spezialisierung ist hier Stärke und Grenze zugleich.

Auch ein Papier-Setup bleibt eine ernsthafte Alternative. Ein erfahrener Beifahrer kann mit Tabellen, Notizen und einer Uhr sehr flexibel arbeiten. Papier funktioniert ohne Akku und ist schnell mit eigenen Markierungen ergänzt. Dafür muss man Werte manuell übertragen und während der Fahrt stärker rechnen oder vergleichen. Speedpilot bietet in diesem Vergleich mehr digitale Unterstützung, verlangt aber ein funktionierendes Gerät und eine vorbereitete Bedienung.

Die wichtigste Einschränkung: Technik ersetzt keine Rallyepraxis

Meine größte Einschränkung betrifft nicht eine einzelne Zahl oder ein bestimmtes Menü, sondern die Abhängigkeit vom Smartphone als Arbeitsmittel. Ein Telefon kann im Fahrzeug durch Sonneneinstrahlung, Vibrationen, ungünstige Halterungen oder einen niedrigen Akkustand unpraktisch werden. Wer die App ernsthaft bei einer Veranstaltung einsetzen möchte, sollte deshalb nicht nur auf die Installation vertrauen.

Ich würde vor dem Start einen vollständigen Probelauf machen: Gerät befestigen, Anzeige aus der Beifahrerposition lesen, die Bedienung mit Handschuhen oder unter Zeitdruck gedanklich durchspielen und die Stromversorgung des Telefons berücksichtigen. Das ist kein spezieller Luxus für diese App, sondern eine sinnvolle Vorbereitung für jedes digitale Rallyewerkzeug. Gerade weil Speedpilot eine konkrete Aufgabe übernimmt, fällt eine schlecht vorbereitete Hardware sofort auf.

Ein zweiter Punkt ist die Lernkurve. Die App mag für jemanden, der bereits mit Gleichmäßigkeitsrallyes vertraut ist, logisch wirken. Ein Neuling muss dagegen zuerst verstehen, welche Werte während eines Abschnitts relevant sind und wie daraus die nächsten Ansagen entstehen. Das ist nicht unbedingt ein Fehler der Anwendung. Es zeigt vielmehr, dass sie nicht als allgemeines Sportprogramm für Einsteiger gedacht ist.

Ich würde einem Anfänger daher raten, die App nicht isoliert zu lernen. Besser ist es, die Bedienung gemeinsam mit einem erfahrenen Rallyefahrer oder Beifahrer zu testen. So wird schnell klar, welche Informationen tatsächlich gebraucht werden und welche Anzeigeelemente während der Fahrt eher stören. Der praktische Nutzen entsteht durch die Verbindung aus App und Arbeitsablauf, nicht durch die Installation allein.

Auch die kostenlose Grundverfügbarkeit sollte nicht mit völliger Kostenfreiheit in jeder Nutzungssituation verwechselt werden. Für die Abrechnung über Google Play werden In-App-Käufe von 0,60 Euro bis 26,99 Euro genannt. Wer Zusatzoptionen oder bestimmte Erweiterungen nutzen möchte, sollte vor einer Veranstaltung prüfen, welche Funktionen im eigenen Ablauf erforderlich sind. Ich würde Käufe nicht spontan am Rallyetag entscheiden, sondern vorher in einer ruhigen Testsituation.

Für wen Speedpilot besonders gut passt

Die App passt meiner Meinung nach am besten zu Teams, die bereits wissen, was eine Gleichmäßigkeitsrallye verlangt. Dazu gehören Fahrer und Beifahrer in Oldtimern, die ein kompaktes digitales Hilfsmittel für Zeit- und Geschwindigkeitsabschnitte suchen. Auch Teilnehmer, die bisher mit Papier und einer einfachen Uhr gearbeitet haben, könnten profitieren, wenn sie ihre Abläufe schrittweise digitalisieren möchten.

Besonders interessant ist Speedpilot für Menschen, die ein älteres Android-Gerät als festes Rallyetelefon verwenden wollen. Die Unterstützung ab Android 7.0 macht diese Möglichkeit praktisch. Ich würde ein separates Gerät sogar bevorzugen, wenn eines vorhanden ist: Dann bleibt das private Smartphone frei für andere Aufgaben, und die Rallyeanwendung wird nicht durch eingehende Nachrichten oder alltägliche Nutzung unterbrochen.

Die Altersfreigabe liegt bei USK ab 0 Jahren. Für die tatsächliche Zielgruppe ist das allerdings weniger entscheidend als die sportliche Erfahrung. Die App ist zwar formal ohne problematische Altersbeschränkung einsetzbar, aber ihre sinnvolle Nutzung hängt von Aufmerksamkeit, Verantwortungsbewusstsein und dem Verständnis der Rallyeregeln ab.

Weniger geeignet ist sie für jemanden, der einfach eine normale Sportuhr, eine Lauf-App oder eine Rennstreckenaufzeichnung sucht. Auch ein Fahrer, der ohne Beifahrer unterwegs ist, sollte ehrlich prüfen, ob die Bedienung während der Fahrt überhaupt sicher und sinnvoll organisiert werden kann. Ich würde die App nicht als Einladung verstehen, während des Fahrens ständig auf das Telefon zu schauen. Ihr sinnvollster Platz ist bei einem vorbereiteten Beifahrer.

Konkrete Arbeitsweise für eine entspannte Nutzung

Mein erster Tipp wäre, die App zunächst außerhalb des Fahrzeugs kennenzulernen. Nicht jede Funktion muss sofort im Detail beherrscht werden. Wichtiger ist, die Grundlogik zu verstehen: Welche Angaben werden vor einem Abschnitt vorbereitet, welche Informationen werden währenddessen beobachtet und welche Ansage soll daraus entstehen?

Danach würde ich eine kurze Testfahrt auf einer ruhigen, bekannten Strecke machen. Dabei geht es nicht darum, eine Rallye zu simulieren, sondern den Blickwechsel zwischen Straße, Roadbook und Anzeige zu prüfen. Der Beifahrer kann feststellen, ob die Werte schnell genug erfasst werden und ob die Kommunikation mit dem Fahrer eindeutig ist. Diese Probe zeigt häufig mehr als langes Lesen von Menüs.

Ein zweiter, weniger offensichtlicher Tipp betrifft die Rollenverteilung. Der Fahrer sollte möglichst nicht gleichzeitig interpretieren, rechnen und die Anzeige kontrollieren. Wenn der Beifahrer die App bedient, muss er seine Ansagen so formulieren, dass sie nicht zu einer Diskussion während des Abschnitts führen. Ein kurzer Hinweis wie „etwas zu schnell“ ist nur dann nützlich, wenn vorher geklärt wurde, wie der Fahrer darauf reagieren soll.

Ein dritter Tipp ist die Rückfallebene. Ich würde für wichtige Abschnitte weiterhin eine einfache Uhr und handschriftliche Notizen bereithalten. Das bedeutet nicht, dass ich der App misstraue. Es ist schlicht vernünftig, bei einer Veranstaltung mit vielen äußeren Einflüssen nicht von einem einzigen Gerät abhängig zu sein. Eine vorbereitete Papiernotiz kann außerdem helfen, wenn während des Abschnitts schnell etwas ergänzt werden muss.

Schließlich sollte man die App nicht mit zu vielen parallelen Werkzeugen überladen. Wenn gleichzeitig eine Navigations-App, ein Messenger, Musik und mehrere Messprogramme laufen, wird das Telefon nicht automatisch hilfreicher. Für Speedpilot ist ein möglichst ruhiges Gerät mit klarer Aufgabe die bessere Umgebung. Diese Reduktion ist ein praktischer Vorteil, den man erst bemerkt, wenn die Rallye wirklich hektisch wird.

Reife, Verbreitung und täglicher Eindruck

Speedpilot ist seit dem 12. Februar 2016 erhältlich und hat sich damit nicht als kurzfristige Neuheit positioniert. Im Google-Play-Umfeld kommt die App auf über zehntausend Installationen und einen Durchschnitt von 4,5 bei 84 Bewertungen. Diese Zahlen machen sie nicht zu einem Massenprodukt, passen aber zu einer spezialisierten Anwendung für eine vergleichsweise kleine Motorsportgemeinschaft.

Ich sehe die überschaubare Verbreitung nicht automatisch als Nachteil. Bei einem Nischenwerkzeug ist wichtiger, ob es den speziellen Arbeitsablauf trifft, als ob es jeder Smartphone-Nutzer kennt. Gleichzeitig bedeutet eine kleinere Zielgruppe, dass man die Bedienlogik nicht unbedingt mit der einer großen, allgemein bekannten App vergleichen sollte. Wer eine besonders intuitive Oberfläche ohne jede Einarbeitung erwartet, könnte enttäuscht sein.

Die sieben vorhandenen Rezensionen bilden dabei nur einen kleinen öffentlichen Eindruck. Für meine Einschätzung ist deshalb der konkrete Einsatzzweck entscheidender als die bloße Zahl. Wer regelmäßig Gleichmäßigkeitsrallyes fährt, sollte die App selbst in einer kontrollierten Testumgebung ausprobieren. Die Frage ist nicht, ob sie auf dem Papier interessant klingt, sondern ob Fahrer und Beifahrer damit ihre persönliche Kommunikation verbessern.

Mein Urteil für verschiedene Nutzertypen

Für ein erfahrenes Rallyeteam lautet mein Urteil klar positiv. Speedpilot konzentriert sich auf eine Aufgabe, bei der allgemeine Apps schnell zu unübersichtlich werden. Die Möglichkeit, ein älteres Android-Gerät einzusetzen, ist praktisch, und die kostenlose Verfügbarkeit senkt die Einstiegshürde. In Verbindung mit einer guten Halterung, einer vorbereiteten Stromversorgung und einem eingespielten Beifahrer kann die App zu einem nützlichen Teil des Cockpits werden.

Für Einsteiger ist meine Empfehlung vorsichtiger. Die Anwendung kann beim Lernen helfen, aber sie erklärt nicht automatisch die gesamte Denkweise einer Gleichmäßigkeitsrallye. Wer noch nicht weiß, wie Zeitvorgaben, Durchschnittstempo und Ansagen zusammenspielen, sollte zuerst die Grundlagen der Veranstaltung verstehen. Danach lässt sich besser beurteilen, welche Unterstützung Speedpilot tatsächlich bietet.

Für Nutzer, die nur eine allgemeine Sport-App suchen, würde ich sie dagegen nicht empfehlen. Ihr Wert entsteht nicht beim Joggen, Radfahren oder freien Fahren, sondern in einem sehr speziellen Oldtimer- und Rallyekontext. Eine gewöhnliche Trainings- oder Navigations-App wäre für diese Zwecke wahrscheinlich passender und möglicherweise einfacher.

Unterm Strich ist Speedpilot für mich kein Programm, das durch möglichst viele Funktionen überzeugen muss. Seine überzeugendste Eigenschaft ist die konsequente Ausrichtung auf die Gleichmäßigkeitsrallye. Die App kann dem Beifahrer helfen, Zeit und Tempo geordnet im Blick zu behalten, verlangt aber Vorbereitung, ein sinnvolles Gerätesetup und ein Team, das die Informationen richtig nutzt.

Ich würde sie daher Freunden empfehlen, die tatsächlich an klassischen oder sportlichen Oldtimer-Gleichmäßigkeitsrallyes teilnehmen oder sich gezielt darauf vorbereiten. Für diese Gruppe ist sie einen Test wert, besonders weil sie kostenlos startet und auch auf älteren Android-Geräten verwendet werden kann. Wer dagegen eine universelle Motorsport-App erwartet, sollte lieber eine breiter angelegte Lösung wählen. Meine klare Schlussfolgerung lautet: Als spezialisiertes Rallyewerkzeug ist Speedpilot sinnvoll, aber nur dann, wenn die Rallyepraxis genauso ernst genommen wird wie die Technik.

FAQ

Was ist Speedpilot und für wen eignet sich die App?

Speedpilot ist eine Navigations- und Geschwindigkeitsassistent-App, die dabei helfen soll, eine geplante Durchschnittsgeschwindigkeit besser einzuhalten. Sie richtet sich vor allem an Fahrer, die bei Rallyes, Gleichmäßigkeitsprüfungen oder längeren Fahrten ihre Zeit und ihr Tempo kontrollieren möchten. Vor dem Download sollte man beachten, dass die App eher als ergänzendes Werkzeug gedacht ist und kein Ersatz für die Aufmerksamkeit des Fahrers, aktuelle Verkehrsinformationen oder die gesetzlichen Vorgaben im Straßenverkehr darstellt.


Wie funktioniert Speedpilot während der Fahrt?

Nach dem Start werden normalerweise relevante Fahrtdaten wie Strecke, Zielzeit, Durchschnittsgeschwindigkeit und der aktuelle Zeitvorsprung oder Zeitrückstand angezeigt. Je nach Konfiguration kann Speedpilot den Fortschritt laufend berechnen und dem Fahrer helfen, das Tempo anzupassen. Für eine zuverlässige Nutzung müssen die Ausgangsdaten korrekt eingegeben werden. Außerdem sollte das Smartphone sicher befestigt sein, damit die Anzeige gut lesbar bleibt, ohne die Sicht oder die Konzentration zu beeinträchtigen.


Benötigt Speedpilot GPS, eine Internetverbindung oder besondere Berechtigungen?

Speedpilot kann für die Erfassung von Position, Strecke oder Geschwindigkeit auf GPS beziehungsweise die Standortdienste des Smartphones angewiesen sein. Ob eine dauerhafte Internetverbindung erforderlich ist, hängt von der jeweiligen Funktion und Version der App ab; viele Berechnungen können grundsätzlich auch ohne mobile Daten möglich sein. Beim ersten Start sollten Nutzer die angeforderten Berechtigungen sorgfältig prüfen. Standortzugriff, Akkuverbrauch und eine stabile GPS-Verbindung können die Nutzung unterwegs deutlich beeinflussen.


Ist Speedpilot kostenlos und gibt es Werbung oder In-App-Käufe?

Ob Speedpilot kostenlos angeboten wird, hängt von der Plattform, der aktuellen Version und dem jeweiligen Entwicklerangebot ab. Im App Store oder bei Google Play sollten Nutzer deshalb vor dem Download den Preis, Hinweise zu Werbung sowie mögliche In-App-Käufe kontrollieren. Auch wenn der Download zunächst gratis ist, können zusätzliche Funktionen, werbefreie Nutzung oder bestimmte Werkzeuge kostenpflichtig sein. Die Angaben im jeweiligen Store sind für die aktuelle Version maßgeblich.


Kann Speedpilot während einer Rallye oder im normalen Straßenverkehr sicher verwendet werden?

Speedpilot kann bei Rallyes, Gleichmäßigkeitsprüfungen und ähnlichen Veranstaltungen nützlich sein, sofern die Regeln der jeweiligen Veranstaltung die Nutzung elektronischer Hilfsmittel erlauben. Im normalen Straßenverkehr darf die App jedoch niemals zu riskantem Fahren, überhöhter Geschwindigkeit oder ständiger Bildschirmbedienung verleiten. Einstellungen sollten vor dem Losfahren vorgenommen werden. Während der Fahrt müssen Verkehrszeichen, Geschwindigkeitsbegrenzungen und die Verkehrssituation immer Vorrang vor den Anzeigen der App haben.


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