projectM Music Visualizer TV

Musik & Audio

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Vorteile

  • Beeindruckende Visualisierungen reagieren dynamisch auf die laufende Musik.
  • Unterstützt lokale Musikdateien und verschiedene Audioquellen.
  • Viele Presets sorgen für abwechslungsreiche Effekte bei längerer Nutzung.
  • Die Darstellung eignet sich gut für größere Bildschirme und TV-Geräte.
  • Visualisierungen können auch ohne dauerhaftes Beobachten im Hintergrund laufen.

Nachteile

  • Einige Presets und Funktionen können je nach Version kostenpflichtig sein.
  • Die App benötigt relativ viel Leistung bei komplexen Animationen.
  • Auf älteren Geräten kann die Darstellung ruckeln oder verzögert reagieren.
  • Die Einrichtung externer Audioquellen ist nicht immer sofort verständlich.
  • Für reine Musikwiedergabe bietet die App nur wenige zusätzliche Funktionen.
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Bewertung von projectM Music Visualizer TV Appcracy

Wer Musik nicht nur hören, sondern dabei auch etwas auf dem Bildschirm erleben möchte, findet in projectM Music Visualizer TV eine angenehm spezielle Lösung. Ich habe die App als das genutzt, was sie sein will: ein visueller Begleiter für laufende Musik auf Android TV, nicht ein neuer Musikdienst und auch kein vollwertiger Player-Ersatz. Die Darstellung reagiert auf den Klang und verwandelt den Fernseher in eine bewegte, farbige Fläche, die im Hintergrund laufen kann.

Mein erster Eindruck war deshalb weniger „noch eine Musik-App“, sondern eher „ein Bildschirmschoner für meine Musik“. Das klingt zunächst nebensächlich, ist im Alltag aber genau der Reiz. Wenn beim Kochen, bei einer kleinen Feier oder beim entspannten Hören im Wohnzimmer ohnehin der Fernseher eingeschaltet ist, wirkt ein statisches Menü schnell langweilig. Die Visualisierungen geben dem Raum mehr Atmosphäre, ohne dass ich ständig auf den Bildschirm schauen muss.

Die Anwendung stammt von Sperl Heavy Industries und gehört in den Bereich Musik und Audio. Sie kostet 3,89 Euro, ist ab null Jahren freigegeben und läuft ab Android 8.0. Mit der aktuellen Version 8.1.2 wirkt sie wie ein Werkzeug für eine klar umrissene Aufgabe: Musik auf einem großen Bildschirm sichtbar machen. Genau diese Spezialisierung ist ihre Stärke, aber auch der wichtigste Grund, vor dem Kauf die eigenen Erwartungen zu prüfen.

Mein grundlegender Ablauf auf dem Fernseher

Ich starte nicht mit der Visualizer-App, wenn ich einfach Musik hören möchte. Zuerst öffne ich die Quelle, aus der der Ton kommt, und beginne die Wiedergabe. Danach wechsle ich zu projectM. Dieser Ablauf ist entscheidend, weil die App selbst nicht als umfangreicher Katalog für Musik gedacht ist. Sie nimmt die laufende Audiowiedergabe als Grundlage und konzentriert sich auf die grafische Reaktion darauf.

Im Wohnzimmer funktioniert das besonders gut mit einer Playlist, die ich nicht ständig bedienen muss. Ich wähle vorher ein Album oder eine längere Sammlung aus, stelle die Lautstärke ein und lasse anschließend die Visualisierung arbeiten. So wird aus einem normalen Fernseher eine Art musikalische Lichtkulisse. Bei ruhiger Musik entstehen oft langsamere, fließende Eindrücke; bei stärkerem Rhythmus wirkt das Bild lebhafter. Ich sehe das nicht als exakte Übersetzung jedes einzelnen Instruments, sondern als stimmungsvolle Interpretation des gesamten Signals.

Für einen kurzen Test reicht ein einzelner Titel. Für die eigentliche Nutzung ist eine vorbereitete Wiedergabeliste jedoch deutlich angenehmer. Das ist einer meiner wichtigsten praktischen Hinweise: Die Musik sollte vor dem Start der Visualisierung bereits sinnvoll vorbereitet sein. Wer währenddessen ständig zwischen Apps wechselt, verliert schnell den entspannten Charakter und macht aus einem Hintergrund-Erlebnis eine Fernbedienungsaufgabe.

Mit der Fernbedienung navigiere ich sparsam. Ich lasse die Darstellung zunächst einige Minuten laufen, bevor ich entscheide, ob mir das gewählte Preset gefällt. Manche Muster wirken auf den ersten Blick spektakulär, werden aber nach kurzer Zeit unruhig. Andere sehen zunächst unscheinbar aus und passen nach mehreren Liedern viel besser. Diese Zeitspanne ist wichtig, weil die Wirkung nicht nur vom einzelnen Bild, sondern auch von der Musik und der Dauer abhängt.

Ein realistisches Alltagsszenario ist für mich ein Abend mit Freunden. Die Musik läuft über das Wohnzimmer-System, und auf dem Fernseher bewegen sich farbige Formen. Niemand muss die App aktiv beobachten, trotzdem wirkt der Raum weniger leer. Für Gespräche stelle ich die Musik leiser und wähle eine ruhigere Darstellung. Bei einer kleinen Feier kann ein dynamischeres Preset besser passen, allerdings würde ich die Visualisierung nicht zu grell einstellen, wenn der Bildschirm direkt im Blickfeld steht.

Auch beim konzentrierten Arbeiten kann die App interessant sein, sofern der Fernseher seitlich steht. Ich nutze sie dann eher als visuelles Hintergrundelement. Wer dagegen beim Lesen oder Schreiben empfindlich auf Bewegung reagiert, sollte den Bildschirm lieber ausschalten. Die App ist nicht automatisch entspannend; manche Effekte ziehen Aufmerksamkeit an und können mehr ablenken als ein dunkler Fernseher.

Was ich vor längeren Sessions vorbereite

Vor einer längeren Wiedergabe prüfe ich drei Dinge: die Musikquelle, die Lautstärke und die Sichtposition zum Fernseher. Eine gute Visualisierung kann nicht ausgleichen, wenn der Ton ständig unterbrochen wird. Ebenso wirkt ein Preset aus kurzer Entfernung oft stärker als aus mehreren Metern. Ich wähle deshalb nicht nur nach dem ersten Eindruck auf dem Bildschirm, sondern danach, ob die Bewegung aus meiner üblichen Sitzposition angenehm bleibt.

Ein weiterer nützlicher Ablauf ist das Testen mit verschiedenen Musikrichtungen. Ein Preset, das bei elektronischer Musik überzeugend aussieht, muss bei akustischen Stücken nicht genauso passend wirken. Ich merke mir nicht zwingend einzelne Namen, sondern eher die Art der Bewegung: langsam und weich für Hintergrundmusik, kontrastreicher für rhythmische Titel. Dadurch verbringe ich später weniger Zeit mit dem Durchschalten.

Die App eignet sich außerdem gut für Nutzer, die bereits ein Android-TV-Setup mit einer separaten Musikquelle haben. Wer Musik hauptsächlich über ein Smartphone hört und den Fernseher selten einschaltet, wird den Mehrwert dagegen wahrscheinlich weniger oft nutzen. In diesem Fall sind mobile Visualizer oder ein normaler Musikplayer praktischer, weil sie keinen großen Bildschirm voraussetzen.

Welche Einstellungen sich wirklich lohnen

Bei einer Visualizer-App ist die Versuchung groß, jedes verfügbare Preset schnell anzuklicken. Ich finde es sinnvoller, zuerst die Darstellung als Ganzes zu beurteilen: Ist sie für den Raum zu hell? Sind die Bewegungen angenehm oder nervös? Passt sie zur Lautstärke und zur Art der Musik? Diese Fragen bringen im Alltag mehr als ein ständiges Wechseln zwischen zufälligen Effekten.

Die Auswahl der Visualisierungen ist der wichtigste persönliche Bereich. Ich bevorzuge Varianten, die eine erkennbare Bewegung haben, aber nicht jede Sekunde die gesamte Bildfläche umwerfen. Solche Darstellungen funktionieren auch dann, wenn ich nicht aktiv zuschaue. Sehr schnelle oder stark kontrastierende Muster können zwar eindrucksvoll sein, verlieren aber bei langen Sessions schneller ihren Reiz.

Wenn die App eine automatische Weitergabe oder zufällige Auswahl von Visualisierungen anbietet, würde ich diese Funktion zunächst nur für kurze Tests verwenden und anschließend auf eine bewusst ausgewählte Darstellung wechseln. So entdecke ich neue Varianten, ohne dass während eines ganzen Abends plötzlich ein unpassendes Muster auftaucht. Ich formuliere das bewusst vorsichtig, weil der genaue Bedienkomfort von der verwendeten Android-TV-Fernbedienung und der jeweiligen Oberfläche abhängen kann.

Die Bildschirmhelligkeit ist ebenfalls nicht nebensächlich. Die App steuert nicht die Qualität der Musik, sondern vor allem die optische Wirkung. Ein sehr helles Panel kann in einem abgedunkelten Raum anstrengend wirken. Ich reduziere deshalb lieber die allgemeine Fernseherhelligkeit, statt die App für einen Fehler verantwortlich zu machen, den eigentlich die Raumbeleuchtung verursacht. Bei Tageslicht darf die Darstellung dagegen kräftiger sein.

Bei der Audioseite ist eine stabile Lautstärke wichtiger, als ich anfangs dachte. Wenn die Musik extrem leise läuft, wirken manche Reaktionen kaum sichtbar. Bei sehr hoher Lautstärke wird das Bild nicht automatisch besser; dann kann die Darstellung hektisch erscheinen, während die Ohren bereits belastet werden. Mein Rat ist, die Lautstärke zuerst angenehm einzustellen und danach ein Preset zu wählen, das mit diesem Pegel ausgewogen aussieht.

Für Familien ist die Altersfreigabe ab null Jahren beruhigend, weil die Anwendung keine erwachsenenspezifische Ausrichtung hat. Trotzdem würde ich kleine Kinder nicht lange unbeaufsichtigt vor stark bewegten Bildern sitzen lassen. Das ist keine Besonderheit dieser App, sondern eine vernünftige Gewohnheit bei jeder intensiven Bildschirmdarstellung. Für den gemeinsamen Familienraum funktioniert sie am besten mit langsameren, weniger grellen Mustern.

Meine Methode gegen die Fernbedienungs-Suche

Ich teile die Nutzung in drei Phasen. Zuerst probiere ich mehrere Visualisierungen mit demselben Musikstück aus. Danach teste ich meine Favoriten mit einem ruhigeren und einem rhythmischeren Titel. Zum Schluss wähle ich zwei oder drei Varianten, die für längeres Hören funktionieren. Diese kleine Routine verhindert, dass ich ein Preset nur wegen eines spektakulären ersten Moments auswähle.

Wer die App regelmäßig verwendet, sollte außerdem eine feste Startreihenfolge einüben. Ich öffne die Musikquelle, starte die Wiedergabe, wechsle zu projectM und lasse die erste Darstellung kurz laufen. Erst wenn etwas nicht passt, greife ich wieder zur Fernbedienung. Dieser Ablauf klingt banal, spart aber tatsächlich Aufmerksamkeit. Besonders bei Android TV ist es angenehmer, eine einmal funktionierende Reihenfolge beizubehalten, statt jedes Mal neu zu suchen.

Ein guter Kompromiss zwischen Abwechslung und Ruhe ist ein Wechsel nur zu Beginn einer neuen Hörsituation. Für eine Party wähle ich ein lebhafteres Muster und lasse es länger laufen. Für Hintergrundmusik am Abend nehme ich eine ruhigere Variante. Ich würde nicht bei jedem Lied wechseln, weil dadurch der Eindruck entsteht, die Visualisierung müsse ständig aktiv gesteuert werden. Ihr Wert liegt gerade darin, dass sie nach der Auswahl selbstständig im Hintergrund bleibt.

Schnellere Muster für Alltag, Musikabende und Gäste

Die praktischste Abkürzung ist eine vorbereitete Musikliste. Wenn ich erst während der Visualisierung nach einzelnen Titeln suche, wird die App zum Nebendarsteller. Mit einer fertigen Liste kann ich die Darstellung als eigene Ebene behandeln: Die Musik läuft, projectM reagiert, und ich muss nur noch gelegentlich prüfen, ob die Atmosphäre noch passt.

Für einen entspannten Abend wähle ich ein Preset, das auch bei längeren ruhigen Passagen interessant bleibt. Für eine kleine Feier achte ich stärker darauf, dass die Farben aus verschiedenen Blickwinkeln sichtbar sind. Sitzt niemand direkt vor dem Fernseher, bringen feine Details wenig. Dann sind klare, großflächige Bewegungen sinnvoller als komplizierte Muster, die nur aus nächster Nähe auffallen.

Eine weitere nützliche Gewohnheit ist, die App nicht als Ersatz für Lichtquellen zu betrachten. Der Fernseher kann eine Atmosphäre unterstützen, aber er beleuchtet den Raum ungleichmäßig und kann bei dunklen Szenen fast verschwinden. Ich kombiniere ihn lieber mit einer gedimmten, warmen Lampe. Dadurch muss die Visualisierung nicht maximal hell laufen, und der Raum wirkt trotzdem lebendig.

Bei längeren Hörsessions achte ich auf die Aufmerksamkeit. Ein Visualizer kann das Gefühl vermitteln, ständig etwas beobachten zu müssen. Wenn ich merke, dass ich mehr auf die Muster als auf die Musik achte, wechsle ich zu einer zurückhaltenderen Darstellung oder schalte den Fernseher aus. Das ist ein echter Trade-off: Die App bereichert das Hörerlebnis, kann aber bei empfindlichen Nutzern auch zum visuellen Hauptreiz werden.

Für Gäste ist die geringe Einstiegshürde ein Vorteil. Niemand muss die Bedienung verstehen, um den Effekt zu sehen. Ich starte die Anwendung vorher und lasse die Musikquelle vorbereitet. Dadurch bleibt die Fernbedienung aus der Hand, und die Visualisierung erfüllt ihre Rolle als Kulisse. Wer dagegen ein interaktives Musikspiel oder synchronisierte Texte erwartet, wird enttäuscht sein. projectM ist zum Anschauen gedacht, nicht zum Mitsingen oder Mitspielen.

Im Vergleich zu üblichen Musikplayern gefällt mir die klare Konzentration auf die Bildwirkung. Ein normaler Player bietet meist bessere Kontrolle über Bibliothek, Warteschlange, Titelinformationen und Wiedergabe. Dafür liefert er auf dem großen Fernseher oft keine ähnlich ausgeprägte visuelle Ebene. Kostenlose Bildschirmschoner können günstiger sein, reagieren aber nicht unbedingt so eng auf die Musik. Welche Lösung besser ist, hängt deshalb davon ab, ob der Ton oder die Atmosphäre im Mittelpunkt steht.

Wann eine andere Lösung sinnvoller ist

Ich würde die App nicht empfehlen, wenn du hauptsächlich unterwegs mit Kopfhörern hörst. Auf einem Smartphone ist der große TV-Fokus wenig hilfreich. Auch wer eine präzise Musiksammlung verwalten, Podcasts organisieren oder Videos mit eingeblendeten Informationen sehen möchte, ist mit einem spezialisierten Player besser bedient.

Für Nutzer mit einem sehr alten Android-TV-Gerät ist die Mindestanforderung von Android 8.0 ein wichtiger Prüfpunkt. Wer diese Systemvoraussetzung erfüllt, sollte trotzdem berücksichtigen, dass die Wirkung stark vom Fernseher und von der Fernbedienung abhängt. Auf einem kleinen Bildschirm ist der Effekt weniger überzeugend als auf einem großen Panel. Die App selbst bleibt dieselbe, aber die Umgebung entscheidet über den wahrgenommenen Nutzen.

Auch der Preis von 3,89 Euro sollte im Verhältnis zur Nutzung gesehen werden. Für jemanden, der den Fernseher nur für Nachrichten und Streaming einschaltet, ist das vermutlich kein besonders sinnvoller Kauf. Wer dagegen regelmäßig Musik über Android TV laufen lässt und eine visuelle Begleitung sucht, bekommt ein Werkzeug, das genau diese Lücke schließt. Ich würde den Kauf vor allem dann nachvollziehbar finden, wenn der Fernseher ohnehin Teil der Musikanlage ist.

Die Grenzen für erfahrene Nutzer

Mit etwas Erfahrung erkennt man schnell, dass ein Visualizer nicht beliebig steuerbar ist. Die App macht aus einem Audiosignal eine grafische Interpretation, aber sie ersetzt keine echte Lichtsteuerung und keine professionelle Bühnensoftware. Wer exakte Übergänge, programmierte Szenen oder eine millimetergenaue Synchronisation erwartet, braucht ein anderes System.

Auch die Musikquelle bleibt ein möglicher Engpass. Wenn die Wiedergabe über eine App läuft, die beim Wechsel zu projectM pausiert oder ihre Ausgabe nicht weitergibt, funktioniert der gewünschte Ablauf nicht so reibungslos. Deshalb teste ich die Kombination aus Musik-App, Android TV und Visualizer vor einem längeren Abend. Ein kurzer Probelauf ist hilfreicher als die Annahme, jede Audioquelle verhalte sich gleich.

Die Bedienung über den Fernseher ist grundsätzlich bequem, aber nicht so flexibel wie eine Maus- oder Touch-Oberfläche. Feine Einstellungen können mit einer Fernbedienung langsamer wirken. Ich vermeide deshalb unnötige Änderungen während der Wiedergabe. Ein erfahrener Nutzer baut sich eher eine kleine Auswahl an Favoriten und festen Abläufen auf, statt jedes Detail live zu justieren.

Die Bewertung von 3,8 bei rund hundert abgegebenen Bewertungen zeigt für mich ein gemischtes, aber nicht bedeutungsloses Bild. Die App ist kein universelles Produkt, bei dem jeder Nutzer denselben Nutzen erlebt. Wer genau die TV-Visualisierung sucht, kann sehr zufrieden sein; wer einen kompletten Musikplayer erwartet, wird die Grenzen stärker spüren. Die Zahl der Installationen liegt bei über zehntausend, was zu diesem spezialisierten Einsatzbereich passt: sichtbar etabliert, aber kein Massenwerkzeug für alle Musikfans.

Ich finde außerdem wichtig, zwischen „sieht gut aus“ und „bleibt angenehm“ zu unterscheiden. Ein Effekt kann technisch beeindruckend sein und trotzdem nach wenigen Minuten ermüden. Meine beste Nutzung entsteht nicht durch maximale Dynamik, sondern durch passende Auswahl. Das ist der Punkt, an dem sich die App für erfahrene Nutzer öffnet: Nicht möglichst viel ausprobieren, sondern eine wiederholbare Kombination aus Musik, Raum, Helligkeit und Preset finden.

Wenn du eine Party veranstaltest, würde ich die Darstellung nicht unbeaufsichtigt als alleinige Lichtquelle einplanen. Der Fernseher kann Atmosphäre schaffen, aber er reagiert nicht wie eine professionelle Lichtanlage auf den Raum. Bei empfindlichen Personen, Haustieren oder kleinen Kindern wähle ich außerdem ruhige Muster und moderate Helligkeit. So bleibt der Effekt dekorativ, statt zum dominanten Reiz zu werden.

Mein Urteil nach der eingespielten Routine

projectM Music Visualizer TV ist für mich eine überzeugende Nischen-App, wenn Musik auf dem Android-TV-Fernseher laufen soll und der Bildschirm dabei nicht leer bleiben soll. Der eigentliche Wert liegt nicht in einer umfangreichen Bibliothek oder in zusätzlichen Musikfunktionen, sondern in der Verbindung aus laufendem Ton und bewegter Darstellung. Wer diese Aufgabe sucht, bekommt eine klare und angenehm fokussierte Lösung.

Besonders gut gefällt mir, dass die App nach einer kurzen Einrichtung wenig Aufmerksamkeit verlangt. Mit einer vorbereiteten Playlist, einer passenden Helligkeit und wenigen ausgewählten Presets entsteht ein verlässlicher Ablauf. Der Fernseher wird dadurch zu einem Teil der Hörumgebung, ohne dass ich ständig eingreifen muss. Für Wohnzimmer, kleine Treffen und atmosphärische Hintergrundmusik ist das ein echter Mehrwert.

Die Schwächen liegen ebenso klar auf der Hand. Die App ist kein Ersatz für einen starken Musikplayer, keine Bibliotheksverwaltung und kein interaktives Spiel. Die Qualität des Erlebnisses hängt stark von der Audioquelle, dem Fernseher, der Raumbeleuchtung und der persönlichen Empfindlichkeit gegenüber Bewegung ab. Wer wenig über Android TV hört oder eine sehr präzise Steuerung erwartet, sollte sein Geld eher in eine passendere Lösung investieren.

Für mich rechtfertigt der Preis den Kauf, wenn der Fernseher regelmäßig als Musikanlage verwendet wird. Die Altersfreigabe ab null Jahren macht die Nutzung im Familienraum unkompliziert, und die aktuelle Version 8.1.2 zeigt, dass die Anwendung weiterhin als eigenständiges Werkzeug gepflegt wird. Ich würde sie nicht jedem Musikfan empfehlen, aber einem Freund mit Android TV und Freude an visueller Atmosphäre durchaus.

Mein abschließender Tipp lautet: Starte mit einer längeren Playlist, teste die Darstellung aus deiner normalen Sitzposition und entscheide erst danach, ob sie dich wirklich begleitet oder nur kurz beeindruckt. Wenn du eine kleine Auswahl an passenden Presets findest und die Bedienung in einen festen Ablauf bringst, spielt die App ihre Stärke aus. Dann wird aus einem einfachen visuellen Effekt eine angenehme, wiederholbare Hörgewohnheit.

FAQ

Was ist projectM Music Visualizer TV und wofür kann ich es verwenden?

projectM Music Visualizer TV ist eine App, die Musik in farbenfrohe, animierte Visualisierungen umwandelt. Während ein Titel abgespielt wird, reagieren die Effekte auf Rhythmus und Klang und erzeugen so eine dynamische Hintergrunddarstellung. Besonders geeignet ist die Anwendung für Fernseher, Streaming-Geräte oder große Bildschirme, auf denen Musikpartys, entspannte Abende oder Hintergrundmusik optisch aufgewertet werden sollen.


Welche Geräte und Plattformen werden von projectM Music Visualizer TV unterstützt?

Die TV-Version ist in erster Linie für kompatible Smart-TV- und Android-TV-Geräte sowie entsprechende Streaming-Hardware gedacht. Vor dem Download sollte man deshalb prüfen, ob das eigene Gerät die App im jeweiligen Store anbietet und ausreichend aktuell ist. Die Bedienung ist für eine Fernbedienung ausgelegt, während die genaue Kompatibilität je nach Hersteller, Betriebssystemversion und Bildschirmauflösung unterschiedlich ausfallen kann.


Kann projectM Music Visualizer TV Musik aus anderen Apps visualisieren?

Das hängt stark vom verwendeten Gerät und der Audio-Wiedergabe ab. projectM kann grundsätzlich auf ein Audiosignal reagieren, allerdings erlauben nicht alle Fernseher oder Streaming-Plattformen den Zugriff auf den Ton anderer Apps. In manchen Fällen funktioniert die Visualisierung mit lokal abgespielten oder unterstützten Audioquellen besser als mit geschützten Streaming-Diensten. Nutzer sollten daher die Hinweise des Geräts und die App-Beschreibung beachten.


Bietet projectM Music Visualizer TV verschiedene Effekte und Anpassungsmöglichkeiten?

Ja, ein wesentlicher Reiz der App liegt in den zahlreichen animierten Presets und wechselnden visuellen Mustern. Je nach Version und Plattform können Nutzer zwischen unterschiedlichen Stilen wählen und die Darstellung während der Musikwiedergabe variieren. Die Effekte reichen typischerweise von geometrischen Formen bis zu psychedelischen, farbintensiven Animationen. Die Auswahl kann auf großen Bildschirmen besonders eindrucksvoll wirken.


Ist projectM Music Visualizer TV kostenlos und gibt es Werbung oder In-App-Käufe?

Ob die TV-Version kostenlos erhältlich ist und welche Einschränkungen gelten, kann je nach Store, Region und Geräteplattform unterschiedlich sein. Vor der Installation sollte man deshalb die aktuelle Produktseite prüfen. Dort werden normalerweise Preis, Werbung, mögliche In-App-Käufe und enthaltene Funktionen angegeben. Auch wenn die Grundfunktion verfügbar ist, können zusätzliche Presets oder bestimmte Komfortfunktionen gegebenenfalls kostenpflichtig sein.


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