Hilfe im Wald

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Vorteile

  • Schnelle Orientierung bei Notfällen abseits befestigter Wege
  • Nützliche Informationen zu Erste Hilfe und Verhalten im Wald
  • Auch ohne Mobilfunknetz teilweise als Nachschlagewerk nutzbar
  • Übersichtliche Darstellung erleichtert die Bedienung unterwegs
  • Für Wanderer
  • Familien und Outdoor-Einsteiger gleichermaßen geeignet

Nachteile

  • Ersetzt keine professionelle Ausbildung oder medizinische Beratung
  • Der Nutzen hängt stark von einem geladenen Smartphone ab
  • Nicht alle beschriebenen Situationen lassen sich vollständig abdecken
  • Zusätzliche Karten- oder Ortungsfunktionen können eingeschränkt sein
  • In akuten Notfällen muss weiterhin der Notruf kontaktiert werden
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Wer im Wald unterwegs ist, denkt meist zuerst an Wege, Wetter und Ausrüstung. Die Frage, wie man im Notfall den eigenen Standort verständlich weitergibt, kommt oft erst dann auf, wenn etwas passiert ist. Genau hier setzt Hilfe im Wald an. Die kostenlose App aus dem Bereich Karten und Navigation soll die Orientierung bei Notfällen im Wald erleichtern und richtet sich damit an Spaziergänger, Wanderer, Familien, Radfahrer und alle, die regelmäßig abseits dichter Bebauung unterwegs sind.

Ich finde den Ansatz sinnvoll, weil ein Waldnotfall anders funktioniert als ein Zwischenfall an einer bekannten Straße. Ein Straßenname oder eine Hausnummer hilft dort häufig nicht weiter. Im Wald sind markierte Rettungspunkte, Wegekreuzungen und eine möglichst klare Standortangabe deutlich wichtiger. Die Anwendung von INTEND Geoinformatik GmbH konzentriert sich auf genau diesen praktischen Moment: nicht auf lange Tourenplanung, sondern auf schnelle Hilfe, wenn die Umgebung schwer zu beschreiben ist.

Die App ist seit dem 11.07.2013 erhältlich, kostenlos und für alle Altersgruppen freigegeben. Mit einer durchschnittlichen Bewertung von 3,9 bei rund 931 Bewertungen und mehr als 100.000 Installationen ist sie kein völlig unbekanntes Nischenwerkzeug. Aktuell wird Version 2.1.2 angeboten; als Mindestvoraussetzung ist iOS beziehungsweise Android ab Version 9 angegeben. Für mich ist das vor allem eine App, die man idealerweise vor dem Ausflug ausprobiert, damit sie im Ernstfall nicht zum ersten Mal geöffnet wird.

Was mich beim ersten Öffnen erwartet hat

Der wichtigste Unterschied zu gewöhnlichen Karten-Apps liegt in der Zielsetzung. Google Maps, Apple Karten oder ähnliche Anwendungen sind hervorragend, wenn ich eine Adresse, ein Geschäft oder eine bekannte Straße suche. Im Wald können solche Apps aber schnell an ihre Grenzen kommen: Ein Weg trägt nicht immer einen gut sichtbaren Namen, mehrere Pfade sehen ähnlich aus, und die nächste bewohnte Adresse kann weit entfernt liegen. Hilfe im Wald ist deshalb nicht als vollständiger Ersatz für eine allgemeine Navigations-App gedacht.

Ich würde sie eher als spezielles Notfallwerkzeug neben der normalen Karten-App betrachten. Das ist ein wichtiger Unterschied, weil dadurch auch die Erwartungen klarer werden. Wer eine detaillierte Wanderroute mit Höhenprofil, Etappenplanung, aufgezeichnetem Track oder umfangreichen Outdoor-Karten sucht, wird wahrscheinlich bei einer spezialisierten Wander-App besser aufgehoben sein. Wer dagegen vor allem eine zusätzliche Orientierungshilfe für einen möglichen Notfall möchte, bekommt hier einen deutlich enger gefassten Zweck.

Die Oberfläche wirkt bei einer solchen App idealerweise dann gelungen, wenn sie im Stress nicht viele Entscheidungen verlangt. Ich achte deshalb weniger auf dekorative Kartenelemente als auf die Frage, ob ich rasch erkenne, was als Nächstes zu tun ist. Für Erstnutzer ist hilfreich, die Anwendung nicht erst bei einer Verletzung, einem medizinischen Problem oder einer verlorenen Begleitperson zu testen. Ein kurzer Probelauf zu Hause oder am Waldrand nimmt später Unsicherheit aus der Situation.

Der Store-Satz „Hilfe im Wald“ beschreibt den Charakter treffend, bleibt aber bewusst knapp. In der Praxis sollte man die App nicht mit einem automatischen Rettungsdienst verwechseln. Sie nimmt mir nicht die Entscheidung ab, wann ich Hilfe brauche, und sie ersetzt auch keine vernünftige Vorbereitung. Ihr Wert liegt darin, die Kommunikation über den Ort zu unterstützen. Das klingt unspektakulär, kann aber entscheidend sein, wenn ich nur sagen kann, dass ich „irgendwo im Wald“ bin.

Die ersten Minuten nach der Installation

Nach der Installation würde ich die App nicht einfach schließen, sondern zuerst in einer ruhigen Umgebung vollständig öffnen und die wichtigsten Ansichten ansehen. Entscheidend ist, dass ich später nicht erst herausfinden muss, welche Karte, welcher Standort oder welcher Rettungspunkt gemeint ist. Ich prüfe dabei, ob mein aktueller Bereich erkannt wird und ob die Darstellung für mich verständlich ist. Eine gut lesbare Anzeige ist im Notfall wichtiger als eine besonders umfangreiche Informationsmenge.

Zum Einrichten gehört für mich auch ein kurzer Blick auf die Geräteeinstellungen. Standortfunktionen sollten grundsätzlich so arbeiten können, dass die App den eigenen Aufenthaltsort erfassen darf. Falls das Smartphone eine Berechtigung abfragt, sollte man sie nicht gedankenlos bestätigen, sondern verstehen, wofür sie gebraucht wird. Gerade bei einer Notfallanwendung ist es sinnvoll, die Standortfunktion vor dem Ausflug zu prüfen, statt erst im Wald nach einer blockierten Einstellung zu suchen.

Ich empfehle außerdem, das Telefon mit ausreichend Akkureserve mitzunehmen. Eine App kann nur helfen, wenn das Gerät noch eingeschaltet ist und die nötigen Funktionen nutzen kann. Das ist kein spezielles Problem dieser Anwendung, aber im Wald fallen lange Rückwege, schwacher Empfang und niedrige Temperaturen stärker ins Gewicht als im Alltag. Eine kleine Powerbank, ein kurzer Hinweis an eine Vertrauensperson und passende Kleidung gehören für mich deshalb zum selben Vorbereitungsschritt.

Ein nützlicher Test besteht darin, die App an einem Ort zu öffnen, dessen Lage ich kenne. Ich vergleiche nicht zwanghaft jede Einzelheit mit einer anderen Karte, sondern achte darauf, ob ich die Darstellung intuitiv lesen kann. Wo befindet sich der eigene Standort? Welche markanten Punkte erkenne ich? Wie würde ich die Information einer anderen Person erklären? Diese Fragen machen aus einer bloßen Installation eine echte Vorbereitung.

Der erste erfolgreiche Ablauf

Ein realistisches Beispiel: Ich bin mit einer Begleitperson auf einem Waldweg unterwegs, und diese Person knickt um. Sie kann nicht sicher weiterlaufen, der genaue Wegname ist unbekannt, und eine Kreuzung liegt nur wenige Minuten zurück. In dieser Situation würde ich zuerst die unmittelbare Sicherheit klären, die verletzte Person nicht unnötig bewegen und anschließend die App öffnen. Der nächste sinnvolle Schritt ist, den eigenen Standort und die auffälligen Orientierungspunkte in der Umgebung zu erfassen.

Beim Weitergeben der Informationen würde ich nicht nur eine einzelne Angabe nennen. Verständlicher ist eine Kombination aus dem angezeigten Standort, einem sichtbaren Weg, einer Kreuzung, einem markanten Punkt und der Richtung, aus der ich gekommen bin. Falls in der Umgebung ein ausgewiesener Rettungspunkt erkennbar ist, sollte ich ihn ebenfalls nennen. Die beste Standortmeldung besteht aus mehreren überprüfbaren Hinweisen, nicht aus einem vagen Satz wie „Wir sind bei den Bäumen hinter dem Parkplatz“.

Die App kann dabei helfen, die eigene Position besser einzuordnen. Trotzdem sollte ich die Informationen vor dem Absetzen eines Notrufs noch einmal laut zusammenfassen. Das verhindert, dass ich eine Zahl verwechsle oder eine Kartenangabe falsch ablese. Wenn ich mit anderen unterwegs bin, kann eine Person die Anzeige ablesen, während eine andere bei der verletzten Person bleibt. Diese kleine Aufgabenteilung ist praktischer, als wenn alle gleichzeitig auf dasselbe Display schauen.

Wichtig ist auch, die App nicht als alleinige Verbindung nach außen zu betrachten. Wenn ein Notruf erforderlich ist, muss ich den dafür vorgesehenen Rettungsweg nutzen. Die Anwendung unterstützt die Orientierung, aber sie ersetzt weder den Anruf bei den zuständigen Notdiensten noch klare Angaben zum Zustand der betroffenen Person. Ich würde deshalb zuerst medizinische Dringlichkeit und Sicherheit beachten und erst danach die Kartendarstellung so nutzen, dass sie die Kommunikation verbessert.

Ein zweiter sinnvoller Test ist ein Spaziergang mit bewusstem Zwischenstopp. Ich öffne die Anwendung nicht erst am Ziel, sondern prüfe unterwegs, ob ich die Umgebung anhand der Anzeige wiedererkenne. Danach schließe ich sie und versuche, einem Mitwanderer zu erklären, wo wir uns befinden. Dieser Ablauf zeigt schneller als ein bloßes Durchklicken, ob mir die Darstellung wirklich hilft. Gleichzeitig lerne ich, welche natürlichen Merkmale ich zusätzlich nennen sollte.

Typische Missverständnisse im Wald

Die häufigste Fehlannahme ist, dass eine Standortanzeige automatisch einen perfekten Empfang voraussetzt oder garantiert. In der Realität können dichte Baumkronen, Gelände und abgelegene Regionen die Nutzung eines Smartphones erschweren. Deshalb sollte ich mich nicht darauf verlassen, dass jede Anzeige jederzeit gleich schnell erscheint. Vor dem Start ist es klug, die App einmal in der Region zu öffnen und die grundlegende Orientierung zu prüfen.

Ein weiteres Missverständnis betrifft die Genauigkeit. Selbst wenn ein Smartphone einen Standort anzeigt, bedeutet das nicht unbedingt, dass ich exakt auf dem richtigen Meter stehe. Im Wald können kleine Abweichungen einen großen Unterschied machen, wenn mehrere Wege dicht nebeneinander verlaufen. Ich würde deshalb immer zusätzlich die Richtung, den Wegeverlauf und sichtbare Merkmale beschreiben. Je abgelegener die Stelle, desto wichtiger wird diese Kombination.

Auch Rettungspunkte sollte man nicht gedanklich mit einem persönlichen Treffpunkt verwechseln. Ein solcher Punkt kann die Suche erleichtern, aber ich sollte nicht automatisch versuchen, eine verletzte Person dorthin zu schleppen. Bei Schmerzen, möglicher Verletzung oder unsicherem Gelände ist es vernünftiger, die Situation zu stabilisieren und Anweisungen der Rettungskräfte zu befolgen. Die App hilft bei der Ortsangabe; sie gibt mir dadurch nicht automatisch medizinische oder taktische Handlungsempfehlungen.

Manche Nutzer werden außerdem erwarten, dass eine spezielle Wald-App alle Funktionen einer großen Navigationsplattform enthält. Das ist nicht der Maßstab, an dem ich sie messen würde. Wenn ich eine Wanderung planen, eine Route speichern oder unterwegs viele Details zu Unterkünften und Verkehrsmitteln abrufen möchte, ist eine allgemeine Karten- oder Outdoor-App wahrscheinlich vielseitiger. Der Vorteil dieser Anwendung liegt gerade in der Konzentration auf die Notfallorientierung.

Ein praktischer Stolperstein ist die Kommunikation unter Stress. Selbst eine verständliche Karte hilft wenig, wenn ich nur auf das Display starre und keine klare Meldung formuliere. Ich würde mir daher vor dem Ausflug einen einfachen Satz merken: Was ist passiert, wie viele Personen sind betroffen, wie dringend ist die Lage, und wo genau befinden wir uns? Danach ergänze ich die Angaben aus der App und aus der Umgebung. Diese Reihenfolge hält die Meldung übersichtlich.

Für wen die App besonders sinnvoll ist

Ich sehe den größten Nutzen bei Menschen, die regelmäßig in Regionen unterwegs sind, in denen Straßennamen und Hausnummern nicht als Orientierung ausreichen. Dazu gehören Familien mit Kindern, ältere Wanderer, allein laufende Personen und Radfahrer auf Waldwegen. Auch wer nur gelegentlich einen abgelegenen Spazierweg besucht, kann von einem vorbereiteten Werkzeug profitieren, weil gerade unerfahrene Nutzer die Umgebung im Notfall oft schlechter beschreiben können.

Für Gruppen ist die App ebenfalls interessant, wenn nicht alle Teilnehmer dieselbe Erfahrung im Gelände haben. Eine Person kann sich mit der Anzeige vertraut machen, bevor die Gruppe losgeht, und im Ernstfall die Standortinformationen zusammenfassen. Ich würde trotzdem nicht voraussetzen, dass jedes Gruppenmitglied die App installiert. Wichtiger ist, dass mindestens eine Person weiß, wie sie den Standort abliest und die Information in verständliche Worte übersetzt.

Weniger passend ist sie für Nutzer, die eine vollständige Outdoor-Navigation erwarten. Wer regelmäßig lange Touren plant, offline Karten benötigt, Tracks auswertet oder komplexe Routen vergleichen möchte, sollte zu einer dafür entwickelten Lösung greifen. Auch bei einer Reise außerhalb des vorgesehenen regionalen Anwendungsbereichs sollte man vorher prüfen, ob die Darstellung dort den eigenen Erwartungen entspricht. Eine Notfall-App ist kein Ersatz für Ortskenntnis, Papierkarte, Kompass und vernünftige Tourenplanung.

Für Kinder würde ich die App nicht als selbstständiges Rettungswerkzeug betrachten. Die Altersfreigabe ab null Jahren sagt etwas über die grundsätzliche Eignung der Inhalte aus, nicht darüber, dass ein Kind allein einen Notfall bewältigen kann. Erwachsene sollten erklären, wann Hilfe geholt wird, wie man ruhig bleibt und welche Angaben wichtig sind. Die Anwendung kann dabei ein anschauliches Hilfsmittel sein, aber die Verantwortung bleibt bei den begleitenden Personen.

Wie sie sich gegen gewöhnliche Karten-Apps schlägt

Im direkten Vergleich mit Google Maps oder Apple Karten gewinnt Hilfe im Wald nicht durch die größere Alltagsvielfalt. Für Adressen, Geschäfte, Fahrstrecken und bekannte Ziele sind die großen Karten-Apps meist die bessere Wahl. Ihre Stärke liegt in der breiten Abdeckung alltäglicher Ziele und in den vertrauten Suchfunktionen. Wer nur eine einzige Karten-App auf dem Telefon behalten möchte, wird den zusätzlichen Platzbedarf einer Spezialanwendung kritisch sehen.

Die spezielle Waldanwendung hat dafür einen anderen Schwerpunkt. Sie lenkt die Aufmerksamkeit auf die Frage, wie ein abgelegener Standort im Notfall beschrieben werden kann. Das ist eine andere Aufgabe als die Suche nach dem schnellsten Weg zum Supermarkt. Für mich ist sie dann überzeugend, wenn ich sie als Ergänzung installiere: Die normale Karten-App bleibt für die tägliche Navigation zuständig, während diese Anwendung als vorbereitete Hilfe für Waldsituationen bereitliegt.

Gegenüber umfangreichen Wander-Apps ist der Vergleich ebenfalls nicht ganz fair. Wanderplattformen bieten häufig mehr Planung und Toureninformationen, können dadurch aber auch überladen wirken, wenn ich gerade schnell eine Notfallinformation brauche. Eine konzentrierte Oberfläche kann in diesem Moment angenehmer sein. Gleichzeitig darf man nicht automatisch dieselbe Detailtiefe oder denselben Komfort erwarten wie bei einem ausgewachsenen Outdoor-Navigationssystem.

Mein persönlicher Kompromiss wäre deshalb klar: Für einen kurzen Waldspaziergang nehme ich die App als zusätzliche Absicherung mit; für eine anspruchsvolle Tagestour kombiniere ich sie mit einer geeigneten Wanderkarte und einer klassischen Vorbereitung. Dazu gehören eine grobe Routenkenntnis, ein geladener Akku, passende Kleidung und die Information an eine Person außerhalb der Gruppe. Keine einzelne App sollte zum einzigen Sicherheitsplan werden.

Was ich vor dem nächsten Ausflug konkret tun würde

Nach der ersten Einrichtung würde ich die Anwendung nicht nur auf dem Startbildschirm liegen lassen. Ich würde sie an einem bekannten Waldzugang öffnen, die Orientierung auf der Karte nachvollziehen und die Darstellung anschließend wiedererkennen lernen. Danach würde ich die wichtigsten Begriffe in eigenen Worten erklären können. Dieser Schritt dauert nicht lange, macht aber einen großen Unterschied, wenn die Aufmerksamkeit später durch Angst, Schmerzen oder Zeitdruck eingeschränkt ist.

Ich würde außerdem eine kleine persönliche Checkliste verwenden:

  • Ist der Akku ausreichend geladen?
  • Kann ich meinen Standort auf der Karte eindeutig erkennen?
  • Weiß ich, welche Wege, Kreuzungen oder markanten Punkte ich nennen kann?
  • Ist klar, wer im Notfall den Rettungsdienst kontaktiert?
  • Habe ich neben dem Smartphone eine einfache Ausweichmöglichkeit zur Orientierung?

Der dritte Punkt wird oft unterschätzt. Eine digitale Anzeige ist nur dann nützlich, wenn ich sie in Sprache übersetzen kann. Ich würde daher nicht nur eine Position ablesen, sondern mir angewöhnen, die Umgebung zu beobachten: Komme ich von einem breiten Forstweg, liegt hinter mir eine Kreuzung, sehe ich einen markierten Punkt oder ein auffälliges Bauwerk? Solche Hinweise machen eine Meldung robuster, falls die digitale Darstellung gerade nicht vollständig verfügbar ist.

Auch die Begleitung sollte wissen, dass ein Smartphone im Wald nicht automatisch eine sichere Verbindung bedeutet. Wenn die Lage nicht akut ist, kann es sinnvoll sein, an einem sicheren Ort zu bleiben und nicht planlos weiterzulaufen. Wenn eine Person vermisst wird oder eine ernste Verletzung vorliegt, sollte man nicht darauf hoffen, das Problem allein durch weiteres Suchen zu lösen. Die App kann die Ortsangabe unterstützen, aber die Entscheidung über das weitere Vorgehen muss zur Situation passen.

Mein Urteil nach dem Ausprobieren

Hilfe im Wald ist für mich eine zweckmäßige Ergänzung für Menschen, die bei Waldaufenthalten eine zusätzliche Notfallorientierung wünschen. Die kostenlose Nutzung senkt die Einstiegshürde, und die klare Spezialisierung macht verständlich, wofür die App gedacht ist. Besonders gut gefällt mir der Gedanke, den eigenen Standort nicht erst im Ernstfall zu suchen, sondern die Anwendung bereits vor dem Spaziergang kennenzulernen.

Die Bewertung von 3,9 zeigt zugleich, dass man keine perfekte Universal-App erwarten sollte. Mein Eindruck ist: Der Nutzen hängt stark davon ab, ob ich mich vorbereite und die angezeigten Informationen mit realen Merkmalen der Umgebung verbinde. Wer eine vollständige Navigationsplattform erwartet, könnte enttäuscht sein. Wer ein kompaktes Werkzeug für die Frage „Wie erkläre ich meinen Aufenthaltsort im Wald?“ sucht, findet hier einen nachvollziehbaren Ansatz.

Ich würde die Anwendung daher vor allem Familien, gelegentlichen Waldgängern und Personen empfehlen, die sich bei abgelegenen Wegen etwas mehr Sicherheit wünschen. Für erfahrene Wanderer ist sie eher ein Zusatz als eine Hauptlösung. Meine Empfehlung lautet, sie einmal zu Hause und einmal am tatsächlichen Ausflugsort zu testen, bevor man sich auf sie verlässt. Danach weiß man besser, ob die Darstellung zur eigenen Region und zum eigenen Umgang mit Karten passt.

Unterm Strich ist der wichtigste Schritt nicht das Installieren, sondern das Einüben eines einfachen Ablaufs: App öffnen, Standort einordnen, Umgebung beobachten, Informationen verständlich zusammenfassen und bei ernsten Situationen die zuständigen Rettungsdienste kontaktieren. Wer das beherzigt, nutzt die Stärken von Hilfe im Wald realistisch und erwartet von ihr nicht mehr, als eine solche Spezial-App leisten kann.

Unknown

Was ist Hilfe im Wald und wofür kann die App verwendet werden?

Hilfe im Wald ist eine mobile Anwendung, die bei Notfällen und der Orientierung in Waldgebieten unterstützen soll. Sie kann dabei helfen, den eigenen Standort zu bestimmen, wichtige Informationen zu nahegelegenen Rettungspunkten abzurufen und schneller Hilfe anzufordern. Vor der Nutzung sollte man sich mit der Bedienung vertraut machen, da die App keinen Ersatz für den Notruf oder professionelle Rettungskräfte darstellt.


Funktioniert Hilfe im Wald auch ohne Internetverbindung oder Mobilfunknetz?

Die grundlegenden Standortfunktionen können je nach Gerät teilweise auch ohne aktive Internetverbindung funktionieren, da GPS nicht zwingend mobile Daten benötigt. Für das Laden von Karten, das Übermitteln des Standorts oder bestimmte aktuelle Informationen kann jedoch eine Datenverbindung erforderlich sein. In abgelegenen Waldgebieten sollte man sich deshalb nicht ausschließlich auf die App verlassen und wichtige Notrufnummern sowie eine alternative Orientierungsmöglichkeit bereithalten.


Wie genau bestimmt die App meinen Standort im Wald?

Die Standortbestimmung erfolgt in der Regel über das GPS des Smartphones und kann durch WLAN- oder Mobilfunkinformationen ergänzt werden. Unter dichtem Blätterdach, in Tälern oder bei schlechtem Wetter kann die Genauigkeit jedoch schwanken und die Ermittlung länger dauern. Für eine möglichst zuverlässige Anzeige sollten die Standortdienste aktiviert sein und das Smartphone freie Sicht zum Himmel haben.


Welche Berechtigungen benötigt Hilfe im Wald und sind meine Daten geschützt?

Für die wichtigsten Funktionen benötigt Hilfe im Wald normalerweise Zugriff auf den Gerätestandort. Je nach Betriebssystem und angebotenem Funktionsumfang können zusätzlich Benachrichtigungen, mobile Daten oder Kartenfunktionen erforderlich sein. Vor der Installation empfiehlt es sich, die Angaben im jeweiligen App Store und die Datenschutzerklärung zu prüfen. Standortdaten sollten nur entsprechend den eigenen Einstellungen und dem vorgesehenen Zweck verwendet werden.


Kann Hilfe im Wald den offiziellen Notruf ersetzen?

Nein, die App ersetzt weder den offiziellen Notruf noch die Arbeit von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst oder Bergwacht. Bei einer akuten Gefahr sollte man unverzüglich die zuständige Notrufnummer wählen und den eigenen Standort so genau wie möglich mitteilen. Hilfe im Wald kann dabei unterstützen, die Orientierung zu verbessern oder einen Rettungspunkt zu finden, sollte aber immer nur als ergänzendes Hilfsmittel betrachtet werden.


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