Da Vinci Eye: AR Art Projector

Kunst & Design

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Vorteile

  • AR-Projektion erleichtert das Übertragen von Konturen auf Papier.
  • Viele Schritt-für-Schritt-Anleitungen für unterschiedliche Zeichenstile.
  • Eigene Bilder lassen sich als Vorlage importieren.
  • Geeignet für Anfänger und zum Üben von Proportionen.
  • Hilfreiche Funktionen zum Anpassen von Transparenz und Bildgröße.

Nachteile

  • Die AR-Funktion benötigt eine stabile
  • gut beleuchtete Umgebung.
  • Für die Nutzung ist meist ein Smartphone-Stativ erforderlich.
  • Einige Vorlagen und Werkzeuge sind nur im Abo verfügbar.
  • Die Ausrichtung kann sich bei Bewegungen des Geräts verschieben.
  • Auf kleineren Displays ist die Bedienung teilweise unübersichtlich.
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Ich habe Da Vinci Eye: AR Art Projector als Zeichenhilfe ausprobiert, und mein erster Eindruck war klar: Die App nimmt einem das Zeichnen nicht ab, aber sie macht den schwierigsten Anfang deutlich kontrollierbarer. Statt ein Foto nur als Vorlage auf dem Display anzusehen, kann ich es über die Kamera in meine reale Zeichenfläche einpassen und die wichtigsten Linien direkt nachverfolgen. Für mich fühlt sich das weniger wie ein Filter und mehr wie ein praktisches Werkzeug zwischen Fotovorlage, Skizze und klassischer Projektion an.

Die Anwendung gehört zu den Kunst- und Design-Apps und stammt von Da Vinci Eye LLC. Sie ist kostenlos erhältlich, wobei zusätzliche Käufe über Google Play zwischen 7,99 € und 29,99 € kosten können. Das ist wichtig, weil der kostenlose Einstieg zwar neugierig macht, die langfristige Nutzung aber davon abhängt, welche Funktionen man tatsächlich braucht. Mit einer durchschnittlichen Bewertung von 4,7 bei rund 3.600 Bewertungen und mehr als 100.000 Installationen hat sie bereits viele Menschen erreicht. Ich würde sie trotzdem nicht blind jedem empfehlen: Sie ist vor allem dann sinnvoll, wenn du wirklich zeichnen möchtest und eine visuelle Starthilfe suchst.

Der verlässliche Grundablauf für die erste Zeichnung

Vorlage auswählen und die Fläche vorbereiten

Der wichtigste Schritt passiert noch vor dem eigentlichen Zeichnen. Ich lege das Papier möglichst glatt auf eine ruhige, gut beleuchtete Fläche und wähle ein Motiv, dessen Formen ich später tatsächlich bearbeiten kann. Ein Foto mit klaren Konturen funktioniert wesentlich angenehmer als ein Bild mit vielen ähnlichen Grautönen, unruhigem Hintergrund und kaum erkennbarem Hauptmotiv. Die App kann die Entscheidung nicht für mich treffen, ob ein Bild als Zeichenvorlage taugt. Diese Auswahl bleibt eine meiner Aufgaben.

Danach richte ich das Smartphone so aus, dass die Kamera sowohl die Zeichenfläche als auch die eingeblendete Vorlage sinnvoll erfasst. Schon kleine Bewegungen können die Überlagerung stören. Deshalb zeichne ich nicht mit einer Hand, während ich das Gerät mit der anderen irgendwo anlehne. Eine feste Position ist kein Luxus, sondern die Grundlage für brauchbare Ergebnisse. Wer diesen Schritt überspringt, schiebt später ständig das Telefon zurück und verliert den Zusammenhang zwischen Vorlage und Papier.

Im normalen Ablauf wähle ich ein Foto, passe die Darstellung an und beginne zunächst mit wenigen Orientierungslinien. Ich versuche nicht, sofort jedes Detail zu kopieren. Erst kommen Außenform, markante Achsen und große Schattenbereiche. So erkenne ich früh, ob die Perspektive stimmt. Wenn die Grundform schon falsch sitzt, hilft es wenig, später Wimpern, Blätter oder Stofffalten besonders sorgfältig auszuarbeiten.

Warum die AR-Überlagerung anders arbeitet als ein normales Referenzbild

Beim Zeichnen nach einem Bild auf einem zweiten Bildschirm springt mein Blick ständig zwischen Vorlage und Papier hin und her. Genau dabei entstehen oft verschobene Proportionen. Die AR-Darstellung reduziert dieses Wechseln, weil ich die Vorlage dort sehe, wo meine Zeichnung entsteht. Ich kann die Kontur beobachten und gleichzeitig prüfen, ob mein Bleistift an der richtigen Stelle aufsetzt.

Das bedeutet allerdings nicht, dass jede Linie automatisch korrekt auf dem Papier landet. Die App zeigt eine visuelle Orientierung, keine physische Projektion. Wenn sich das Gerät bewegt, verändert sich die Beziehung zwischen Bildschirmbild und Zeichenfläche. Auch die Haltung des Kopfes, die Perspektive der Kamera und die Position des Papiers beeinflussen mein Gefühl für die Ausrichtung. Ich behandle die Einblendung daher als Leitfaden und nicht als unfehlbare Schablone.

Ein nützlicher Arbeitsrhythmus ist für mich: kurz ausrichten, eine kleine Form zeichnen, die Position kontrollieren und erst dann weitermachen. Das klingt langsamer, spart aber Radierarbeit. Besonders bei Gesichtern prüfe ich nach jedem größeren Abschnitt die Abstände zwischen Augen, Nase, Mund und Kinn. Ein paar Sekunden Kontrolle verhindern, dass sich ein kleiner Fehler über die gesamte Zeichnung fortsetzt.

Die App als Lernhilfe statt als Abkürzung

Der größte Wert liegt für mich nicht darin, eine Vorlage möglichst mechanisch zu kopieren. Ich nutze die Überlagerung, um zu verstehen, wo meine Einschätzung von Winkel, Größe und Abstand danebenliegt. Nach einigen Linien schalte ich die Orientierung gedanklich zurück und versuche, die nächste Form selbst zu erfassen. So bleibt ein Teil der Beobachtungsarbeit bei mir.

Wer nur jede sichtbare Kontur nachzieht, kann ein ordentliches Ergebnis bekommen, ohne viel über Konstruktion zu lernen. Das ist für ein erstes Erfolgserlebnis völlig legitim. Wenn du aber dauerhaft besser zeichnen möchtest, solltest du die App mit freiem Skizzieren kombinieren. Ich beginne gern mit einer kurzen Zeichnung ohne Hilfe und verwende Da Vinci Eye anschließend, um die größten Abweichungen zu finden. Dieser Vergleich ist lehrreicher als das bloße Nachfahren einer kompletten Vorlage.

Welche Einstellungen und Gewohnheiten wirklich zählen

Transparenz und Kontrast bewusst einsetzen

Die Darstellung sollte nicht einfach maximal deutlich sein. Eine sehr kräftige Überlagerung kann die eigene Bleistiftlinie verdecken und mich dazu verleiten, nur noch dem Bildschirm zu folgen. Eine zu schwache Einblendung macht dagegen feine Konturen schwer erkennbar. Ich stelle die Sichtbarkeit so ein, dass die Vorlage Orientierung gibt, aber meine Zeichnung weiterhin im Mittelpunkt bleibt.

Bei einer hellen Bleistiftskizze brauche ich einen anderen Kontrast als bei dunkler Kohle oder einem schwarzen Fineliner. Für Konturen arbeite ich lieber mit einer klaren, zurückhaltenden Darstellung. Bei Schattierungen reduziere ich die Abhängigkeit von sichtbaren Fotodetails und achte stärker auf die großen Hell-Dunkel-Flächen. Dadurch wird die Vorlage nicht zur bunten Ablenkung, sondern zu einer groben Wertelandkarte.

Ein praktischer Trick ist, die Darstellung vor dem Zeichnen nicht nur im Menü zu testen, sondern mit zwei oder drei probelosen Bewegungen über dem Papier. Dabei prüfe ich, ob die Orientierungslinien dort lesbar sind, wo ich sie brauche. Gerade bei komplexen Motiven kann eine Einstellung, die auf dem Startbildschirm angenehm aussieht, während der eigentlichen Arbeit zu dominant wirken.

Position und Maßstab nicht ständig neu verändern

Ich richte das Motiv zuerst grob auf der Zeichenfläche aus und entscheide dann, welche Bildbereiche für die Komposition wichtig sind. Ständiges Vergrößern und Verschieben klingt flexibel, macht aber die Kontrolle schwieriger. Sobald ich mit den Hauptformen begonnen habe, lasse ich die Position möglichst unverändert. Einzelne Details bearbeite ich lieber mit meiner eigenen Beobachtung, statt den gesamten Bezug durch wiederholtes Neuausrichten zu verlieren.

Bei einem Porträt ist es sinnvoll, vor dem ersten Detail die Gesamtbreite und -höhe festzulegen. Bei einem Gegenstand oder einer Pflanze achte ich zusätzlich auf den negativen Raum rundherum. Die App hilft beim Übertragen des Motivs, aber nicht automatisch bei der Entscheidung, ob die Zeichnung auf dem Papier ausgewogen wirkt. Ein korrekt kopiertes Objekt kann trotzdem zu klein, zu weit am Rand oder kompositorisch langweilig platziert sein.

Das Smartphone stabil und die Arbeitsfläche ruhig halten

Die zuverlässigste Verbesserung kommt nicht aus einer spektakulären Einstellung, sondern aus einer wiederholbaren Anordnung. Ich positioniere das Gerät so, dass ich den Bildschirm sehen kann, ohne beim Zeichnen ständig den Arm oder das Papier zu berühren. Eine improvisierte Ablage kann für eine kurze Skizze reichen, doch bei längeren Arbeiten wird jede kleine Verschiebung lästig.

Ich prüfe außerdem, ob meine Hand das Kamerabild teilweise verdeckt. Bei großen Flächen kann das unproblematisch sein, bei kleinen Details wird es schnell verwirrend. Wenn ich die Zeichenfläche drehen muss, halte ich zuerst inne und richte die gesamte Anordnung neu aus. Das ist besser, als einfach weiterzuarbeiten und später festzustellen, dass die letzten Linien aus einer anderen Perspektive entstanden sind.

Die Grenzen des kostenlosen Einstiegs realistisch einschätzen

Da Vinci Eye: AR Art Projector ist kostenlos installierbar, aber die App bietet auch In-App-Käufe. Ich würde deshalb nicht nur auf den ersten Eindruck achten, sondern früh prüfen, ob der eigene Arbeitsablauf mit dem kostenlosen Umfang dauerhaft auskommt. Für gelegentliche Experimente kann das genügen. Wer regelmäßig Vorlagen überträgt und bestimmte Werkzeuge vermisst, sollte die angebotenen Käufe erst dann erwägen, wenn die App bereits einen festen Platz im eigenen Zeichenprozess hat.

Die aktuelle Version ist 4.1.7 und setzt mindestens iOS 11 voraus. Für mich ist das ein Hinweis, vor der Installation das eigene Gerät und das Betriebssystem zu prüfen, besonders wenn ein älteres iPhone oder iPad verwendet wird. Die Altersfreigabe liegt bei USK ab 12 Jahren. Das ist kein Qualitätsmerkmal, aber Eltern sollten es bei einer gemeinsamen Nutzung berücksichtigen.

Schnellere Muster für wiederholbare Ergebnisse

Ein Motiv in drei Durchgängen aufbauen

Meine schnellste zuverlässige Methode besteht aus drei klar getrennten Durchgängen. Zuerst übertrage ich nur die äußere Silhouette und die wichtigsten Achsen. Im zweiten Durchgang kommen innere Grenzen hinzu, etwa die Trennung von Haar und Gesicht, die Kante eines Gefäßes oder die großen Falten eines Stoffes. Erst im dritten Schritt widme ich mich kleinen Details und Tonwerten.

Diese Reihenfolge verhindert, dass ich mich zu früh in Einzelheiten verliere. Sie macht außerdem sichtbar, ob die Vorlage überhaupt gut auf die gewählte Papiergröße passt. Wenn die Silhouette nicht stimmt, kann ich sie noch leicht korrigieren. Sobald viele Details vorhanden sind, wird jede Änderung unangenehm und ich neige dazu, einen Fehler aus Bequemlichkeit zu behalten.

Mit Markierungen statt mit durchgehenden Konturen arbeiten

Bei runden oder organischen Formen zeichne ich nicht immer eine lange Linie in einem Zug. Ich setze kurze Orientierungspunkte an wichtigen Stellen und verbinde sie anschließend mit einer ruhigeren Linie. Das ist besonders hilfreich bei Gesichtern, Händen und gebogenen Gegenständen. Die AR-Anzeige liefert zwar den Verlauf, aber meine Hand muss ihn trotzdem kontrolliert umsetzen.

Bei einem Stillleben markiere ich zuerst die höchsten, tiefsten, linken und rechten Punkte des Motivs. Danach prüfe ich die Abstände zwischen diesen Punkten. Diese Methode wirkt unscheinbar, ist aber deutlich zuverlässiger als das bloße Folgen der sichtbaren Kontur. Sie hilft auch dann, wenn die Hand die Vorlage zeitweise verdeckt oder das Kamerabild nicht perfekt lesbar ist.

Eigene Vorlagen für den jeweiligen Zweck vorbereiten

Ein Foto muss nicht unverändert verwendet werden. Für eine Konturzeichnung wähle ich ein Bild mit klarer Form und wenig Hintergrund. Für eine Schattierungsübung ist ein Motiv mit gut erkennbaren Hell-Dunkel-Bereichen sinnvoller. Für das Üben von Proportionen kann ein einfaches, ruhiges Objekt besser sein als eine spektakuläre, aber überladene Szene.

Ich vermeide außerdem Bilder, deren Perspektive stark von der späteren Zeichenfläche abweicht. Ein Foto, das aus einem extremen Winkel aufgenommen wurde, kann beim Übertragen zwar interessant aussehen, verlangt aber mehr als bloße Konturen. Wenn mein Ziel eine schnelle Skizze ist, nehme ich eine verständliche Ansicht. Wenn ich bewusst Perspektive üben möchte, akzeptiere ich, dass die App nur beim Platzieren hilft und die eigentliche räumliche Konstruktion bei mir bleibt.

Ein realistisches Alltagsszenario

Angenommen, ich möchte abends ein Porträt meines Hundes zeichnen, habe aber nur wenig Zeit. Ich wähle ein Foto mit gut sichtbarem Kopf, beschneide meine Aufmerksamkeit auf die charakteristischen Formen und richte die Zeichenfläche stabil aus. In den ersten Minuten übertrage ich nur Schädel, Schnauze, Ohren und die Richtung des Blicks. Danach schalte ich gedanklich vom Kopieren auf Beobachten um und entscheide selbst, welche Fellbereiche wirklich wichtig sind.

Der Vorteil zeigt sich hier nicht in einer perfekten Reproduktion, sondern darin, dass ich nicht zwanzig Minuten mit der Frage verbringe, wo der Kopf auf dem Papier beginnen soll. Die gewonnene Zeit investiere ich in Ausdruck, Fellstruktur und Schatten. Für ein schnelles persönliches Geschenk oder eine Übung nach der Arbeit ist das ein sinnvoller Einsatz. Für eine spontane Skizze unterwegs ist die nötige stabile Einrichtung dagegen eher unpraktisch.

Wo die Methode an ihre Grenzen kommt

AR ersetzt weder Lichtkontrolle noch zeichnerische Entscheidungen

Die Überlagerung kann mir zeigen, wo eine Form liegt, aber sie entscheidet nicht, wie stark ich eine Linie zeichnen sollte. Ein Foto enthält mehr Informationen, als eine Zeichnung übernehmen muss. Wenn ich jede sichtbare Kante gleich dunkel nachzeichne, wirkt das Ergebnis schnell flach. Ich muss selbst unterscheiden, ob eine Linie eine echte Begrenzung, einen Schattenwechsel oder nur ein fotografisches Detail darstellt.

Auch die Beleuchtung des Raums beeinflusst die Arbeit. Spiegelungen auf dem Display, Schatten der Hand und eine schlecht erkennbare Papierfläche machen die Orientierung anstrengender. Das ist kein Fehler, den die App durch einen Knopfdruck lösen kann. Wer in wechselnden Umgebungen arbeitet, sollte deshalb mit einer einfachen, gleichmäßigen Beleuchtung planen und nicht erst beim Zeichnen versuchen, die Bedingungen zu retten.

Für freies Zeichnen und große Formate ist ein anderes Werkzeug oft besser

Ich würde die App nicht als Ersatz für ein Skizzenbuch, einen Zeichenkurs oder eine klassische Referenzsammlung betrachten. Wenn ich Gestik, Anatomie, Perspektive oder aus dem Gedächtnis zeichnen lernen möchte, bringt mich freies Arbeiten weiter. Die AR-Hilfe kann Fehler sichtbar machen, aber sie trainiert nicht automatisch mein räumliches Vorstellungsvermögen.

Auch bei sehr großen Formaten sehe ich einen praktischen Nachteil: Je größer die Fläche, desto schwieriger wird es, das Smartphone, den Blickwinkel und die Zeichnung gleichzeitig angenehm zu kontrollieren. Für kleine bis mittlere Arbeiten ist der Ansatz deutlich handlicher. Wer hauptsächlich auf einer Staffelei arbeitet oder große Wandbilder plant, ist mit einer physischen Projektion oder einer anderen Übertragungstechnik möglicherweise besser bedient.

Die App ist nicht ideal für jedes Motiv

Sehr detailreiche Fotos können Anfänger überfordern. Die Vielzahl an Haaren, Texturen oder Hintergrundformen erzeugt den Eindruck, alles müsse übertragen werden. Ich empfehle in solchen Fällen, das Motiv bewusst zu vereinfachen und nur die Formen zu wählen, die für die Wiedererkennbarkeit entscheidend sind. Sonst wird die App zur Quelle von mehr Linien, nicht von mehr Klarheit.

Ebenso schwierig sind Motive mit starkem Glanz, transparenter Oberfläche oder kaum sichtbaren Konturen. Ein Glas, metallischer Schmuck oder dichtes Laub verlangt Interpretationsarbeit, die über das Nachzeichnen hinausgeht. Hier ist eine normale Referenzansicht manchmal sogar angenehmer, weil ich freier entscheiden kann, welche Informationen ich in meine eigene Bildsprache übersetze.

Datenschutz und Kaufentscheidung im Alltag

Da die Arbeitsweise auf Fotos und Kamerabild basiert, würde ich persönliche oder sensible Aufnahmen nicht gedankenlos als Vorlage verwenden. Für ein Landschaftsfoto oder ein eigenes Stillleben ist die Situation unkompliziert. Bei Bildern anderer Personen sollte ich vorher überlegen, ob ich sie wirklich für diesen Zweck einsetzen möchte. Das gehört für mich zu einem verantwortungsvollen Umgang mit jeder Zeichen-App, die mit eigenen Bildern arbeitet.

Bei den In-App-Käufen würde ich ebenfalls schrittweise vorgehen. Erst einige eigene Motive testen, dann feststellen, ob die kostenlose Nutzung den persönlichen Ablauf trägt, und erst danach über zusätzliche Ausgaben nachdenken. Die Preisspanne von 7,99 € bis 29,99 € ist für eine gelegentliche Spielerei eine andere Entscheidung als für jemanden, der regelmäßig Aufträge, Lernübungen oder persönliche Projekte damit vorbereitet.

Mein Urteil nach dem Einüben der Methode

Nach mehreren Arbeitsabläufen sehe ich Da Vinci Eye als sehr gezielte Hilfe: Sie nimmt die Hürde beim Platzieren eines Motivs, belässt aber die wichtigen künstlerischen Entscheidungen bei mir. Besonders stark ist die App, wenn ich ein Foto in eine Zeichnung übersetzen möchte, ohne ständig zwischen Papier und Referenzbild wechseln zu müssen. Die Kombination aus stabiler Geräteposition, moderater Überlagerung und einem Aufbau in großen Formen macht den Unterschied.

Für Anfänger ist sie interessant, weil ein erster Erfolg schneller erreichbar wird. Für erfahrene Zeichner kann sie nützlich sein, wenn Proportionen exakt sitzen sollen oder eine konkrete Vorlage sauber vorbereitet werden muss. Der fortgeschrittene Nutzen entsteht aber erst, wenn ich sie nicht als automatische Kopiermaschine verwende. Ich erziele die besten Ergebnisse, wenn ich die App zum Prüfen, Platzieren und Korrigieren einsetze und anschließend bewusst eigene Entscheidungen treffe.

Überspringen würde ich sie, wenn du ausschließlich frei zeichnen, unterwegs spontan skizzieren oder sehr große Formate bearbeiten möchtest. Auch wer eine komplett automatische Umwandlung in fertige Kunst erwartet, wird vermutlich enttäuscht. Die Anwendung ist kein Ersatz für Übung und kein Garant für ausdrucksstarke Bilder. Sie ist ein Werkzeug, das einen bestimmten Teil des Zeichenprozesses präziser und zugänglicher macht.

Mein Fazit fällt deshalb positiv, aber nicht unkritisch aus: Die eigentliche Stärke liegt in einem wiederholbaren Arbeitsablauf, nicht in einem einzelnen AR-Effekt. Wenn du Fotos als Ausgangspunkt nutzt, deine Zeichenfläche ruhig einrichten kannst und bereit bist, die Vorlage mit eigener Beobachtung zu verbinden, bekommst du eine überzeugende Unterstützung für Kunst- und Designprojekte. Wer dagegen möglichst frei und ohne technische Vorbereitung arbeiten möchte, fährt mit Papier, Referenzbild und klassischer Übung wahrscheinlich besser.

Unknown

Was ist Da Vinci Eye: AR Art Projector und wie funktioniert die App?

Da Vinci Eye: AR Art Projector ist eine Zeichenhilfe, die Augmented Reality nutzt, um ein Referenzbild virtuell auf Papier oder eine andere Oberfläche zu projizieren. Über die Kamera des Smartphones sehen Sie das Motiv und Ihre Zeichenfläche gleichzeitig. Die App ersetzt keinen Beamer und druckt das Bild nicht aus, sondern unterstützt Sie dabei, Proportionen, Konturen und Details beim Zeichnen besser zu übertragen.


Benötige ich spezielles Zubehör, um Da Vinci Eye verwenden zu können?

Für die grundlegende Nutzung benötigen Sie lediglich ein kompatibles Android- oder iOS-Gerät mit Kamera sowie eine stabile Unterlage für Papier oder Leinwand. Ein Smartphone- oder Tablet-Stativ ist sehr empfehlenswert, da das Gerät während des Zeichnens möglichst unbeweglich bleiben sollte. Je nach Arbeitsweise können zusätzlich eine Lampe, ein Zeichenbrett oder ein transparenter Untergrund hilfreich sein, sind aber nicht zwingend erforderlich.


Kann ich eigene Fotos und Bilder in Da Vinci Eye: AR Art Projector verwenden?

Ja, die App ist nicht nur auf vorgegebene Motive beschränkt. In der Regel können Sie eigene Bilder aus der Galerie importieren und anschließend für Ihre Zeichnung anpassen. Dazu gehören beispielsweise das Zuschneiden, Ändern der Helligkeit oder das Hervorheben von Konturen. Besonders praktisch ist dies für Porträts, Haustiere und persönliche Vorlagen, wobei die Qualität des Ausgangsbildes das Ergebnis deutlich beeinflusst.


Ist Da Vinci Eye für Anfänger geeignet oder braucht man bereits Zeichenerfahrung?

Die Anwendung richtet sich ausdrücklich auch an Anfänger, die Schwierigkeiten mit Proportionen, Perspektive oder dem freien Übertragen eines Motivs haben. Sie nimmt Ihnen das Zeichnen jedoch nicht vollständig ab: Schattierungen, Linienführung und künstlerische Entscheidungen bleiben Ihre Aufgabe. Wer regelmäßig übt, kann mit der App sichtbare Fortschritte machen. Fortgeschrittene Künstler profitieren vor allem bei komplexen Vorlagen und präzisen Konturen.


Ist Da Vinci Eye: AR Art Projector kostenlos, und welche Einschränkungen gibt es?

Die App kann je nach Plattform kostenlos heruntergeladen werden, allerdings sind nicht unbedingt alle Funktionen und Inhalte ohne Einschränkung verfügbar. Erweiterte Werkzeuge, zusätzliche Lerninhalte oder bestimmte Vorlagen können ein kostenpflichtiges Abonnement beziehungsweise In-App-Käufe erfordern. Vor dem Abschluss eines Abos sollten Sie die angebotenen Preise, Laufzeiten und Kündigungsbedingungen im jeweiligen App Store sorgfältig prüfen.


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