Bewerbungsapp (Lebenslauf App)

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Vorteile

  • Lebenslauf direkt auf dem Smartphone erstellen und bearbeiten
  • Zahlreiche professionelle Vorlagen für verschiedene Branchen
  • Einfache Bedienung auch ohne Design- oder Bewerbungserfahrung
  • Dokumente meist schnell als PDF speichern und versenden
  • Praktisch für spontane Bewerbungen unterwegs

Nachteile

  • Viele attraktive Vorlagen sind oft nur in der Premiumversion verfügbar
  • Kosten können durch Abos oder In-App-Käufe entstehen
  • Individuelle Gestaltungsmöglichkeiten teilweise eingeschränkt
  • Datenschutz der hochgeladenen persönlichen Daten genau prüfen
  • Auf kleinen Smartphone-Bildschirmen kann die Bearbeitung umständlich sein
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Eine Bewerbung am Smartphone zu erstellen klingt zunächst unkompliziert: Lebenslauf ausfüllen, Anschreiben formulieren, Dokument prüfen und abschicken. In der Praxis steckt der Aufwand oft in kleinen Entscheidungen. Genau dort setzt die Bewerbungsapp von 360-Grad-Bewerbung.de an. Ich habe sie als Werkzeug für berufliche Unterlagen betrachtet und dabei besonders darauf geachtet, wie gut sie durch den typischen Bewerbungsprozess führt, wo man ins Stocken gerät und wann ein anderes Werkzeug sinnvoller ist.

Die App gehört in den Bereich Business und ist kostenlos erhältlich. Im Alltag richtet sie sich vor allem an Menschen, die einen Lebenslauf oder ein Anschreiben nicht von Grund auf in einem Textprogramm bauen möchten. Der Store führt sie als „Bewerbungsapp“; der Schwerpunkt liegt also klar auf Bewerbungsunterlagen und nicht auf einer allgemeinen Notiz- oder Office-Anwendung. Entwickelt wird sie von 360-Grad-Bewerbung.de.

Mein Eindruck fällt insgesamt gemischt, aber brauchbar aus: Für eine schnelle Bewerbung kann die App den Einstieg erleichtern. Sie nimmt einem jedoch nicht die inhaltliche Arbeit ab. Wer erwartet, mit wenigen Eingaben automatisch eine überzeugende Bewerbung zu erhalten, wird wahrscheinlich enttäuscht. Wer dagegen eine geführte Grundlage sucht und bereit ist, Angaben selbst sorgfältig zu prüfen, bekommt ein praktisches Hilfsmittel für das Smartphone.

Wo man beim Erstellen zuerst hängen bleibt

Die größte Hürde liegt nicht unbedingt in der Bedienung, sondern darin, die eigenen Informationen vollständig und passend zusammenzutragen. Ein Lebenslauf wirkt nur dann professionell, wenn Zeiträume, Tätigkeiten, Abschlüsse und Kontaktdaten konsistent sind. Auf einem kleinen Display fällt es leichter, eine Lücke zu übersehen oder eine Jahreszahl falsch einzugeben. Ich würde deshalb nicht direkt mit dem Schreiben beginnen, sondern vorher die wichtigsten Daten in einer kurzen Liste sammeln.

Besonders wichtig ist die Reihenfolge der Arbeitsschritte. Wer zuerst lange am Anschreiben feilt und erst danach den Lebenslauf ausfüllt, arbeitet oft doppelt. Die Bewerbung sollte eine gemeinsame Geschichte erzählen: Die Stelle, die im Anschreiben als Ziel genannt wird, muss zu den Erfahrungen im Lebenslauf passen. Die App kann beim Erstellen helfen, aber sie entscheidet nicht für mich, welche Station für eine bestimmte Stelle wirklich relevant ist.

Ein weiterer typischer Stolperstein ist die Sprache. Vorlagen oder Formulierungshilfen können den Anfang erleichtern, klingen aber nicht automatisch persönlich. Ich würde jeden Satz laut lesen und alles streichen, was ich im Gespräch mit einem Arbeitgeber nicht genauso sagen würde. Gerade bei kurzen Anschreiben ist es besser, eine konkrete Fähigkeit mit einem passenden Beispiel zu verbinden, statt mehrere allgemeine Eigenschaften aufzuzählen.

Auch die Kontaktdaten verdienen eine eigene Kontrolle. Eine falsche Telefonnummer, eine alte E-Mail-Adresse oder ein Tippfehler im Namen kann eine ansonsten gute Bewerbung unbrauchbar machen. Mein praktischer Rat: Nach dem Ausfüllen nicht nur die Vorschau überfliegen, sondern jede Zeile einmal bewusst von oben nach unten prüfen. Das gilt besonders, wenn Inhalte aus älteren Unterlagen übernommen wurden.

Die ersten Einstellungen sinnvoll vorbereiten

Die App läuft auf Geräten ab Android 5.1 und ist damit grundsätzlich auch für ältere Android-Smartphones interessant. Das ist praktisch, bedeutet aber nicht, dass jedes ältere Gerät angenehm zu bedienen ist. Bei einem kleinen Bildschirm würde ich das Telefon quer halten, falls die jeweilige Ansicht dadurch übersichtlicher wird, und längere Texte lieber in kurzen Abschnitten eingeben. Wer viele Berufsstationen hat, sollte außerdem regelmäßig speichern oder den aktuellen Stand anderweitig sichern, sofern die verwendete Ansicht diese Möglichkeit anbietet.

Vor dem eigentlichen Start lohnt sich ein ruhiger Arbeitsplatz. Bewerbungsdaten enthalten persönliche Angaben, und hektisches Ausfüllen zwischen zwei Terminen führt schnell zu Flüchtigkeitsfehlern. Ich würde Name, Anschrift, Telefonnummer, E-Mail-Adresse, Schul- und Berufsabschlüsse sowie die wichtigsten Beschäftigungszeiträume bereithalten. Für das Anschreiben sollte zusätzlich die konkrete Stellenanzeige geöffnet oder ausgedruckt sein. So muss ich nicht ständig zwischen verschiedenen Apps wechseln.

Die kostenlose Nutzung senkt die Einstiegshürde. Gleichzeitig weist der Store auf In-App-Käufe von 2,99 € bis 44,99 € bei Abrechnung über Google Play hin. Für mich ist das ein Grund, vor dem Erstellen genau zu prüfen, welche Schritte ohne Zahlung nutzbar sind und wann ein kostenpflichtiger Vorgang beginnt. Ich würde niemals persönliche Texte fertigstellen, ohne vorab zu verstehen, ob der gewünschte Export oder eine bestimmte Vorlage mit einem Kauf verbunden ist.

Das ist kein Misstrauen gegenüber der App, sondern eine vernünftige Arbeitsweise bei jedem kostenlosen Werkzeug mit optionalen Käufen. Wer nur einen einfachen Lebenslauf benötigt, sollte zuerst testen, ob der eigene Zweck mit dem kostenlosen Umfang erreicht wird. Für eine einzelne Bewerbung kann ein kostenpflichtiger Zusatz sinnvoll sein; für viele Bewerbungen sollte man dagegen die Gesamtkosten und die Wiederverwendbarkeit der Unterlagen vergleichen.

Ein Ablauf, der unnötige Korrekturen vermeidet

Ich würde den Lebenslauf zuerst als Masterdokument behandeln. Dabei trage ich alle Stationen vollständig ein und passe erst danach die Auswahl an die konkrete Stelle an. Für eine Bewerbung im Verkauf können Kundenkontakt und Kassenpraxis wichtiger sein, während bei einer Büroposition Organisation, Softwarekenntnisse und sorgfältige Dokumentation stärker ins Gewicht fallen. Die App hilft beim Zusammenstellen, aber diese Gewichtung bleibt meine Aufgabe.

Beim Anschreiben empfehle ich einen einfachen Aufbau: zuerst die Stelle und der Anlass, danach zwei konkrete Gründe für die Eignung und am Ende ein klarer Abschluss. Allgemeine Sätze wie „Ich bin motiviert und teamfähig“ sagen wenig, wenn kein Beispiel folgt. Besser ist eine kurze Verbindung zwischen einer früheren Aufgabe und dem, was in der neuen Stelle gebraucht wird. So wird aus einer Vorlage ein Text, der tatsächlich nach mir klingt.

Ein nützlicher, nicht sofort offensichtlicher Schritt ist die Prüfung mit einer zweiten Person, ohne ihr gleich die ganze Bewerbung zur Überarbeitung zu geben. Ich würde nur um drei konkrete Dinge bitten: Ist die Zielposition sofort verständlich? Gibt es einen Satz, der unnatürlich klingt? Und findet die Person einen offensichtlichen Tippfehler? Dadurch bleibt die eigene Stimme erhalten, während typische Außenfehler auffallen.

Für mehrere Bewerbungen sollte ich nicht jedes Mal denselben Text unverändert kopieren. Eine bessere Arbeitsweise ist, eine vollständige Ausgangsversion zu behalten und pro Stelle nur die relevanten Abschnitte anzupassen. So bleiben die persönlichen Daten gleich, während Einleitung, Beispiele und Schwerpunkt auf das Unternehmen zugeschnitten werden. Der Vorteil der App liegt dann weniger in einem automatischen Ergebnis als in einer mobilen Struktur, die diesen Prozess handhabbarer macht.

Wenn der Ablauf unterbrochen wird

Bei mobilen Anwendungen kann ein Bewerbungsprozess aus ganz alltäglichen Gründen unterbrochen werden: Ein Anruf kommt dazwischen, der Akku ist leer oder man wechselt versehentlich zu einer anderen Ansicht. Wenn ein Inhalt danach nicht mehr sichtbar ist, würde ich nicht sofort alles neu eingeben. Zuerst prüfe ich, ob ich im richtigen Bereich des Dokuments bin, ob ein Entwurf oder eine Vorschau geöffnet wurde und ob die App nach dem Zurückkehren noch nicht aktualisierte Eingaben anzeigt.

Hilfreich ist, längere Texte nicht ausschließlich in einem einzigen Arbeitsschritt zu verfassen. Ich schreibe das Anschreiben zunächst in kurzen Absätzen und kontrolliere nach jedem Abschnitt, ob der Inhalt noch vorhanden ist. Bei wichtigen Änderungen mache ich zusätzlich eine private Kopie des Textes in einer sicheren Notiz oder einem anderen persönlichen Dokument. Dabei sollte ich sensible Bewerbungsdaten nicht unbedacht in fremde oder gemeinsam genutzte Dienste übertragen.

Wenn die Darstellung plötzlich unübersichtlich wirkt, hilft oft ein sauberer Neustart des normalen Arbeitsablaufs: App schließen, erneut öffnen, denselben Entwurf aufrufen und erst dann weiterarbeiten. Ich würde nicht gleichzeitig mehrere Änderungen vornehmen, während ich noch herausfinden möchte, an welcher Stelle das Problem liegt. So lässt sich besser unterscheiden, ob nur die Ansicht hängt oder ob tatsächlich eine Eingabe fehlt.

Bei einem Export oder beim Weitergeben der Unterlagen ist der Dateiname ein kleiner, aber wichtiger Punkt. Ein Name wie „Bewerbung_final_neu2“ wirkt schnell chaotisch. Ich bevorzuge eine klare Bezeichnung mit meinem Namen und der Zielposition. Vor dem Versand öffne ich die fertige Datei noch einmal und kontrolliere, ob alle Seiten vollständig sind, ob Sonderzeichen korrekt erscheinen und ob Anschreiben und Lebenslauf in der gewünschten Reihenfolge stehen.

Falls ein Kauf innerhalb der App erforderlich wird, sollte ich den Vorgang nicht mehrfach starten, nur weil die erste Anzeige verzögert erscheint. Zuerst prüfe ich, ob die Funktion bereits freigeschaltet wurde, und kontrolliere den eigenen Google-Play-Kaufverlauf. Wiederholte Versuche können unnötige Verwirrung verursachen. Bei Problemen mit der Zahlung liegt die Ursache außerdem häufig beim Play-Konto, der gewählten Zahlungsart oder der Geräteverbindung und nicht bei den Bewerbungsinhalten.

Was man vor dem Abschicken noch prüfen sollte

Eine gute Endkontrolle besteht für mich aus drei getrennten Durchgängen. Im ersten lese ich nur den Inhalt: Passt die Bewerbung wirklich zur Stelle? Im zweiten achte ich auf Formales wie Namen, Daten, Telefonnummer und E-Mail-Adresse. Im dritten schaue ich auf die Darstellung. Diese Trennung klingt simpel, verhindert aber, dass ich beim Lesen eines interessanten Satzes einen Tippfehler daneben übersehe.

Ich prüfe außerdem, ob der Lebenslauf nicht versehentlich zu allgemein geworden ist. Die App kann eine einheitliche Struktur unterstützen, aber eine standardisierte Darstellung ersetzt keine Auswahl. Für eine Bewerbung als Berufseinsteiger darf ein Praktikum mehr Raum bekommen als eine kurze Nebenbeschäftigung. Bei einer erfahrenen Fachkraft sollte dagegen die aktuelle Qualifikation schnell erkennbar sein. Die passende Gewichtung macht oft mehr Unterschied als ein besonders auffälliges Design.

Wer die Unterlagen per E-Mail verschickt, sollte die Nachricht selbst nicht vergessen. Ein kurzer Betreff mit der Position und dem eigenen Namen erleichtert die Zuordnung. Im Text genügen ein höflicher Hinweis auf die Bewerbung und der Vermerk, welche Dateien angehängt sind. Ich würde die Anhänge erst nach dem Schreiben der Nachricht hinzufügen und den Empfänger anschließend noch einmal kontrollieren.

Wann die App nicht die Ursache ist

Nicht jedes Problem beim Bewerben entsteht in der Anwendung. Wenn ein Arbeitgeber ein bestimmtes Dateiformat, eine maximale Dateigröße oder ein eigenes Bewerbungsportal verlangt, muss ich diese Vorgaben unabhängig von der App beachten. Ein sauber erstelltes Dokument kann trotzdem abgelehnt werden, wenn es an die falsche Adresse geschickt oder nicht im geforderten Portal hochgeladen wird.

Auch ein gutes Layout kann auf einem anderen Gerät anders wirken. Deshalb sollte ich die fertige Bewerbung möglichst auf dem Smartphone und, wenn vorhanden, zusätzlich auf einem Computer öffnen. So sehe ich, ob Seitenumbrüche, Abstände und Zeilenumbrüche noch sinnvoll aussehen. Wenn die Unterlagen auf einem Gerät korrekt erscheinen, aber beim Empfänger anders wirken, kann das an der verwendeten Anzeige oder an der Weiterverarbeitung liegen.

Bei fehlenden Rückmeldungen ist ebenfalls Geduld und ein sachlicher Blick nötig. Die App kann meine Dokumente strukturieren, aber sie beeinflusst weder die Auswahl des Unternehmens noch den Zeitpunkt einer Antwort. Ich würde vor einer Nachfrage prüfen, ob die Bewerbung tatsächlich versendet wurde, ob die Adresse stimmt und ob eine automatische Eingangsbestätigung vorhanden ist. Danach ist eine kurze, höfliche Nachfrage sinnvoller als mehrere identische Nachrichten.

Wer sehr individuelle Unterlagen braucht, stößt mit einer mobilen Bewerbungsapp eher an Grenzen. Kreative Berufe, umfangreiche Projektportfolios oder Bewerbungen mit ungewöhnlichen Layouts lassen sich in einem spezialisierten Text- oder Designprogramm meist genauer steuern. Auch wenn ich bereits eine gut gepflegte Vorlage am Computer besitze, ist ein Desktop-Programm für umfangreiche Serienbewerbungen oft effizienter.

Umgekehrt ist die App gerade dann interessant, wenn kein Computer verfügbar ist oder eine einfache Bewerbung schnell vorbereitet werden muss. Für eine Aushilfsstelle, ein Praktikum oder eine erste Bewerbung nach längerer Pause kann der geführte Ansatz angenehmer sein als eine leere Textdatei. Ich würde sie außerdem Menschen empfehlen, die zwar ihre Daten kennen, aber unsicher sind, wie sie Lebenslauf und Anschreiben sinnvoll gliedern.

Ein realistischer Alltagseinsatz

Stellen wir uns vor, ich entdecke morgens eine passende Teilzeitstelle und möchte mich noch am selben Tag bewerben. Ich sammle zuerst die Kontaktdaten, den letzten Abschluss und die relevanten Tätigkeiten. Anschließend lege ich den Lebenslauf an, prüfe die Zeitangaben und wähle nur die Erfahrungen aus, die zur Stelle passen. Danach formuliere ich das Anschreiben mit einem konkreten Bezug zur Aufgabe, lese es laut und lasse es kurz gegenlesen.

Am Nachmittag öffne ich die Unterlagen noch einmal mit etwas Abstand. Dabei entdecke ich häufig eher unklare Formulierungen als echte Rechtschreibfehler. Ich kürze dann lange Sätze, kontrolliere die Dateinamen und öffne die fertige Version erneut. Erst wenn Inhalt und Darstellung stimmen, verschicke ich sie. Dieser Ablauf zeigt auch die Grenze der App: Sie kann den Weg ordnen, aber die Qualität entsteht durch meine Prüfung.

Ein zweiter sinnvoller Einsatz ist die Vorbereitung unterwegs. Ich kann fehlende Angaben notieren und später ergänzen, anstatt im Zug oder im Wartezimmer eine vollständige Bewerbung unter Zeitdruck abzuschicken. Gerade bei persönlichen Daten ist diese vorsichtige Vorgehensweise besser. Die mobile Verfügbarkeit ist ein Vorteil, sollte aber nicht dazu verleiten, eine wichtige Bewerbung ohne Endkontrolle zu senden.

Einordnung gegenüber üblichen Alternativen

Im Vergleich zu einem leeren Textprogramm bietet die App einen niedrigeren Einstieg. Ich muss nicht selbst überlegen, welche Bestandteile ein Lebenslauf oder ein Anschreiben grundsätzlich enthalten sollte. Das ist besonders hilfreich, wenn ich lange keine Bewerbung geschrieben habe. Ein klassisches Textprogramm bleibt jedoch flexibler, sobald ich Seitenaufbau, Tabellen, Abstände oder eine eigene Vorlage sehr genau kontrollieren möchte.

Online-Editoren am Computer sind häufig angenehmer für lange Lebensläufe, weil Tastatur, großer Bildschirm und parallele Dokumente die Überarbeitung beschleunigen. Dafür ist die Bewerbungsapp näher am mobilen Anwendungsfall. Zwischen diesen Möglichkeiten würde ich nach Umfang entscheiden: kurze, klar strukturierte Unterlagen lassen sich gut mobil vorbereiten; komplexe Bewerbungen mit vielen Anhängen gehören eher an den Rechner.

Gegenüber vollständig automatisierten Bewerbungstools gefällt mir an einem geführten Ansatz, dass ich nicht blind auf generierte Formulierungen angewiesen bin. Automatisierung kann Zeit sparen, aber sie erzeugt auch Texte, die austauschbar klingen oder Fähigkeiten behaupten, die gar nicht belegt sind. Ich würde die App deshalb als Schreib- und Strukturhilfe verwenden, nicht als Ersatz für meine eigene Prüfung und nicht als Garantie für eine Einladung.

Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 3,6 aus rund 62 Bewertungen und 37 Rezensionen. Für mich ist das ein Hinweis, die Erwartungen realistisch zu halten: Die App scheint für manche Nutzer nützlich zu sein, wird aber nicht jeden Bewerbungsablauf problemlos abdecken. Sie ist außerdem mit über 10.000 Installationen sichtbar etabliert, ohne dadurch automatisch die beste Lösung für jeden persönlichen Fall zu sein.

Mein praktisches Urteil für verschiedene Nutzer

Ich würde die Anwendung empfehlen, wenn ich schnell eine klassische Bewerbung auf dem Android-Smartphone vorbereiten möchte, noch keine eigene Vorlage habe und eine klare Grundstruktur brauche. Auch für Menschen, die sich zum ersten Mal mit Lebenslauf und Anschreiben beschäftigen, kann der Einstieg weniger einschüchternd wirken. Die kostenlose Basis macht das Ausprobieren leicht, solange die Hinweise zu möglichen In-App-Käufen beachtet werden.

Weniger passend ist sie für mich, wenn ich bereits umfangreiche Unterlagen am Computer pflege, ein ausgefallenes Design benötige oder viele Versionen mit unterschiedlichen Anhängen verwalten muss. Dann sind ein Textprogramm und eine saubere Ordnerstruktur wahrscheinlich übersichtlicher. Wer außerdem eine Bewerbung vollständig automatisch erzeugen lassen möchte, sollte seine Erwartungen deutlich senken: Persönliche Auswahl, glaubwürdige Beispiele und sorgfältige Korrektur bleiben unverzichtbar.

Die Altersfreigabe USK ab 0 Jahren ist für eine Business-App wenig überraschend und macht sie grundsätzlich unkompliziert zugänglich. Die aktuelle Version ist 1.26.02; vor dem Einsatz für eine wichtige Bewerbung würde ich trotzdem prüfen, ob die App auf meinem Gerät stabil läuft und ob der gewünschte Erstellungs- oder Exportweg funktioniert. Ein kurzer Test mit einem neutralen Entwurf kann späteren Stress vermeiden.

Unterm Strich sehe ich Bewerbungsapp als praktischen Startpunkt, nicht als vollständige Bewerbungsmaschine. Ihre Stärke liegt darin, den ersten Schritt auf dem Smartphone einfacher zu machen und grundlegende Unterlagen in eine brauchbare Richtung zu bringen. Die Schwächen zeigen sich dort, wo individuelle Gestaltung, umfangreiche Bearbeitung oder maximale Kontrolle gefragt sind.

Meine Empfehlung lautet deshalb: ausprobieren, die eigenen Daten sorgfältig vorbereiten, den kostenlosen Umfang bewusst testen und vor jedem Versand eine unabhängige Endkontrolle durchführen. Wer diese vier Punkte beherzigt, kann mit der App Zeit sparen, ohne die Verantwortung für die Bewerbung aus der Hand zu geben. Für einfache Bewerbungen unterwegs ist sie eine vernünftige Option; für anspruchsvollere Unterlagen würde ich anschließend auf ein leistungsfähigeres Computerprogramm wechseln.

Unknown

Was ist die Bewerbungsapp und für wen eignet sie sich?

Die Bewerbungsapp ist eine mobile Anwendung zur Erstellung und Verwaltung von Bewerbungsunterlagen, insbesondere von Lebensläufen und Anschreiben. Sie richtet sich an Berufseinsteiger, Studierende, Arbeitssuchende und erfahrene Fachkräfte. Nach dem Öffnen führt die App meist Schritt für Schritt durch persönliche Daten, Ausbildung, Berufserfahrung und Kenntnisse, sodass auch Nutzer ohne große Erfahrung schnell ein professionelles Dokument erstellen können.


Kann ich mit der Bewerbungsapp einen professionellen Lebenslauf erstellen?

Ja, die App bietet in der Regel verschiedene Vorlagen und übersichtliche Eingabefelder, mit denen sich ein strukturierter Lebenslauf erstellen lässt. Während der Nutzung können persönliche Angaben, berufliche Stationen, Sprachkenntnisse, Fähigkeiten und weitere Informationen ergänzt werden. Je nach Vorlage lassen sich Farben, Schriftarten und Abschnitte anpassen, damit der Lebenslauf zur gewünschten Stelle und zum persönlichen Stil passt.


Kann ich meinen Lebenslauf als PDF speichern oder direkt versenden?

In vielen Fällen kann der fertige Lebenslauf als PDF exportiert und anschließend auf dem Smartphone gespeichert werden. Dadurch lässt sich das Dokument bequem per E-Mail, Messenger oder über ein Bewerbungsportal versenden. Vor dem Export sollte man die Vorschau sorgfältig prüfen, da manche Funktionen wie bestimmte Vorlagen, Downloads oder das Entfernen eines Wasserzeichens möglicherweise nur in einer kostenpflichtigen Version verfügbar sind.


Ist die Bewerbungsapp kostenlos oder entstehen zusätzliche Kosten?

Die grundlegenden Funktionen können häufig kostenlos genutzt werden, allerdings bieten viele Bewerbungsapps zusätzlich Premium-Vorlagen, erweiterte Bearbeitungsoptionen oder unbegrenzte Exporte als kostenpflichtige Funktionen an. Vor dem Download oder Abschluss eines Abonnements sollten deshalb die Angaben im jeweiligen App-Store genau gelesen werden. Besonders wichtig sind Preise, Laufzeit, kostenlose Testzeiträume und die Bedingungen für eine Kündigung.


Wie sicher sind meine persönlichen Daten in der Bewerbungsapp?

Bei der Erstellung eines Lebenslaufs werden sensible Informationen wie Name, Adresse, Telefonnummer, beruflicher Werdegang und manchmal ein Bewerbungsfoto gespeichert oder verarbeitet. Vor der Nutzung sollte man daher die Datenschutzerklärung und die angeforderten Berechtigungen prüfen. Empfehlenswert ist außerdem, nur notwendige Daten einzutragen, ein starkes Konto-Passwort zu verwenden und fertige Dokumente nicht ungeschützt auf gemeinsam genutzten Geräten zu speichern.


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